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Fragezeichen um DFB-Bundestag

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Von: Jan Christian Müller

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Der gebeutelte DFB plant den Neuanfang.
Der gebeutelte DFB plant den Neuanfang. © dpa

Virtuell oder vor Ort? In Frankfurt oder doch anderswo?

Der für den 11. März im Kongresszentrum von Frankfurt/Main als Präsenzveranstaltung geplante Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes mit der Wahl eines neuen Präsidenten wackelt. Schuld ist die Corona-Pandemie. Für die Durchführung einer solchen Veranstaltung mit bis zu 500 Personen vor Ort will sich das DFB-Präsidium auf einer Sondersitzung in der kommenden Woche einsetzen.

Die Einladungen müssen satzungsgemäß sechs Wochen vor den Wahlen und Anträgen verschickt werden, also vor Ende Januar. Aufgrund der großen Brisanz in der tiefsten Krise des Verbandes mit einer erstmalig in der DFB-Geschichte stattfindenden Kampfabstimmung um das Spitzenamt sind sich die Präsidiumsmitglieder im Grunde einig, dass ein digitaler Bundestag - wie er zuletzt im Mai 2020 pannenfrei stattfand - keine gute Lösung wäre.

Auch eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt kommt nicht in Betracht. Dafür sind die Probleme zu drängend und die Übergangszeit ohne echten Verbandschef nach dem Rücktritt von Fritz Keller im vergangenen Frühjahr zu lang. Ob es beim ohne Corona bewährten Frankfurter Kongresszentrum an der Messe bleibt, ist noch nicht abschließend entschieden. Denn aufgrund der hohen Inzidenzen gerade auch in Frankfurt könnte es auch notwendig sein, eine größere Halle anderswo anzumieten, um die Hygienekonzepte mit den Abstandsregeln zu erfüllen.

Für den DFB geht es um eine Art Neuanfang. In einer Umfrage des Magazins „Kicker“ unter dessen Leser:innen kam der DFB denkbar schlecht weg. 70 Prozent der Befragten möchten, dass weder Bernd Neuendorf noch Peters Peters zum Präsidenten gewählt wird. Mehr als die Hälfte geben dem Verband fürs Krisenmanagement eine glatte 6 (26,2 Prozent) oder die Note 5 (24,7 Prozent).

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