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Momentan ziemlich bedient, nicht nur wegen der Niederlage gegen Paris: Hansi Flick. Foto: afp
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Momentan ziemlich bedient, nicht nur wegen der Niederlage gegen Paris: Hansi Flick.

Kommentar zum FC Bayern

Flick oder Salihamidzic: Einer muss gehen

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Die Reibereien zwischen Bayern-Trainer Hansi Flick und Vorstand Hasan Salihamidzic halten an. Eine weitere Zusammenarbeit scheint ausgeschlossen, einer muss gehen. Fin Kommentar.

Karl-Heinz Rummenigge hat die Faxen dicke. Schluss, Aus, Ende. Ruhe im Karton. Harmonie und Loyalität fordert der Bayern-Boss ein und ruft seine beiden in einen innigen Zwist verwobenen Protagonisten zur Räson. Sportchef Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick sollen nun gefälligst ihr Kriegsbeil begraben, ganz tief einbuddeln am besten, und ja nicht mehr rausholen. Ist doch nicht so schwer. Oder doch?

Vielleicht wäre der Vorstandschef besser beraten gewesen, den beiden Führungskräften seine nachvollziehbare Meinung in einem persönlichen Gespräch zu geigen und nicht auf dem Boulevard breitzutreten. „Dieses Thema muss ein Ende haben“, sagte er via „Bild“. Und: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Das ist meine Forderung an die Sportliche Führung. Das hat uns immer ausgezeichnet.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Kalle Rummenigge versucht, die Wogen zu glätten und seine grummelnden Mitarbeiter auf Linie zu bringen. Das ist seine Aufgabe als Big Boss, er muss darauf achten, dass die Reibereien die Ziele nicht gefährden. Aus dem DFB-Pokal sind die Bayern im stürmischen Kiel ausgeschieden, im schönen Paris droht nach diesem absurden 2:3 im Hinspiel das Aus in der Champions League. Ob er fürchtet, dass die Mannschaft unter dem Eindruck der Querelen die Meisterschaft verspielt? Wahrscheinlich ist das nicht, zumal das Team unberührt davon wirkt.

Flick als Bundestrainer?

Es ist dennoch schwer vorstellbar, dass Rummenigge mit seinem neuerlichen Machtwort etwas Grundsätzliches wird verändern können im von Misstrauen und Argwohn geprägten Nichtverhältnis zwischen Brazzo und Hansi. Keiner erwartet, dass sich die beiden zu einer Art Männerfreundschaft aufschwingen, aber sie schaffen es ja nicht mal, kollegial miteinander zu arbeiten. Der eine (Flick) findet‘s doof, dass die Spieler, die er gut findet, weggeschickt werden (zuletzt Jerome Boateng), und muss, wie er selbst einräumt, sogar schauspielern, um nicht zu sagen, was er wirklich denkt. Und der andere (Salihamidzic) findet‘s blöd, dass die Spieler, die er anschleppt, nicht eingesetzt werden. Obendrauf kommen noch zwischenmenschliche Differenzen. Da gibt es nicht mehr viel Belastbares und wenig Hoffnung für eine fortdauernde Liaison.

Eine weitere Zusammenarbeit scheint ausgeschlossen, einer muss gehen. Flick spürt, dass er es sein wird. Zumal der öffentlich ungelenke und nicht besonders beliebte Sportvorstand Salihamidzic unter der schützenden Hand von Über-Bayer Uli Hoeneß steht. Warum sich also weiter quälen? Flick würde gerne seinen alten Kumpel Jogi Löw als Bundestrainer beerben, auch der DFB findet die Idee dufte. Müsste nur Rummenigge über seinen Schatten springen und den Trainer, der ihm sechs Titel geschenkt hat, freigeben. Es wäre besser so. Für alle.

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