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Jack Grealish. Foto: AFP
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Jack Grealish.

England

Frischer Wind mit Haarreif

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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England sieht sich auch dank Jack Grealish gerüstet für die kommenden schweren Aufgaben - es könnte gegen Deutschland gehen.

Und da ist ja noch die Sache mit den Stutzen, die eigentlich viel zu tief hängen bei Jack Grealish, dem Wirbelwind auf links bei den Three Lions. Sie bedecken bestenfalls zur Hälfte die Waden, zudem trägt der 25-Jährige, der am Dienstag das umjubelte 1:0-Siegtor der Engländer durch Raheem Sterling mit feinem Fuß vorbereitet hatte, Schienbeinschoner in einer Größe, die sonst Kinder tragen. Das tut der Mann, der sein ganzes Leben in Birmingham verbracht und dort bei Aston Villa Kapitän ist, aus Aberglaube, nicht, wie es auch heißt, als Hommage an den großen George Best. Einmal, so erzählte der Dribbler, hatte er sich bei einem Spiel mit Villa Stutzen gegriffen, die beim Waschen eingelaufen waren. Danach machte er ein überragendes Spiel, seitdem trägt der Blonde Stutzen und Schoner stets weit unten.

Jack Grealish, dessen irisch-stämmiger Ur-Großvater FA-Cup-Gewinner war und der deshalb bis zur U21 für die irische Auswahl am Ball war, ehe ihn der damalige Nationaltrainer Roy Hodgson für die Engländer gewinnen konnte, 2015 war das, bringt ins englische Spiel eine andere, eine frischere Note. Er spielt ein bisschen exaltiert, er schlägt Haken, führt den Ball eng und lang am Fuß, liebt das Dribbling, besticht mit schnelle Bewegungen - und er trägt einen Haarreif. Seit Wochen bestürmt die Öffentlichkeit Trainer Gareth Southgate, den Unberechenbaren zu bringen, schon gegen Schottland, als er eingewechselt wurde, brachte er frischen Elan. Weil Mason Mount in Quarantäne musste, war der Weg frei für Grealish, ein Schachzug - wie auch der Einbau des 19-Jährigen Bukayo Saka vom FC Arsenal - der sich bewährt hat.

England hat die Gruppe D erwartungsgemäß als Erster abgeschlossen, allerdings nur zwei Tore erzielt - beide von Sterling - aber auch keinen einzigen Gegentreffer kassiert. So ganz zufrieden ist man nicht im Hause Southgate, dazu lassen die vom so talentierten Ensemble bislang gezeigten Leistungen deutlich mehr Luft nach oben. Aber wer es sich leisten kann, einen Jadon Sancho zeitweise gar auf der Tribüne zu lassen, hat vermutlich andere Probleme.

Ein Problem könnte sein, dass man im Achtelfinale am Dienstag auf Deutschland treffen könnte. Oder Frankreich. Oder Portugal. Immerhin spielt man in London, also zu Hause im Wembley. „Egal wer kommt, wir können mit Selbstbewusstsein ins Spiel gehen“, sagt Southgate tapfer. „Wir verbessern uns weiter, es ist nicht leicht, uns zu schlagen.“ kil

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