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„Absoluter Quatsch“: Flick und Schweinsteiger mit Live-Schlagabtausch in der ARD

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Von: Korbinian Kothny

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Bastian Schweinsteiger kritisiert nach dem WM-Aus die Einstellung der DFB-Elf. Hansi Flick kann das nicht verstehen und liefert sich einen kurzen Schlagabtausch.

München – Die WM 2022 ist für die deutsche Nationalmannschaft Geschichte. Trotz eines 4:2-Sieges im Abschlussspiel gegen Costa Rica reicht es für die DFB-Elf nicht für das Achtelfinale. Experte Bastian Schweinsteiger kritisierte nach dem zweiten WM-Vorrundenaus in Folge vor allem die Spieler, wie tz.de berichtet.

Hans-Dieter „Hansi“ Flick
Geboren: 24. Februar 1965 (57 Jahre alt) in Heidelberg
DFB-Nationaltrainer
Vertrag bis 31. Juli 2024

DFB-Aus: Schweinsteiger nimmt Team in die Pflicht

„Die Verantwortung liegt bei den Spielern“, erklärte der ARD-Experte nach dem Spiel. Schweinsteiger sagte, er habe „das Brennen“ bei den Spielern vermisst. „Ich bin echt enttäuscht und schockiert, wie das verlief. Das Auftreten der Nationalmannschaft ist zu wenig, das reicht nicht“, kritisierte der 38-Jährige. 

Eine Einschätzung, die Nationaltrainer Hansi Flick im gemeinsamen Interview nach dem WM-Aus überhaupt nicht verstand. Vor allem mit der Aussage, dass sein Team nicht „gebrannt“ habe, konnte Flick nichts anfangen.

Hansi Flick und Bastian Schweinsteiger lieferten sich einen kurzen Schlagabtausch nach dem WM-Aus.
Hansi Flick und Bastian Schweinsteiger lieferten sich einen kurzen Schlagabtausch nach dem WM-Aus. © ARD

DFB-Aus: Flick und Schweinsteiger liefern sich Schlagabtausch

Auf die Frage, ob er Schweinsteiger bei seiner Aussage recht gebe, antwortete der 57-Jährige entschieden: „Nein, weil das absoluter Quatsch ist“ und wendete sich an den Experten direkt, woran er seine Einschätzung fest mache.

Schweinsteiger aber beharrte, ihm hätten „fünf Prozent Konzentration“ bei den deutschen Spielern gefehlt. „Brennen heißt auch, im Kopf mitdenken und dabei sein“, betonte der Weltmeister von 2014. Der Funke sei nicht von der DFB-Auswahl übergesprungen. „Wir haben den Gegner eingeladen. Das grundlegende Problem ist, dass wir den Gegner oft einladen“, sagte Schweinsteiger.

DFB-Aus: Schweinsteiger sieht Probleme in der Defensive

Gleichzeitig nahm der Weltmeister von 2014 Flick aber in Schutz. „Hansi hat nicht so viel falsch gemacht“, sagte Schweinsteiger. Viel mehr sah der 38-Jährige die Gründe für das frühe WM-Aus in der Defensive.

„Gerade die Verteidiger haben zu oft den Gegenspieler freigelassen und die Umschaltaktionen des Gegners unterbrochen. Wir haben fünf Gegentore kassiert und seit der EM 2016 immer ein Gegentor kassiert“, analysierte Schweinsteiger.

DFB: Flick will als Nationaltrainer weitermachen

Flick stimmte der Kritik an der Defensive teilweise zu und sagte, dass man in einigen Situationen eine „schlechte Defensivleistung“ gehabt habe. Dennoch verteidigte Flick sein Team und attestierte ihm, dass es immer gewollt habe.

Tatsächlich hatte Deutschland in den drei Vorrundenspielen über die meiste Zeit überzeugt, verpasste es aber, die Tore zu machen und muss so am Freitag die Heimreise antreten. Flick bekräftigte nach der großen Enttäuschung, trotzdem als Nationaltrainer weiter machen zu wollen – ein anderer DFB-Star ließ seine Zukunft im Nationaltrikot hingegen offen. (kk)

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