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Einer von elf Neuen: Rani Khedria (links), aus Augsburg gekommen, testet seine Form gegen den Dresdener Yannick Stark.
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Einer von elf Neuen: Rani Khedria (links), aus Augsburg gekommen, testet seine Form gegen den Dresdener Yannick Stark.

FR-Bundesliga-Tipptabelle (5)

FC Union Berlin: Die Breisgau-Berliner

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Der Bundesliga-Check, Teil 5: Der FC Union Berlin tritt in der neu geschaffenen Conference League an und erwartet ein „schwieriges Jahr“.

Die Eisernen in Europa, verrückt, kaum zu glauben nach zuvor nur zwei Jahren Bundesliga. Im August starten die Playoffs für die Conference League, eine ganz neue Sache, wildes Ding der Uefa, teils mit Gegnern, die keiner einschätzen kann, zumindest die FR nicht - wie das alles wird, was dieser Wettbewerb eigentlich genau kann? Union Berlin wird’s herausfinden, für sich, für die Bundesliga, auch für uns - und ganz nebenbei wollen die Köpenicker den Fokus für den Ligaalltag nicht verlieren. Happige Aufgabe.

Wie stark ist der Kader?

Eines muss man den Berliner Bossen lassen: Wieder einmal ist es ihnen gelungen, frühzeitig den Kader zusammenzubasteln. Der umtriebige Manager Oliver Ruhnert hat bereits zwölf externe Neuzugänge geholt – darunter erstligaerprobte Leute wie Rani Khedria (FC Augsburg) und Levin Öztunali (Mainz 05) oder gute Zweitligaspieler wie Rick van Drongelen (Hamburger SV) und Paul Jaeckel (Greuther Fürth). Torwart Frederik Rönnow von Eintracht Frankfurt kam gestern noch, er soll Andreas Luthe Konkurrenz machen. In Der Abwehr könnte der einstmals zehn Millionen Euro teure Timo Baumgartl (von PSV Eindhoven ausgeliehen) für eine Qualitätssteigerung sorgen, vorne rangeln vier, fünf Spieler um den freien Platz neben Max Kruse. Bloß: Alles in allem vereint der Kader viel Erstligaschnitt und wenig Herausragendes. Union muss es als Einheit wuppen - das kennen sie ja.

Worauf steht der Trainer?

Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Urs Fischer passt zu Union, Union zu Urs Fischer. Eine charmante Verbindung von Klub und Trainer, die hierzulande sonst wohl nur im Breisgau zu finden ist. Urs Fischer, der Christian Streich Berlins. Beide sind sie Mahner, vor allem Realisten. Also sagt der Berlin-Streich, der Fischer: „Unser Auftakt wird schwer, da haben wir fünf Spiele in zwei Wochen. Da kommt die Conference League mit zwei Playoff-Spielen auf uns zu. Dazu gehören Reisen, vielleicht in Gegenden, die man nicht so einfach erreicht. Das ist alles Neuland. Wir stehen vor einem ganz schwierigen Jahr.“ Bedeutet im Umkehrschluss: Arbeiten, arbeiten, arbeiten.

Wo hapert es noch?

Körperlich sind die Berliner schon ganz gut in Schuss, darauf legt der Coach viel Wert., gerade jetzt im Trainingslager in Österreich. Auch der Kader ist weitestgehend beisammen, bloß fußballerisch müssen die Berliner ein, eher zwei, drei Schippen drauflegen. Das war bisher nicht besonders toll. Zudem: Sollte die deutsche Olympiaauswahl weit kommen, fehlen zwei Spieler beim Start (siehe: Wer sticht heraus?)

Zu- und Abgänge

Zugänge: Frederik Rönnow (Eintracht Frankfurt), Kevin Behrens (SV Sandhausen), Timo Baumgartl (PSV Eindhoven, Leihe), Rick van Drongelen (Hamburger SV), Andreas Voglsammer (Arm. Bielefeld), Julius Kade (Dyn. Dresden), Pawel Wszolek (Legia Warschau), Genki Haraguchi (Hannover 96), Levin Öztunali (Mainz 05), Tymoteusz Puchacz (Lech Poznan), Rani Khedira (FC Augsburg), Paul Jaeckel (Greuther Fürth), Keita Endo (Yokohama F. Marinos, nach Leihe fest verpflichtet), Suleiman Abdullahi (Eintr. Braunschweig, Leihe endet), Laurenz Dehl (Hallescher FC, Leihe endet).

Abgänge: Marius Bülter (Schalke 04), Tim Maciejewski (Austria Klagenfurt, erneute Leihe), Lennart Moser (Austria Klagenfurt, erneute Leihe) ,Nicolai Rapp (Werder Bremen, zuvor an Darmstadt 98 ausgeliehen), Akaki Gogia (Vertragsende), Florian Hübner (1. FC Nürnberg), Christian Gentner (Vertragsende), Christopher Lenz (Eintracht Frankfurt), Nico Schlotterbeck (SC Freiburg, Leihe endet), Taiwo Awoniyi (FC Liverpool, Leihe endet), Loris Karius (FC Liverpool, Leihe endet), Joel Pohjanpalo (Bayer Leverkusen, Leihe endet), Peter Musa (Slavia Prag, Leihe endet).

Wer sticht heraus?

Natürlich der Olympionik, nicht der Teuchert, der auch in Tokio unterwegs ist, sondern der Kruse, Vorname Max. Das stürmende Schlitzohr mit Instagram-Standleitung in die Heimat berichtet täglich über seine Reise im Zeichen der Ringe. Da ist einer stolz, mit 33 etwas Neues zu erleben. So wie später dann mit Union in der Conference League, die mochte er zwar anfangs nicht, der Reiz des Unbekannten aber setzte sich durch. Kruse ist voller Vorfreude auf die Saison – das lässt er zumindest seine Follower wissen. Und kicken kann er sowieso.

Wie geht’s dem Schatzmeister?

Die FR-Tipptabelle

So gut, wie es einem als Schatzmeister bei Union halt gehen kann. Viel Geld ist ja grundsätzlich nicht da, und das wenige wird dann eben eisern gehortet. Zwölf externe Neuzugänge, und kaum einer hat eine Ablöse gekostet. Frederik Rönnow ein paar Hundertausend, Rick van Drongelen auch, 3,5 Millionen Euro der Pole Tymoteusz Puchacz, ansonsten nur Nullnummern (Khedria, Jaeckel, Öztunali, Haraguchi, Voglsammer, Behrens, Wszolek). Allemal eine vernünftige Herangehensweise in Zeiten von knappen Kassen.

Was ist drin?

Schlechter sind die Berliner personell zwar nicht geworden, aber anders. Viele Neuzugänge (und Abgänge) verändern das Innenleben einer Mannschaft, da muss sich erst mal eingegroovt werden. Und Teamgeist brauchen die Berliner, so müssen sie manch Qualitätsdefizit wettmachen. Zudem: Zusatzbelastung im Europacup. Heißt: Es wird in der Tabelle ein bisschen nach unten gehen, aber trotzdem fürs solide Mittelfeld und damit den Klassenerhalt reichen.

Die Bundesliga-Serie und alle veröffentlichten Tipptabellen finden Sie unter: fr.de/tipptabelle

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