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Hoffenheim beendet die Zusammenarbeit mit Hansi Flick.

TSG Hoffenheim

Flick verlässt Hoffenheim endgültig

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Hansi Flick, der ohnehin nie in die Öffentlichkeit gedrängt hatte, sollte das neue Gesicht von 1899 Hoffenheim werden. Seine Aufgaben waren allerdings nie klar definiert. Die schnelle Trennung hat sich schon länger angekündigt.

Es ist das Ende eines Missverständnisses. Am späten Montagnachmittag gab die TSG Hoffenheim bekannt, was die Spatzen schon einige Wochen lang vom Dach gepfiffen hatten: „Die Fußball-Spielbetriebs GmbH und Hansi Flick haben ihre Zusammenarbeit beendet.“ Das ist deshalb so bemerkenswert, weil der vormalige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw und spätere DFB-Sportdirektor erst zu Beginn dieser Saison als neuer Geschäftsführer Sport beim Fußball-Bundesligisten angeheuert und gleich einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hatte. 

Es war der ausdrückliche Wunsch von Klubeigner Dietmar Hopp gewesen, den verlorenen Sohn zurückzuholen. Flick hatte den Dorfklub bereits von Juli 2000 bis November 2005 als Cheftrainer betreut und in die Regionalliga Süd geführt, war aber mehrfach beim Versuch gescheitert, die finanziell aufgepumpte Mannschaft in die Zweite Bundesliga zu bringen. Deshalb war er seinerzeit von Hopp geschasst worden, die persönliche Verbindung entwickelte sich später aber wieder enger. 

Hopp hatte gehofft, Hoffenheim könne nun von Flicks beim DFB erworbenem Wissen und dessen Netzwerk profitieren. Hierarchisch wurde Flick, der am Samstag 53 wurde, über dem Sportdirektor Alexander Rosen positioniert. Auch Geschäftsführerkollege Peter Görlich musste Kompetenzen an Flick abgeben. Die Zusammenarbeit war von Beginn an kompliziert. 

„In einem Vier-Augen-Gespräch Ende Januar wurde deutlich, dass es über die Rolle und Aufgabe von Hansi Flick unterschiedliche Auffassungen gibt“, erklärte nun Dietmar Hopp. Es sei „nötig, dass gerade die Führungskräfte sich in ihrer Position wohl fühlen und mit hoher Effizienz arbeiten.“ Dies war nicht mehr der Fall.

Der Klub zitierte auch Flick: „Dietmar Hopp und ich hatten zuletzt mehrere intensive  Gespräche geführt. Wir hatten vereinbart, alles erst einmal in Ruhe sacken zu lassen und uns dann noch einmal zu treffen. Nun haben wir gemeinsam entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden.“

Hopp ergänzte, er hätte Flick gern „in beratender Funktion an den Klub gebunden“. Das habe dieser jedoch abgelehnt. „Hansi hat uns seine Beweggründe ausführlich dargelegt, die wir selbstverständlich respektieren. Ebenso wie Hansi bedauere auch ich diese Entwicklung. Unabhängig davon halten wir die nun getroffene Entscheidung für die richtige“, sagte Hopp. Dass Flicks Posten zunächst nicht neu besetzt wird, sagt einiges darüber, dass er womöglich als überflüssig angesehen werden könnte. Darüber will man im Klub nun neu beraten. 

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