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Cristiano Ronaldo vor Wechsel zum FC Bayern?

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Von: Jan Christian Müller

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Kommt noch ein Superstar in die Bundesliga? Das wäre ein echter Coup. Doch was ist dran am Gerücht? Ein Kommentar.

München – Es herrscht gerade so viel Jubel, Trubel und Heiterkeit ums hiesige Fußball-Oberhaus herum, das einem ganz schwindelig werden kann. Von Sommerloch kann auch im Jahr der Winter-WM keine Rede sein. Drohende Pleiten wegen Corona? Aus die Maus! Die Aufmacher für die Sportseiten und die einschlägigen Magazine füllen sich wie von selbst. Die Sportbild freut sich auf dem Titel über die „neue Bundesliga“, der Kicker bejubelt den „VIP-Faktor“ - und beide Blätter sind sich einig, wie sie ihre Schlagzeilen bebildern: mit Sadio Mané, Mario Götze und Sebastien Haller. Bayerns Sportchef „Brazzo“ Salihamidzic platzt fast vor Stolz, als er den Transfercoup im Interview haarklein erklärt.

Nahezu untergegangen im Mané/Götze/Haller-Hype sind spektakuläre Vertragsverlängerungen von drei Profis mit Weltklasseperspektive: Patrik Schick und Florian Wirtz bei Bayer Leverkusen jeweils bis 2027, Christopher Nkunku bei RB Leipzig bis 2026. Wobei es kein Zufall ist, dass diese Langfristverträge von Klubs ausgehandelt wurden, die durch Bayer in Leverkusen und Red Bull in Leipzig gepampert werden, ohne die bremsende 50+1-Regel erfüllen zu müssen.

FC Bayern München könnte Lewandowski durch Ronaldo ersetzen

Nun, nachdem all die schönen Unterschriften unter neue und entsprechend reichhaltig dotierte Kontrakte in der warmen Sommerluft getrocknet sind, kommt der nächste Gassenhauer um die Ecke. In aller Früh am Freitag meldeten sich die Agenturen dpa und sid noch etwas schüchtern jeweils unter der Headline „Wildes Gerücht“ und der anschließenden Frage: Ronaldo für Lewandowski bei Bayern? Als sie dann im Lauf des Tages merkten, dass die Causa Cristiano Ronaldo die Sozialen Netzwerke in Wallung versetzte (der Hashtag schaffte es problemlos ganz nach vorn bei Twitter) wurden aus unbestätigten Meldungen lange Korrespondentenberichte. Tenor kaum erhellender: Ronaldo möchte Manchester United verlassen und bei den Bayern anheuern. Vielleicht.

Liebäugelt er wirklich mit einem Wechsel zu den Bayern? Cristiano Ronaldo.
Liebäugelt er wirklich mit einem Wechsel zu den Bayern? Cristiano Ronaldo. Foto: dpa © Laurent Gillieron/dpa

Dringend zu vermuten ist: Der FCB könnte seine Arena auf dem ehemaligen Müllberg in Fröttmaning dann getrost von 75 000 auf 750 000 ausbauen und wäre dennoch weiter jedes Heimspiel ausverkauft. Denn der deutsche Profifußball hätte mit dem großen Portugiesen ein wenig mehr zu bieten als gerade bloß den SC Paderborn auf US-Tour oder seinerzeit die Bayer-Werkself in Florida. Die vermeldete 2015 stolz, sie sei von tausenden US-Fans bejubelt worden und unterschlug dabei pfiffig: Es handelte sich lediglich um die Micky-Maus-Parade in der Disney World. (Jan Christian Müller)

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