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Bleibt Fortune: Friedhelm Funkel.

Fortuna Düsseldorf

Fortuna bindet Trainer Funkel bis 2021

Mit dem 2:1 gegen Union Berlin hat Fortuna Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel das letzte Argument für eine Weiterbeschäftigung bei Fortuna Düsseldorf geliefert.

Friedhelm Funkel tobte nach dem Spiel mit Enkelsohn Hendrik am Spielfeldrand, der Trainer von Fortuna Düsseldorf hatte aber nicht nur wegen des familiären Besuchs nach dem Abpfiff glänzende Laune. „Ich freue mich, dass ich ein weiteres Jahr für diesen fantastischen Verein arbeiten darf. Mir macht der Job immer noch richtig Spaß“, sagte der mit 66 Jahren älteste Coach der Fußball-Bundesliga, dessen Arbeitspapier einen Tag vor Heiligabend verlängert werden sollte, nach dem 2:1 (1:0)-Arbeitssieg gegen Union Berlin.

Dass Fortuna sich nach sechs Spielen in Folge ohne Sieg durch den Dreier gegen den Aufsteiger zumindest auf Relegationsplatz 16 verbesserte, hob die Stimmung bei den nach wie vor stark abstiegsgefährdeten Düsseldorfern merklich. „Das Erfolgserlebnis ist nach so vielen Enttäuschungen ganz wichtig für den Kopf. Jetzt geht man mit einem ganz anderen Gefühl in die kurzen Weihnachtsferien“, sagte Lutz Pfannenstiel.

Der Fortuna-Vorstand versicherte, dass die Vertragsverlängerung mit dem Trainer nichts mit dem Ausgang des letzten Hinrundenspiels zu tun gehabt habe. „Das war kein Ultimatumsspiel. Der Verein weiß, was er an Friedhelm hat und was er bereits für den Klub in der Vergangenheit geleistet hat.“ Die neue Vereinbarung tritt allerdings nur für den Fall des Klassenerhaltes in Kraft, was auch der Wunsch von Funkel war.

Dass der neue Vertrag noch nicht wie eigentlich angedacht vor der Weihnachtswoche unterschrieben wurde, wollte Funkel nicht näher kommentieren. Verwundert hat es ihn aber schon, zumal Vorstandschef Thomas Röttgermann mit seinen Aussagen über die fehlende Einstellung der Mannschaft nach dem 0:3 gegen Leipzig für Irritationen gesorgt und den Coach verärgert hatte.

„Ich glaube, das kam aus der Emotion heraus. Wie es der Trainer auch gesagt hat, war es in dem Moment vielleicht etwas unglücklich. Aber es war auch nichts Tragisches. Wir haben uns alle drei darüber ausgetauscht, und die Sache ist auch aus der Welt“, berichtete Pfannenstiel.

Bei der Mannschaft löste die bevorstehende Vertragsverlängerung ihres Chefs Begeisterung aus. „Der Trainer macht einen tollen Job. Mit ihm hat der Klub das große Los gezogen“, sagte Matchwinner Erik Thommy, der mit seinem Last-Minute-Treffer in der 90. Minute die Arena zum Beben gebracht hatte.

Und auch Torjäger Rouwen Hennings, der mit seinem spektakulären elften Saisontreffer (38.) für die Führung der Fortuna gesorgt hatte, lobte bei Sky den Trainerfuchs in den höchsten Tönen: „Der ganze Verein weiß, wie er tickt. Er weiß alles über diesen Verein und über Fußball sowieso. Es waren jetzt wirklich erfolgreiche Jahre. Es ist klar, dass es in der Bundesliga für unsere Mittel nicht so reicht, dass man noch viel mehr erwarten kann im Moment. Er macht das Beste aus dem, was er zur Verfügung hat.“

Im März 2016 hatte Funkel die Fortuna in höchster Abstiegsnot in der 2. Bundesliga übernommen und den zweimaligen DFB-Pokalsieger vor dem Absturz in die 3. Liga bewahrt. 2018 schaffte der frühere Profi mit der Fortuna die Rückkehr in die Bundesliga und erreichte vergangene Saison Platz zehn.

Anfang des Jahres war Funkel im Trainingslager in Marbella vom damaligen Vorstandschef Robert Schäfer quasi im Alleingang zum Saisonende gefeuert worden, auf Intervention der Fans und des Aufsichtsrates wurde diese Entscheidung damals zurückgenommen und der Kontrakt stattdessen sogar verlängert. (sid)

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