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Hansi Flick. Foto: dpa
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Hansi Flick.

Champions League

Bayern gegen Paris: Das Finale reloaded

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Der FC Bayern trifft in der Königsklasse wieder auf Paris, diesmal deutlich früher – Furcht verspüren die Münchner keine.

Als Hamit Altintop, früher Fußballprofi auf Schalke, in München, Madrid und Darmstadt (interessante Vita), vor rund drei Wochen erst die Kugeln sachte mit seiner Hand umrührte, eine aus dem Topf zog, sie etwas mühsam aufdrehte und schließlich mit dem Schriftzug nach vorne, Paris Saint-Germain, in die Kamera hielt, stockte den Chefs des FC Bayern nicht gerade der Atem.

Na klar, das Champions-League-Finale reloaded, diesmal bereits im Viertelfinale der Königsklasse, keine einfache Sache. Aber ganz ehrlich: Hätte auch schlimmer kommen können. Manchester City und diesen Ballbesitz-Fetischisten Pep Guardiola, dem wollten sie lieber nicht so früh im Wettbewerb begegnen. Aber PSG? Nun ja, machbar für einen Sextuplesieger. In den Worten von Oliver Kahn, dem neuen Boss und einstigen Eiermann: „Wir haben gezeigt, dass wir im Moment die beste Mannschaft in Europa sind, uns muss man erstmal schlagen.“

FC Bayern: Keine Furcht vor PSG

Freilich, die Münchner Abomeister wissen sehr wohl um die Stärke des kommenden Gegners, den sie heute (21 Uhr/Sky) zum Hinspiel in der Fröttmaninger Arena erwarten. Kylian Mbappé, Neymar, Angel di Maria, allesamt Superstars. Respekt ja, Furcht nein. Schließlich wurden die französischen Hauptstädter ja erst im vergangenen August im Finale von Lissabon knapp (und verdient) mit 1:0 bezwungen. Kingsley Coman, der Flügelstürmer, köpfte damals zum dritten Champions-League-Triumph der Vereinsgeschichte ein.

„Wir sind glücklich über die Wiederauflage des Finals und freuen uns auf die Spiele“, sagte der Münchner Thomas Müller eher erwartungsfroh denn ehrfurchtsvoll: „Es werden kribbelige Spiele.“ Und Trainer Hansi Flick ergänzte: „Paris ist ein starker Gegner. Paris hat Ausnahmespieler in seinen Reihen.“ Aber? „Im Viertelfinale gibt es nur starke Gegner. Es sind die besten Acht in Europa.“ Auch das Finale des Vorjahres habe „keine Relevanz“ mehr, stellte der seelenruhig wirkende Fußballlehrer gestern auf der Pressekonferenz fest. „Es ist eine andere Ausgangslage.“

FC Bayern: Choupo-Moting soll es richten

Trotz des Höhepunkts im vergangenen Jahr ist die bayerische Bilanz gegen den französischen Hauptstadtklub durchwachsen. Fünf Niederlagen stehen lediglich vier Siege gegenüber. Zudem müssen die Bayern bekanntlich auf ihren wichtigsten Mann verzichten, den Weltfußballer im Kniefall. Robert Lewandowski ist schlicht nicht gleichwertig zu ersetzen, wenngleich es zuletzt im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Leipzig dessen Ersatzmann Eric Maxim Choupo-Moting doch ganz ordentlich gelang.

Dauerhaft, in zwei engen K.o.-Spielen, mutet die Knipserqualität Choupo-Motings dagegen kaum ausreichend genug an. Hansi Flick aber bleibt ja kaum etwas anderes übrig, als dem früheren PSG-Profi zu einem Date mit der Ex zu verhelfen.

FC Bayern: Gnabry positiv gestestet

Denn auch der deutsche Nationalstürmer Serge Gnarby, der zweite Kandidat für den Lewandowski-Posten, stand gestern Vormittag nicht auf dem Trainingsplatz und wird fehlen. Der Angreifer wurde positiv auf das Coronavirus getestet. „Ihm geht es gut“, teilte der FC Bayern mit, „er befindet sich in häuslicher Isolation.“ Immerhin: Die defensiveren Reihen, Abwehr und Mittelfeld, sind personell besser aufgestellt. So ist Linksverteidiger Alphonso Davies wieder einsatzbereit, ebenso wie Abwehrkollege Jerome Boateng, der aktuell jedoch die Nachricht verdauen muss, dass sein am Saisonende auslaufender Vertrag laut „Kicker“ nicht mehr verlängert wird - ein aus Vereinssicht nachvollziehbare Entscheidung.

Hansi Flick wollte sich zu dieser Thematik gestern anfangs nicht äußern, tat es auf Nachfrage dann aber doch – spürbar unzufrieden mit der Entscheidung seiner Bosse: „Ich weiß auch nicht, wie das Thema jetzt an die Medien kommen kann. Jeder weiß, wie ich zu Jerome stehe, dass er eine gute Saison spielt.“ Sprich: Hansi Flick hätte den früheren Nationalverteidiger gerne noch für eine Saison in seinem Team gesehen, andere Klubvertreter dagegen nicht. So ist das halt.

FC Bayern: Große Töne aus Paris

Einfach wird es für die Bayern jedenfalls gegen Paris nicht, keineswegs, dafür vereint PSG zu viel Qualität in seinem Kader, obwohl das Team derzeit in der Liga nur Tabellenzweiter ist. In der Champions League aber entledigte sich der französische Vorzeigeverein im Achtelfinale der Königsklasse recht souverän dem FC Barcelona. 4:1 und 1:1 hieß es.

„Wir haben Barcelona ausgeschaltet, nun werden wir uns auf den FC Bayern konzentrieren – mit einem einzigen Ziel, uns für das Halbfinale zu qualifizieren“, tönte Paris-Trainer Pochettino. Gegenüber Flick störte sich an dieser forschen Art nicht, seine eigene Ansage klang ebenso deutlich: „Wir wollen ins Halbfinale. Das ist unser Ziel, das ist unsere Aufgabe.“ Ein Mann, ein Statement.

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