VILA REAL SANTO ANTONTIO, PORTUGAL - JANUARY 29: 1. FFC Frankfurt celebrate Theresa Panfil s goal to the 1:1 during the
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Der 1. FFC Frankfurt.

Jahresauftakt in Jena

1. FFC Frankfurt: Tolle Perspektive

  • vonKatja Sturm
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Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt starten in die zweite Saisonhälfte und freuen sich auf die Zukunft unterm Dach der Eintracht.

Es ist nicht nur ein Saisonendspurt, für den die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt in den Startlöchern stehen. Während die Spielerinnen von Trainer Niko Arnautis in den nächsten Monaten auf dem Rasen versuchen, an die vielversprechenden Ansätze anzuknüpfen, die sie im vergangenen Jahr zeigten, laufen im Hintergrund weitere Gespräche darüber, wie sich der Bundesligist in Zukunft unterm Dach der Frankfurter Eintracht organisieren wird. „Es ist ein angenehmes Gefühl, so tolle Perspektiven zu haben“, sagt Coach Arnautis. Aber aktuell zähle allein „das Hier und Jetzt“.

In diesem befindet sich der siebenmalige Meister auf dem sechsten Tabellenplatz. Die letzten beiden Spiele vor der Winterpause gingen gegen Bayern München und bei Turbine Potsdam verloren, der jüngste Erfolg in einem Pflichtspiel stammt von Ende Oktober, als es ein 2:1 in Duisburg gab. Dennoch, betont Arnautis, „haben wir uns bislang gut präsentiert“ und im Vergleich zur Spielzeit davor „fußballerisch eine Schippe draufgelegt“. Obwohl im Sommer starke Abgänge wie die von Marith Müller-Prießen und Jackie Groenen kompensiert werden mussten. Junge aufstrebende Talente wie Sophia Kleinherne, die 2019 ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft gab, Powerbündel Shekiera Martinez oder Sjoeke Nüsken erobern sich immer mehr Spielanteile.

Mit dem Jahresauftakt am Sonntag (14 Uhr) beim Schlusslicht in Jena beginnt nach Ansicht von Arnautis eine vorentscheidende Phase, die zeigen wird, wohin der Weg des Vorjahresfünften in dieser Saison führt. Gegen Gegner wie jetzt Jena und danach Bayer Leverkusen, Köln und den direkten Verfolger FC Sand sollte gepunktet werden, will man sich weiter nach oben orientieren. Ansonsten drohe im schlechtesten Fall sogar Abstiegskampf.

Die Thüringerinnen stecken mittendrin, haben sich erst zwei Punkte erspielt. Als ungefährlich erachtet Arnautis die Auswahl des früheren FFC-Nachwuchstrainers Christopher Heck dennoch nicht. „Für Jena ist jetzt jede Partie ein Endspiel“, sagt er. Der FFC müsse von Beginn an mit voller Konzentration zu Werke gehen, um seine Qualitäten auszuspielen. Im ersten Aufeinandertreffen hatten die Gäste im Stadion am Brentanobad erst einmal mit 2:0 geführt, bevor die Hausherrinnen die Partie drehten und ein 4:2 verbuchten.

Noch ist nicht absehbar, ob Laura Feiersinger und Leticia Santos zur Verfügung stehen; beide Spielerinnen plagen sich mit Fußproblemen. Laura Freigang war die Woche über angeschlagen, ihr Trainer ist jedoch „hoffnungsvoll“, dass ihre Erkältung bis zum Anpfiff überstanden ist. Für Laura Störzel könnte es ein besonderer Tag werden: Die gerade mit ihrer Polizeiausbildung fertig gewordene Kommissarin würde bei einem Einsatz ihr 200. Spiel in der Bundesliga absolvieren.

Fünf Wochen lang hat Arnautis seinen Kader auf den Rest der Saison vorbereitet. Dabei verbrachte der FFC erneut eine Woche in Portugal im Trainingslager – mit intensiven Übungseinheiten, aber auch Momenten am Strand, die zusammenschweißen. Das abschließende Testspiel gegen den Tabellenführer VfL Wolfsburg ging mit 0:5 klar verloren, „aber da waren wir auch ein bisschen platt“, sagt der Trainer. Nun habe man aber genug geübt und sei froh, wenn es endlich wieder losgeht.

Parallel laufen interne Gespräche über die zukünftige Kaderzusammensetzung – bislang laut Arnautis sehr positiv. Dass der 1. FFC mithilfe der Eintracht gleich wieder dorthin zurückkehren wird, wo er sich vor fünf Jahren mit dem bislang letzten Champions-League-Triumph verabschiedete, glaubt der 39-Jährige aber nicht: Der VfL Wolfsburg und Bayern München blieben erst mal „die beiden Großen“, die man frühestens in zwei, drei Jahren ernsthaft angreifen wird. Arnautis: „Das heißt aber nicht, dass man sie vorher nicht schon ärgern kann.“

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