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Freiburg-Trainer Streich: «Das macht mich traurig»

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Christian Streich ist über die Niederlage gegen Leverkusen bestürzt. Foto: Rolf Vennenbernd
Christian Streich ist über die Niederlage gegen Leverkusen bestürzt. Foto: Rolf Vennenbernd © Rolf Vennenbernd (dpa)

Christian Streich saß wie ein Häufchen Elend da und drückte mit seiner Körpersprache aus, wie sehr den Fußball-Lehrer die missliche sportliche und personelle Lage des SC Freiburg mitnimmt.

Christian Streich saß wie ein Häufchen Elend da und drückte mit seiner Körpersprache aus, wie sehr den Fußball-Lehrer die missliche sportliche und personelle Lage des SC Freiburg mitnimmt.

Frust und Ärger bahnten sich ihren Weg, als Streich das 0:1 (0:1) von Leverkusen analysieren sollte. «Die vielen Ausfälle zermürben. Das macht mich traurig, ehrlich gesagt» - so kommentierte der 49-Jährige den neuerlichen Absturz auf einen direkten Bundesliga-Abstiegsplatz.

Keine Vorwürfe an seine Mannschaft. Stattdessen: Verständnis, Einfühlsamkeit. Seit Wochen, klagte Streich, stünden ihm wegen Verletzungen und Erkrankungen im Training jeweils nur «elf, zwölf oder dreizehn Profis» zur Verfügung. Da könne doch niemand perfektionierte Abläufe im Spiel voraussetzen, wollte er ausdrücken: «Ich kann jetzt nicht sagen, sie haben alles falsch gemacht.»

Streichs Team hat andere Probleme, die der Coach nach Simon Rolfes' entscheidendem Treffer (33. Minute) deutlich machte: Die Profis aus dem Breisgau gehen auf dem Zahnfleisch, die personelle Misere raubt ihnen möglicherweise das Quäntchen fußballerischer Vitalität, das ihnen in den vergangenen Spielzeiten stets den Klassenverbleib möglich machte. Streich: «Die letzte Energie ist nicht da und kann es auch nicht sein.» Und: «Ich müsste viele Spieler da haben, die voller Hammer durchpowern können.»

Julian Schuster kennt einen Teil des Geheimnisses, wie er und seine Mitstreiter das Ganze hinbiegen können: «Wir müssen noch enger zusammenrücken», hielt der Spielführer der Freiburger nach seinem 150. Erstligaeinsatz fest. Den anderen Part benannte Innenverteidiger Immanuel Höhn: nur ja nicht zu viel über Platz 17 nachdenken. Höhn: «Für mich persönlich ist das relativ uninteressant. Da unten dreht und wendet es sich im Moment so schnell.»

Soll heißen: Gewinnst du ein Spiel, rückst du in der Regel nach vorn - wie die Werkself, für die es den intensivsten Jubel der Bayer-Fans unter den 28 624 Zuschauern gab, als die Resultate aus Dortmund und Berlin bekanntwurden. Die Konkurrenz aus Schalke und Augsburg verlor, Bayer ist neuer Vierter. «Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie wieder dorthin kommen will, wo sie sich selbst sieht», kommentierte Trainer Roger Schmidt den Erfolg.

Bayer-Boss Michael Schade bilanzierte mit Genugtuung, dass die Schmidt-Auswahl ihre sportliche Zukunft wieder selbst positiv beeinflussen kann. «Jetzt sind wir in der Tabelle der Region nahe, die wir uns vorstellen und haben es in den nächsten zwei Wochen in der Hand, in unseren Zielkorridor zu kommen», sagte Schade drei Tage nach dem 1:0 im Königsklassen-Achtelfinale gegen Atlético Madrid.

Gelingt am Dienstag gegen den Zweitligisten Kaiserslautern noch der Sprung in das Viertelfinale des DFB-Pokals, hat Bayer eine perfekte Woche. Für Christian Streich ist das Cup-Duell gegen den Ligakonkurrenten Köln eine willkommene Möglichkeit, seinen Profis die Praxis zu vermitteln, die er momentan in der Alltagsarbeit nicht an den Mann bringen kann. Streich: «Wir freuen uns auf den Pokal. Für einen Verein wie Freiburg ist er finanziell und sportlich reizvoll.» (dpa)

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