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Christian Streich, Trainer im siebten Jahr, ist das impulsive Gesicht für den SC Freiburg.

SC Freiburg

Freiburg will sorgenfrei bleiben

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Der SC Freiburg kämpft am Samstag bei Eintracht Frankfurt um den frühen Klassenerhalt.

Auf dem Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt hat Fritz Keller wieder viele Hände geschüttelt. Der Präsident war als Repräsentant des SC Freiburg gekommen, und der 61-Jährige bildete damit so etwas wie eine Vorhut. Mit dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt beginnt die Rückrunde für den Tabellenelften, der weitgehend ohne Sorgen überwintert hat. „So gut standen wir selten da“, sagte Keller der FR, der gleichzeitig warnte: „Unser Auftaktprogramm ist hart. Zwei Spiele verlieren und schon rutscht man unten rein.“ Vor der Eintracht hat der Winzer, Gastronom und Funktionär großen Respekt: „Frankfurt hat eine grandiose Hinrunde gespielt.“ 

In Freiburg wären sie schon froh, wenn sie weiterhin ohne Sorgen durch die Saison kämen. Ein früher Klassenerhalt wäre auch besser für die Gesundheit von Christian Streich, der sich mit seiner Emotionalität oft völlig auszehrt. Vor diesem Hintergrund ist auch zu verstehen, warum der 53-Jährige - am Samstagabend zu Gast im ZDF-Sportstudio - zwar seinen Vertrag verlängert, aber betonte, nicht so lange wie Volker Finke Cheftrainer bleiben zu können. „Noch acht Jahre? Das kann ich mir nicht vorstellen. Das schafft die Maschine nicht.“ Da spürt einer, wie sehr ihn das Geschäft auslaugt. Aber er ist das Gesicht des Klubs; und eigentlich geht es ohne ihn nicht. Der nicht mehr ins operative Geschäft eingebundene Vorsitzende Keller kann sich gar keinen anderen Chefcoach mehr vorstellen. „Christian Streich lebt uns, wir leben ihn.“ Keiner, meint Keller, passe besser in diese Nische im Breisgau. Als das Unikum wegen eines Bandscheibenvorfalls ausfiel, fremdelte das Team merklich. 

Ein guter alter Bekannter ist Vincenco Grifo, der für kleines Geld auf Leihbasis zurückgekehrt ist, nachdem ihm sowohl in Mönchengladbach und Hoffenheim der Durchbruch nicht gelang. Der 25-jährige Offensivmann hat sich im Trainingslager in Sotogrande an der spanischen Costa del Sol so bewegt, als wäre er gar nicht lange weg gewesen. Der Deutsch-Italiener hat viel Gefühl im Fuß, sichtbar vor allem auch bei Standards, was am besten schon in Frankfurt helfen soll.

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