Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Könnte bald wieder in Barcelona aufschlagen: Xavi.
+
Könnte bald wieder in Barcelona aufschlagen: Xavi.

Kommentar

FC Barcelona und Juventus Turin: Wankende Riesen

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
    schließen

Der FC Bayern scheidet im Pokal aus, Juventus Turin und der FC Barcelona verlieren in ihren Ligen. Die Großen patzen also, die Gründe sind vielfältig. Ein Kommentar.

Es hatte schon etwas von Götterdämmerung, was sich da am Mittwoch im europäischen Fußball abspielte. An einem Abend, als der angeblich in Deutschland auf Lichtjahre unbezwingbare FC Bayern im Pokal gleich mit 0:5 im Borussia-Park gegen den alten Rivalen aus Mönchengladbach eine Lektion erhielt, blamierten sich auch zwei andere Giganten im Liga-Alltag. In Italien verlor Juventus Turin zuhause mit 1:2 gegen US Sassuolo Calcio, und der FC Barcelona – soll man eigentlich fast ein bisschen Mitleid haben? – in Spanien auch schon wieder. Jetzt 0:1 bei Aufsteiger Rayo Vallecano. Blamabel, blamabel.

Noch am selben Abend zog Klubchef Joan Laporta die Reißleine. Wegen der vierten Niederlage im sechsten Pflichtspiel bekam Trainer Ronald Koeman den Laufpass, der ehemalige Mittelfeldstratege Xavi, eine Klubikone in Barcelona, gilt als heißester Anwärter auf die Nachfolge. Die Trennung vom blassen Niederländer indes hatte sich angekündigt. Für Juve und Barça, die immer noch wegen ihrer immensen, nicht allein durch Corona ausgelösten Geldsorgen Unterschlupf in einer Super League finden wollen, die so schnell nicht kommen wird, so lange sich englische, deutsche und französische Topklubs hoffentlich einig sind, ist der Blick auf die Tabelle so scheußlich wie auf ein leer geräumtes Bankkonto. Beide weisen nach zehn Spielen erst 15 Punkte auf. Bescheiden, bescheiden.

Die Turiner, 36-facher Champion der Serie A, liegen derzeit nur auf Platz sieben. Für die Katalanen, 26-facher Meister in La Liga, reicht es nur zu Rang neun. Noch ist nicht mal ein Drittel der Saison gespielt, doch wenn die Formkrise bis zum Winter andauert, ist mehr als nur der Job eines Fußballlehrers in Gefahr. Ohne die opulenten Einnahmen aus der Champions League sind die beiden Global Player im Grunde nicht lebensfähig, denn die meisten Stars mit ihren monströsen Millionenverträgen werden bis auf wenige Ausnahme kaum gewillt sein, einem wankenden Riesen aufzuhelfen. Sie ziehen in solchen Fällen im Sommer beim nächsten Angebot einfach weiter.

Eingedenk solcher Sorgen hat es der deutsche Branchenführer vergleichsweise gut getroffen: Die Bayern stehen im Brot-und-Butter-Geschäft Bundesliga wie immer vorne, und in der Königsklasse erteilten sie bislang Lehrstunde um Lehrstunde. Sie haben mit dem DFB-Pokal bloß jenen Titel verspielt, deren Gewinn den Münchnern abgesehen von irgendwelchen Supercups ohnehin am wenigsten bedeutet hätte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare