Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schiri Tobias Stieler verguckt sich.
+
Schiri Tobias Stieler verguckt sich.

Bundesliga

Aufregung um Schiedsrichter

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
    schließen

Schiedsrichter auf dem Rasen und am Bildschirm sorgen für nachvollziehbare Aufregung. Schalker schäumen nach spätem Strafstoß. Auch Bochum wird eklatant benachteiligt.

Bisher waren die Bundesliga-Schiedsrichter zu Recht mit den allermeisten ihrer Auftritte in dieser Saison glücklich gewesen. Die Spiele waren bis auf ganz wenige Ausnahmen störungsfrei über die Bühne gegangen. Schiedsrichterboss Lutz Michael Fröhlich und der für die Videoassistenten (VAR) zuständige Jochen Drees hatten ein zufriedenstellendes Zwischenfazit ziehen können. Ihr Credo, mehr Körpereinsatz zuzulassen und so das Spiel im Fluss zu halten, war von den Referees weitgehend befolgt worden. Auch die Vorgabe, dass der VAR lieber einmal zu wenig als einmal zu viel eingreift und nur bei wirklichen Fehlentscheidungen tätig werden soll, hatte fast durchweg funktioniert.

Bis es am Samstag allerdings dicke kam. Denn an gleich drei Spielorten war es zu eklatanten Wahrnehmungsstörungen gekommen, die von der Führung der Unparteiischen am Wochenanfang auch sehr deutlich anhand des vorliegenden Bildmaterials angesprochen werden.

Tatort Bremen:

In der Nachspielzeit nimmt der eingewechselte Werderaner Roger Assalé eine Flanke mit dem linken Arm mit, ehe er an Schalke-Verteidiger Henning Matriciani vorbeiläuft, dabei leicht am Fuß berührt wird, strauchelt und fällt. Schiedsrichter Tobias Stieler pfeift nicht, wird aber vom Videoassistenten Christian Dingert aufgefordert, sich die Szene noch einmal anzuschauen. Das tut der Fifa-Referee - einst Torwart bei der SG Rosenhöhe in Offenbach - und gibt Strafstoß, den Niklas Füllkrug zum 1:1 verwandelt. Die Entscheidung ist falsch. Weder hätte VAR Dingert eingreifen dürfen, weil es sich nicht um eine eindeutige Fehlentscheidung gehandelt hatte, noch hätte Stieler seine ursprünglich richtige Entscheidung revidieren dürfen. Obendrauf kommt noch das Handspiel des Bremer Angreifers, das von Dingert und Stieler komplett ignoriert wird,

Nachvollziehbar, dass die Schalker sauer sind, in ihrer Wortwahl greifen führende Köpfe aber daneben. Sportvorstand Peter Knäbel: „Wir fühlen uns schlichtweg betrogen.“ Trainer Dimitrios Grammozis spricht von einer „absoluten Frechheit“ und empfiehlt Stieler, „vielleicht mal den Schiri-Schein zu machen“. Es ist die schlichte Rhetorik der Amateurplätze, die nirgendwo, erst recht nicht in der Bundesliga, etwas zu suchen hat. In Sozialen Netzwerken werden sowohl der Bremer Assalé als auch Stieler aufs unflätigste attackiert. Assalé auch rassistisch.

Tatort Leverkusen:

Der Bochumer Christopher Antwi-Adjei wird von Leverkusens Verteidiger Jonathan Tah im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Daniel Schlager pfeift nicht. Doch obwohl die Zeitlupe keine Zweifel lässt, kommen Günter Perl im Kölner Keller und Schlager unverständlicherweise nicht zu dem gemeinsamen Ergebnis, dass Schlager die Szene noch einmal zu begutachtet. Auch Tah gesteht das klare Foul später ein. Bochum verliert unglücklich 0:1.

Tatort Mönchengladbach

Denis Zakaria foult beim Stand von 3:0 für seine Gladbacher den Fürther Jamie Leweling deutlich, nachdem dieser den Ball schon abgespielt hat. Referee Benjamin Brand lässt weiterspielen, wird aber richtigerweise vom aufmerksamen VAR Norbert Grudzinski auf das unbedingt ahndungswürdige Foul aufmerksam gemacht. Brand bleibt leider auch nach Sichtung der Videobilder bei seiner Entscheidung. Fürth verliert verdient 0:4.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare