Fußball-Bundesliga

Frankfurt entscheidet über Mainz

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Sollte einer der drei am Main beheimateten Profis vom Rhein positiv getestet werden, würde das dortige Gesundheitsamt zuständig sein.

Die Vorbereitungen des FSV Mainz 05 auf die Auswärtspartie am Sonntag (15.30 Uhr) in Köln laufen auf Hochtouren. Am Dienstag fand die vierte Testreihe der Rachenabstriche statt. Zudem ließen sich die Mainzer Spieler, Trainer und Betreuer auf Antikörper gegen das Coronavirus testen. Am Samstagmorgen folgt die fünfte PCR-Testung, bei Abfahrt der beiden Mannschaftsbusse am Abend könnten die Ergebnisse bestenfalls bereits vorliegen.

Interessant: Einige Mainzer Profis – namentlich Edimilson Fernandes, Jeremiah S. Juste und Jean-Paul Boetius – wohnen in Frankfurt, also im Zuständigkeitsbereich eines anderen Gesundheitsamtes, noch dazu in einem anderen Bundesland. Sollte einer dieser Spieler positiv getestet werden, müssten sich die Nullfünfer mit dem Frankfurter Gesundheitsamt auseinandersetzen. Sportchef Rouven Schröder: „Dann müssten wir über Fredi Bobic gehen.“ Schröder konferierte am Dienstagnachmittag mit Bobic und weiteren Bundesliga-Managern per Videochat auch zu diesem komplizierten Thema. Er gehe nicht davon aus, so Schröder, dass die Frankfurter Behörde Mainzer Spieler anders bewerte als Eintracht-Profis.

In Köln können die Mainzer übrigens nicht dasselbe Hotel beziehen, in dem sie beim kurzfristig wegen der Corona-Krise abgesagten ursprünglichen Termin hatten nächtigen wollen. Die Herberge steht nämlich nicht auf der Liste der Deutschen Fußball-Liga mit Unterkünften, die die strengen Hygienevorschriften erfüllen. Drei Hotels in Köln stehen lediglich zur Auswahl.

In Mainz sind rund 40 Spieler plus Staff des Tabellen-15. für eine Woche im Parkhotel Favorite untergebracht. Teammanager Darius Salbert berichtete einer Videokonferenz mit Journalisten am Dienstag, dass die gesamte fünfte Etage für die 05-Entourage geblockt ist, sich ansonsten lediglich drei oder vier Businessgäste in der Herberge aufhalten und bislang noch kein unangemeldeter Kontrollbesuch der Behörden eingefunden hätte. Alle Spieler bezogen, wie vor anderthalb Jahren eingeführt, Einzelzimmer. Vom Buffet dürfen lediglich ganze, vorher befüllte Teller genommen werden, die mit Frischhaltefolie gesichert sind.

Sportvorstand Schröder unterzieht sich nicht diesen einwöchigen, von der DFL vorgeschriebenen Quarantänemaßnahmen, wird aber ebenso durchgängig getestet wie die Spieler und hätte somit auch eine Innenraum-Befugnis. Entgegen seiner Gewohntheit wird Schröder aber an den letzten neun Spieltagen wohl nicht auf der Ersatzbank Platz nehmen, wo die Abstandsregeln weniger Raum schenken als gewohnt. „Auf der Tribüne dürfte ich ein Plätzchen finden“, sagt der Manager und hat den Spielern schon mal wohlweislich ein paar Hausaufgaben für die kommende Woche mitgegeben: „Sie wissen, dass sie sich nicht von einem Biergartentisch zum nächsten bewegen sollen.“ Sondern nur in den eigenen vier Wänden und zum Training.

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