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Deutscher Fußball-Bund

DFB: Fritz Keller übt nach Rücktritt scharfe Kritik

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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DFB-Chef übernimmt Verantwortung für Fehlverhalten, tritt zurück und spricht von einem „beschämenden Umfeld“.

Wie angekündigt ist Fritz Keller am Montag (17.05.2021) vom Amt des DFB-Präsidenten zurückgetreten. Der 64-Jährige entgeht damit auch einem härteren Urteil des DFB-Sportgerichts, das am Mittwoch seinen Entscheid der Verhandlung vom Freitag veröffentlichen will. Großartiger Handlungsbedarf besteht jetzt nicht mehr.

Keller sprach in seiner Rücktrittserklärung selbstkritisch über seinen Vergleich des Vizepräsidenten Rainer Koch mit Nazi-Richter Freisler in einer Präsidiumssitzung vor knapp einem Monat als „traurigen Tiefpunkt der desolaten Führungssituation“. Sein „Fehlverhalten“ sei „in einem für den DFB beschämenden Umfeld“ erfolgt, sein Rücktritt werde „die Probleme innerhalb des DFB und des Fußballsports allerdings nicht lösen“.

DFB: Fritz Keller mit schweren Vorwürfen gegen den Verband

Keller wies weitere Verantwortung also von sich und erhob schwere Vorwürfe. Er sei „innerhalb des DFB auf Widerstände und Mauern“ gestoßen. Der Verband sei schon bei seiner Amtsübernahme im September 2019 „ein Sanierungsfall war mit unzähligen ungelösten Themen und Baustellen“ gewesen und habe unter einem „Ansehensverlust“ gelitten, „der die Einheit des Fußballsports mit Profis und Amateuren“ gefährde. Der „DFB-Führungsstil“ habe „in wenigen Jahren vier Präsidenten verschlissen“.

Knallharte Abrechung: Fritz Keller.

Es gehe im DFB „viel zu häufig um eigene Befindlichkeiten, interne Machtkämpfe, um die Sicherung von Vorteilen sowie um das ,Arbeiten´ am eigenen Bild in der Öffentlichkeit“, kritisierte der Südbadener seine ehemaligen Führungskollegen und forderte eine komplette „personelle Erneuerung“.

DFB: Fritz Keller fordert Aufklärung durch unabhängige Stellen

In seinem Kampf um Transparenz seien verbandsinterne Kontrollinstanzen mit außergerichtlichen Schadensersatzansprüchen bedroht und unter Druck gesetzt worden. Keller nennt keine Namen, seine internen Widersacher - Generalsekretär Friedrich Curtius, Schatzmeister Stephan Osnabrügge und Vizepräsident Koch - dürften sich aber angesprochen fühlen.

DFBDeutscher Fußball Bund
FunktionDachverband von 26 Fußballverbänden in der Bundesrepublik Deutschland.
Vereine ca. 24.500
Mitgliederca. 7,2 Millionen

Mit „ordnungsgemäßer Verbandsführung“ habe das laut Keller „alles nichts zu tun – insbesondere bezüglich des Abschlusses und der Durchführung eines unschlüssigen Vertrages mit einer Kommunikationsagentur“ - der den DFB dem Vernehmen nach rund 360.000 Euro kostete. Keller fordert „die Aufklärung aller möglichen Unregelmäßigkeiten und Verfehlungen im DFB durch externe, unbelastete, öffentlich anerkannte Spezialisten“. (Jan Christian Müller)

Rubriklistenbild: © AFP

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