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1. FC Kaiserslautern rückt weit vor

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Von: Jan Christian Müller

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Der FCK marschiert: Mike Wunderlich (von links), Felix Götze und Philipp Hercher freuen sich.
Der FCK marschiert: Mike Wunderlich (von links), Felix Götze und Philipp Hercher freuen sich. © imago images/Fotostand

Der ehemalige Meister 1. FC Kaiserslautern gehört nun zu den Aufstiegsaspiranten in Liga zwei.

Nach dem dritten Spieltag schien es den vielen Fans, die eigens durchs ganze Land von West nach Ost nach Berlin gereist waren, als würde auch in dieser Saison ihre Frustrationstoleranz wieder auf eine harte Probe gestellt. Gerade hatte der 1. FC Kaiserslautern 0:4 bei Viktoria Berlin verloren, war auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht - und bangte um die Gesundheit des schwer am Kopf verletzten Mittelfeldspielers Felix Götze.

Binnen fünf Monaten haben sich die Pfälzer vom zweitschlechtesten zum zweitbesten Team der Dritten Liga entwickelt. Das überzeugende 4:0 daheim im Spitzenspiel gegen den SV Meppen war für den FCK, dem vergangene Saison erst am vorletzten Spieltag der Klassenerhalt gelungen war, bei fünf Siegen bereits das siebte Spiel ohne Niederlage.

Trainer Marco Antwerpen und Sportchef Thomas Hengen haben den notorisch schwer erziehbaren Verein gerade gut im Griff. Der überraschende Rücktritt des Ex-Beiratsvorsitzenden Markus Merk kurz vor Weihnachten hatte mal wieder für die traditionelle Unruhe gesorgt, zumal auch der designierte Nachfolger des ehemaligen Weltschiedsrichters sein Mandat zurückziehen musste. Es hatte mal wieder die FCK-üblen Irritationen gegeben, diesmal wegen Posts in den Sozialen Netzwerken.

Felix Götze spielt mit Haube

Erst vor etwas mehr als einem Jahr hatte der Traditionsklubs ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gemanagt. Dass danach für den Kader mehr Geld zur Verfügung stand, als die allermeisten Ligakonkurrenten stemmen konnten, hatte für Kritik gesorgt. Offenbar haben Ex-Profi Hengen und Trainer Antwerpen daraus einen funktionierenden Kader gezimmert, zu dem unter anderem auch Felix Götze gehört. Der jüngere Bruder von Weltmeister Mario Götze spielt nach seinem Schädel-Hirn-Trauma aus der Partie im Sommer in Berlin derzeit mit einer schützenden Kopfhaube.

Gegen Meppen gehörte der kleine Götze ebenso zu den besten Spielern seiner Mannschaft wie Mike Wunderlich. Der 35-jährige feine Techniker hatte vor einem Jahrzehnt wegen eines Burnouts schon fast am Ende seiner Karriere gestanden und seinerzeit den damaligen Zweitligisten FSV Frankfurt verlassen, ehe er bei der Viktoria in seiner Heimatstadt Köln wieder Fuß fasste.

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