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Ex-FCB-Boss Hoeneß spricht über unangenehme Knast-Erfahrung beim Duschen

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Von: Michelle Brey

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Am 5. Januar feiert FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß seinen 70. Geburtstag.
Am 5. Januar feiert FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß seinen 70. Geburtstag und spricht über einen schwarzen Punkt in seiner Vita. © Sven Hoppe/dpa

Uli Hoeneß feiert seinen 70. Geburtstag. Neben großen Erfolgen bleibt rückblickend ein dunkles Kapitel in Erinnerung. Der Ex-FCB-Boss spricht über seine Erfahrung im Gefängnis.

München - Mit 22 Jahren wurde er Fußball-Weltmeister, mit 27 Manager des FC Bayern München, mit 30 überlebte er einen Flugzeugabsturz: Zum runden Geburtstag blickt Uli Hoeneß* auf ein turbulentes Leben zurück. Über Jahrzehnte formte der den FCB zur Weltmarke.

Tore, Titel, legendäre Ausraster bleiben in Erinnerung - und ein schwarzer Punkt in der Vita des ehemaligen FCB-Bosses. Im März 2014 wurde er wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) sprach er über seine Zeit im Gefängnis und ein unschönes Erlebnis.

Ex-FCB-Boss Uli Hoeneß über „Riesenfehler“: „Habe gebüßt“

„Keine Frage“ sei es, dass er „das Ganze“ nicht hätte machen dürfen, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern*. Er warf im Interview mit dem SID jedoch ein, danach versucht zu haben, sich so korrekt wie nur irgendwie möglich zu verhalten. Uli Hoeneß zeigte sich schließlich selbst an, verzichtete darauf in Revision zu gehen. „Ich habe einen Riesenfehler gemacht, zu dem ich stehe. Ich war eindreiviertel Jahre weg und habe für meine Fehler gebüßt.“

Video: Hoeneß hat klare Meinung zu Umgeimpften

Uli Hoeneß über Knast-Erfahrung: Gefangener fotografierte ihn nackt unter der Dusche

Angst habe er vor dem Antritt seiner Haftstrafe gehabt, „weil man ja hört, dass im Gefängnis immer mal was passiert, dass es Auseinandersetzungen gibt“. Er sei allerdings sehr korrekt behandelt worden, wenngleich er das ein oder andere negative Erlebnis machte, wie er dem SID erzählte. Kugelschreiber, mit einer Kamera versehen, seien in den Knast geschleust worden, um Hoeneß zu fotografieren.

„Einer der Gefangenen hat mich nackt unter der Dusche fotografiert und versucht, das Material an Zeitungen zu verkaufen“, sagte er. 2017 wurde der Mithäftling und seine Frau aufgrund dessen verurteilt, wie Medien damals übereinstimmend berichteten. Die Fotos tauchten in der Öffentlichkeit nicht auf.

Uli Hoeneß verdiente im Gefängnis rund 100 Euro pro Monat

Die Frage, ob auch es auch positive Sozialkontakte gegebenen habe, bejahte Hoeneß gegenüber dem SID. Im Gefängnis habe er durch Arbeit etwa 100 Euro pro Monate verdient und konnte damit einkaufen. „Die anderen, die nicht gearbeitet haben, hatten weniger. Wenn sie ein Olivenöl gebraucht haben für ihren Tomatensalat, habe ich ihnen aushelfen können. Meine 100 Euro waren immer weg, obwohl ich selbst nicht mal die Hälfte gebraucht habe“, blickte er zurück. Wegen vorbildlichen Verhaltens wurde seine Haftstrafe schließlich halbiert. Kontakte aus seiner Gefängniszeit hat er nicht mehr, wie aus dem SID-Interview hervorgeht, auch wenn er das ein oder andere gerne aufrechterhalten hätte. Davon werde allerdings abgeraten.

Seine klare Meinung zu Themen, die den FC Bayern und die Gesellschaft anbelangen, hat er in dieser Zeit jedenfalls nicht verloren. So positioniert sich Hoeneß auch deutlich, wenn es um Gegner bezüglich der Corona-Impfung geht. Zuletzt warf er einen ungeimpften Schafkopf-Mitspieler aus seinem Haus. (mbr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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