Cuisance wohl vor Wechsel

Flick verrät, warum Bayern gegen Hoffenheim auf Nübel und Cuisance verzichtet hat

  • Nico Scheck
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Nach der 1:4-Pleite des FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim spricht Hansi Flick über seinen Verzicht auf Alexander Nübel und Michael Cuisance.

München - Das 1:4 gegen die TSG 1899 Hoffenheim am zweiten Spieltag in der Bundesliga sorgte im Lager des FC Bayern München für einige Fragezeichen. Erste Niederlage anno 2020, dann auch noch krachend. Dass ausgerechnet Ex-Bayer Sebastian Hoeneß als TSG-Coach die Hauptverantwortung für die Münchner Ernüchterung trägt, geriet dabei fast zur Randnotiz. Fragen warf auch der Verzicht auf Alexander Nübel, gegen den FC Schalke o4 (8:0) und den FC Sevilla (2:1 n.V.) noch auf der Bank, und Michael Cuisance (ebenfalls bei beiden Partien im Kader) auf.

FCB-Trainer Hansi Flick lieferte die Antworten, wobei gerade der Grund bei Cuisance einiges aussagte.

FC Bayern: Flick erklärt Verzicht auf Nübel und Cuisance - Letzterer vor Abgang?

„Für das heutige Spiel haben wir uns für Sven Ulreich entschieden“, erklärte Flick. Dieser kenne „unsere Philosophie“. So einfach? Offenbar ja. Man habe „bis jetzt wirklich wenige Trainingseinheiten gehabt, weil wir eine kurze Vorbereitung hatten“, erzählte der Bayern-Trainer weiter, verpasste es aber natürlich nicht, seinen nicht berücksichtigten Schützling zu loben: „Wir sind mit Alex Nübel sehr, sehr zufrieden, wie er sich bei uns präsentiert.“ Der Neuzugang aus Schalke befinde sich derzeit noch in der Eingewöhnungsphase.

So weit, so logisch. Und Cuisance? Der junge Franzose habe seinen Platz im Kader für Jamal Musiala räumen müssen, verriet Flick und schob auch gleich den Grund hinterher: „Weil er auf der Außenposition beim letzten Spiel sehr gut gespielt hat.“ Das mag auch stimmen. Viel wichtiger war aber, was Flick nicht sagte. Denn möchte man einigen französischen Gazetten Glauben schenken, könnte Cuisance die Bayern nach nur einem Jahr wieder verlassen.

Könnten bald getrennte Wege gehen: Bayern-Coach Hansi Flick und Michael Cuisance.

FC Bayern vor Verkauf von Cuisance? Leeds United zeigt Interesse

Wie die „L‘Équipe“ am Sonntagabend berichtete, soll der FC Bayern derzeit einen Wechsel von Cuisance zu Leeds United verhandeln. 20 Millionen Euro soll der 21-Jährige an Ablöse einbringen. Eine Summe, die laut dem Transferexperten Fabrizio Romano der Premier-League-Aufsteiger bereit ist, auf den Tisch zu legen. Auch tz.de* berichtete darüber. Im vergangenen Sommer war Cuisance für knapp zwölf Millionen Euro Ablöse aus Gladbach in den Süden Deutschlands gewechselt. Dort steht er noch bis 2024 unter Vertrag.

Woher also der Sinneswandel? Bei den Bayern kommt Cuisance kaum zum Zug. Schon vor Wochen hatte der Blondschopf betont, dass er mehr spielen möchte. Mehr Spielzeit soll Flick seinem Mittelfeldspieler jedoch trotz des kürzlichen Abgangs von Thiago (FC Liverpool) nicht garantieren können. Sucht Cuisance daher jetzt das Weite? Die diversen Medienberichte deuten darauf hin. Dass der junge Franzose gegen Hoffenheim Platz für einen 17-Jährigen machen musste, passt da ins Bild. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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