Inters Romelu Lukaku hat den Durchblick.
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Inters Romelu Lukaku verlor das Europa-League-Finale gegen Sevilla.

Sevilla holt den Titel

Inter Mailand - FC Sevilla: Eklat um Lukaku nach Abpfiff - Conte-Interview lässt tief blicken

  • Christoph Klaucke
    vonChristoph Klaucke
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  • Antonio Riether
    Antonio Riether
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Am Freitagabend trafen in Köln im Finale der Europa League der FC Sevilla und Inter Mailand aufeinander. Romelu Lukaku und ein Bundesliga-Flop waren die Protagonisten.

  • Europa-League-Finale: FC Sevilla - Inter Mailand 3:2 (2:2), Freitag, 21. August, 21 Uhr in Köln
  • Inter Mailand schied in der Todesgruppe der Champions League aus und kam so in die Europa League.
  • Der FC Sevilla schied beinahe gegen eine rumänische Mannschaft aus, zeigte sich danach jedoch bärenstark.
  • Anfang Oktober ist die EL-Auslosung 2020/21 live im TV und im Live-Stream zu sehen.

Europa-League-Finale: FC Sevilla - Inter Mailand 3:2 (2:2), Freitag, 21. August, 21 Uhr in Köln

Aufstellung FC Sevilla: Bono - Jesus Navas, Kounde, Diego Carlos (86. Gudelj), Reguilon - Banega, Fernando, Jordan - Ocampos (71. Munir), Suso (77. Vazquez) - de Jong (85. En-Nesyri)
Aufstellung Inter Mailand: Handanovic - Godin (90. Candreva), de Vrij, Bastoni - d'Ambrosio (78. Moses), Barella, Brozovic, Gagliardini (78. Eriksen), Young - Lukaku, Martinez (78. Sanchez)
Tore: Lukaku (5.), de Jong (12., 33.), Godin (36)., Lukaku (74., Eigentor)

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Update, 10.34 Uhr: Die Zukunft von Antonio Conte als Trainer von Inter Mailand war bereits vor dem Europa-League-Finale fraglich. Doch jetzt erscheint sie ungewisser, denn je. Conte selbst feuerte die Spekulationen über sein Aus in einem Interview an. „Es war ein schönes Jahr für mich. Ich danke allen, die mir die Chance für die wunderbare Erfahrung gegeben haben“, sagte der 51-Jährige nach dem Abpfiff Sky Sport Italia.

Diese Worte klingen bereits stark nach Abschied, doch er legte nach. „Wir fliegen jetzt zurück nach Mailand, nehmen einige Tage Auszeit. Dann werden wir uns treffen, die Saison in Ruhe analysieren. Wir werden versuchen, mit kühlem Kopf die Zukunft von Inter zu planen – ob mit mir oder ohne mich“, sagte Conte weiter.

Der Coach hatte zuletzt fehlenden Rückhalt seitens der Klubführung beklagt. Diesen Vorwurf erneuerte er. Einige Situationen in diesem Jahr hätten ihm nicht gefallen, sagte er. Conte äußerte Zweifel, ob Fußball weiter oberste Priorität in seinem Leben haben sollte: „Ich habe auch eine Familie. Alles hat eine Grenze, ich möchte nicht, dass mein Privatleben beeinträchtigt wird.“

Update vom 22. August, 08.42 Uhr: Inter Mailands Coach Antonio Conte ging in der bitteren Stunde voran. Als erster des Teams nahm er seine Silbermedaille von Uefa-Präsident Aleksandar Ceferin entgegen, obwohl er seinen ersten internationalen Titel als Trainer verpasste. Während einige Inter-Spieler frustriert ihre Medaille sofort wieder abnahmen, fehlte einer bei der Siegerehrung ganz: Romelu Lukaku. Der Unglücksrabe war offenbar derart bedient, dass er zur Zeremonie gar nicht erst erschien. Nach dem Schlusspfiff schlich der Belgier in die Kabine und ward nicht mehr gesehen.

Inter Mailand - FC Sevilla im Live-Ticker: Lukaku entscheidet irres Europa-League-Finale - de Jong trifft doppelt

Update, 23.13 Uhr: Der FC Sevilla stemmt den Cup in den Nachthimmel von Köln. Die Andalusier sind der erste Europapokalsieger seit Corona und feiern ihren großartigen Erfolg ohne Fans. Das tut der Freude bei den Spielern aber keinen Abbruch - sie wissen, sie haben etwas Einmaliges geschafft.

Am Sonntag kommt es dann zum „großen Finale“, wenn es der FC Bayern in der Champions League mit PSG zu tun bekommen wird.

Update 23.11 Uhr: Der FC Sevilla gewinnt das Finale der Europa League mit 3:2 gegen Inter Mailand. Die Andalusier waren gewohnt spielstark und setzten Inter stark unter Druck. Torhüter Bono und Doppelpacker Luuk de Jong sind die Helden im Finale. Sevilla feiert den vierten Titel in der Europa League und ist jetzt alleiniger Rekordsieger.

Inters Romelu Lukaku ist der traurige Held des Abends. Der Belgier erzielte die frühe Führung per Elfmeter und vergab weitere Großchancen. Ganz bitter: In der Schlussphase hielt der Stürmer im eigenen Strafraum nach einem Fallrückzieher von Diego Carlos, der den Strafstoß verursacht hatte, den Fuß hin und traf entscheidend zum Eigentor.

SCHLUSSPFIFF: Der FC Sevilla ist Europa-League-Sieger! Die Spieler stürmen auf den Platz, die Freude kennt keine Grenzen. Ein verdienter Sieg der Andalusier, die sich mal wieder als Experten der Europa League präsentieren.

90. Minute + 6: Inter kommt gar nicht mehr in die gegnerische Hälfte. So wird das nix!

90. Minute +4: Der Glaube schwindet. Inter verliert in der eigenen Hälfte leichtfertig den Ball und die Sekunden verstreichen.

90. Minute +1: Der eingewechselte Candreva verlängert einen Ball in die Spitze aufs Tor, doch Bono passt auf.

90. Minute: Es gibt sechs Minuten Nachschlag! Da könnte für Inter noch was gehen.

89. Minute: Sevilla hat durch viele Wechsel den Spielfluss von Inter gestört und agiert jetzt sehr clever. Die Andalusier halten geschickt den Ball in den eigenen Reihen oder ziehen Fouls. Kommt Inter nochmal gefährlich vors Tor?

86. Minute: Luuk de Jong hat seinen Dienst getan. Der Doppelpacker verlässt erschöpft und stolz das Spielfeld und wird durch En-Nesyri ersetzt.

85. Minute: Inter investiert noch einmal alles. Mit einem Eigentor von Lukaku wollen die Nerazzurri hier nicht als Verlierer vom Platz gehen. Schaffen die Italiener das Last-Minute-Comeback?

82. Minute: Fast der Ausgleich! Rumgestochere im Strafraum von Sevilla. Alexis Sanchez spitzelt den Ball am Torhüter vorbei, doch auf der Linie kann Kounde mit einer Mega-Grätsche den Ball von der Linie kratzen.

74. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR für Sevilla! 3:2! Fallrückzieher-Tor! Eine abgewehrte Freistoß-Flanke landet bei Diego Carlos, der Brasilianer setzt zum Fallrückzieher an und der Ball fliegt von Lukaku noch unglücklich abgefälscht in die Maschen. Copacabana-Feeling in Köln! Der Treffer wird als Eigentor von Lukaku gewertet.

71. Minute: Verletzungs-Schock bei Sevilla! Ocampos, der schon angeschlagen in die Partie gegangen war, kann nicht mehr. Munir kommt für Sevillas Top-Torschützen ins Spiel.

68. Minute: Jetzt merkt man doch sehr, dass es ein Finale ist! Beide Teams suchen nicht mehr das letzte Risiko, ein Fehler kann hier alles entscheiden.

65. Minute: Nächste Großchance für Inter! Sevilla geht wieder hoch ins Pressing und nach dem Ballverlust reichen ein paar Kontakte und Lukaku läuft allein auf den Torwart zu. Doch Bono bleibt Sieger.

61. Minute: Es war zu erwarten, dass beide Mannschaften das hohe Tempo aus dem ersten Durchgang nicht halten können. Dennoch tauchen beide Teams immer wieder im Strafraum auf. Das ein oder andere Tor ist in diesem Finale sicher noch drin.

57. Minute: Sevillas Reguilon lässt links im Strafraum Inters Godin alt aussehen. Der Linksverteidiger spielt seine Schnelligkeitsvorteile aus und zieht volles Rohr auf den Kasten. Knapp vorbei.

54. Minute: Jetzt nimmt es Luuk de Jong mit allen auf. Der fliegende Holländer dribbelt im Strafraum mehrere Italiener aus. Dann verliert er fast die Kugel, erobert diese aber mit einer beherzten Grätsche zurück. Was für ein Auftritt des 29-Jährigen!

52. Minute: Riesen-Ding für Inter! Wie aus dem Nichts kommen die Nerazzurri nach vorne. Die abgefälschte Hereingabe von rechts fällt Gagliardini vor die Füße, der direkt abzieht, doch ein Abwehrspieler Sevillas grätscht dazwischen.

50. Minute: In den ersten fünf Minuten nach der Pause lassen es beide Teams etwas ruhiger angehen. Sevilla zieht aber weiterhin ein hohes Pressing auf.

47. Minute: Bis auf die Situation, die zum Elfmeter geführt hat, hatte Sevilla Inters Angriffsmaschine Romelu Lukaku ganz gut im Griff. Der Belgier konnte nicht wie gewohnt die Bälle fest machen. Auf der anderen Seite stahl mit Luuk de Jong ein Ex-Gladbacher Lukaku die Show.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit: Weiter geht's in Köln. Was haben Sevilla und Inter noch für uns vorbereitet?

HALBZEIT: Puuuuuhhhh! Erstmal durchatmen! Knaller in Köln, Sevilla und Inter Mailand liefern sich in der Domstadt ein Offensiv-Feuerwerk, das so nicht zu erwarten war. Die Nerazzurri gingen durch einen Lukaku-Elfer früh in Führung. Doch dann köpfte der Ex-Gladbacher Luuk de Jong, der einst der Rekordeinkauf der Fohlen war, doppelt ein. Inter schlug direkt zurück und kam durch Abwehr-Haudegen Diego Godin zum 2:2. Sevilla ist die bessere Mannschaft, hatte deutlich mehr Ballbesitz und gab doppelt so viele Torschüsse wie Inter ab. Wie lange können die Andalusier dieses wahnwitzige Tempo durchhalten?

45. Minute +1: Kurz vor dem Pausenpfiff fällt fast der nächste Treffer. Sevilla hat wieder einen aussichtsreichen Freistoß in halbrechter Position herausgeholt. Banega findet den Kopf von Ocampos und Handanovic lenkt den Ball gerade so über sein Gehäuse.

43. Minute: Sevilla ist unglaublich heiß. Die Andalusier jagen jedem Ball hinterher und bringen Inter immer wieder in die Bredouille.

41. Minute: Inters Barella holt sich den Gelben Karton ab, und zwar zurecht. Der Italiener kommt viel zu spät und tritt Banega resolut in die Wade.

39. Minute: Der schnelle Ausgleich für Inter war überlebenswichtig. Hier spielt nur Sevilla. Inter steht tief in der eigenen Hälfte.

Europa-League-Finale im Live-Ticker: Doppelpack von Sevillas de Jong - doch Inter schafft den Ausgleich

36. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOOR für Inter! Die Nerazzurri antworten sofort! Diego Godin steigt nach einem Freistoß am höchsten und köpft den Ausgleich.

33. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOR für Sevilla! Das hatte sich angedeutet. Das Kopfball-Ungeheuer hat wieder zugeschlagen! Luuk de Jong schnürt den Doppelpack. Nach einer Freistoßflanke ist der Holländer erneut per Kopf zur Stelle, der Ball fliegt in hohem Bogen über Handanovic, der sich vergeblich streckt.

31. Minute: Sevilla dreht hier die Verhältnisse um und spielt wie der Favorit. Inter ist um Ordnung bemüht und versucht Kontrolle aufzubauen, was aber kaum gelingt.

27. Minute: Navas holt einen Freistoß aus aussichtsreicher halbrechter Position heraus. Der Kopfball danach geht aber deutlich über den Kasten. Von Inter kommt nicht mehr viel in den letzten Minuten.

24. Minute: Sevilla und Inter liefern sich ein hitziges Duell in Köln. Es gibt rassige Zweikämpfe und viele Wortgefechte, auch an der Seitenlinie.

22. Minute: Ansatzlos! Ocampos versucht es vom linken Strafraumeck und zieht auf den kurzen Pfosten. Da fehlte nicht viel, doch Handanovic war auf dem Posten.

20. Minute: Nach einer Sevilla-Ecke rollt der Konter in die Gegenrichtung. Lautaro Martinez läuft auf Jesus Navas zu, doch der Sevillano spielt seine ganze Erfahrung aus und spitzelt dem Argentinier im letzten Moment die Kugel vom Schlappen.

17. Minute: Jetzt flippt Conte aus! Der Inter-Trainer hat ein Handspiel von Sevillas Diego Carlos im Strafraum gesehen. Die Hand ist zwar angelegt, bewegt sich aber leicht Richtung Ball. Kniffelig. Aber die Entscheidung steht: Inter bekommt keinen zweiten Elfmeter und Conte sieht Gelb.

16. Minute: Was für ein Knaller-Auftakt in Köln. Beide Teams spielen mit offenem Visier nach vorne, das kann ja heiter werden!

12. Minute: TOOOOOOOOR für Sevilla! Luuk de Jong köpft eine Flanke von Jesus Navas von rechts zum Ausgleich ein. Inter-Keeper Handanovic ist noch dran, kann den Einschlag aus kurzer Distanz aber nicht mehr verhindern.

9. Minute: Früher Schock für Sevilla! Die Andalusier kamen eigentlich gut rein in die Partie und ließen sich dann mit einem langen Ball auf Lukaku übertölpeln. Sevilla braucht jetzt Ideen und Geduld gegen Inters bombenfeste Dreierkette.

5. Minute: TOOOOOOOOOR für Inter! Lukaku lässt sich nicht zweimal bitten und verwandelt den Elfmeter höchstselbst. Der Belgier trifft ganz cool links unten. Der Lauf von Lukaku geht weiter, er traf in jedem seiner letzten elf Spiele in der Europa League.

3. Minute: Der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt! Lukaku wird im Laufduell mit Diego Carlos gefoult. Dazu gibt es Gelb für den Übeltäter. Da hätte man auch auf Freistoß entscheiden können, das war haarscharf.

2. Minute: Sofort knallt es! d‘Ambrosio streckt Reguilon bei einem Zweikampf den Ellebogen ins Gesicht. Eine Rudelbildung folgt.

ANPFIFF! Inter hat Anstoß. Der Ball rollt in Köln.

Update 20.58 Uhr: Die Spieler laufen ein, die Musik ertönt. Es kribbelt! In wenigen Augenblicken beginnt das Finale der Europa League!

Update 20.45 Uhr: Im Finale von Köln erwartet die Fußball-Fans ein hochinteressantes und ausgeglichenes Duell, beide Final-Teilnehmer treten in der nächsten Saison in der Königsklasse an. Gelingt es Sevilla Inters Sturm-Duo Lukaku und Martinez auszuschalten, ist für die Andalusier eine Überraschung drin. Beide Teams verfügen über sehr stabile Abwehrreihen, doch auch in der Offenisve tummelt sich enorme Qualität. Gleich geht's los!

Inter Mailand - FC Sevilla: Europa-League-Finale im Live-Ticker - Wer schnappt sich den Pott in Kölle?

Update 20.30 Uhr: Inter Mailand wartet seit 2011 auf einen Titel! Damals gewannen die Nerazzurri die Coppa Italia, heute will die Conte-Elf wieder Edelmetall in die Vereinsvitrine stellen. Der FC Sevilla feierte zwischen 2014 und 2016 den Hattrick in der Europa League und will heute im Finale von Köln nachlegen. Die Andalusier sind seit Februar und 20 Spielen ungeschlagen. In einer halben Stunde geht es endlich los!

Europa-League-Finale im Live-Ticker: Sevilla startet mit Bundesliga-Flop im Sturm

Update 20.00 Uhr: Die Aufstellungen sind da! Beim FC Sevilla gibt es eine Änderung im Vergleich zum 2:1 gegen Manchester United im Halbfinale. Der gefeierte Held Luuk de Jong, der den Siegtreffer besorgte, hat sich im Finale einen Einsatz in der Startelf verdient. Hinter dem Holländer wirbeln Ocampos und Suso. Im Mittelfeld ziehen Banega, Fernando und Jordan die Fäden und sollen der Abwehr den Rücken frei halten.

Inter Mailands Trainer Antonio Conte sieht nach dem 5:0 gegen Donezk keinen Grund für Veränderungen und schickt dieselbe Startelf ins Finale. Ganz vorne ruhen die Hoffnungen auf Lukaku und Martinez, die im Halbfinale beide einen Doppelpack schnürten. Im Mittelfeld ist das Augenmerk auf Barella und Brozovic zu richten, die sich zuletzt in Topform präsentierten.

Update 19.25 Uhr: Sevillas Sportdirektor Ramon Rodriguez, Spitzname Monchi, ist der Macher beim FC Sevilla und war bei allen fünf Titeln in UEFA Cup/Europa League mit dabei. Vor der Saison holte Monchi Spieler wie Lucas Ocampos und Luuk de Jong nach Andalusien. Der Argentinier Ocampos, mit 17 Saisontoren Topscorer, erzielte im Viertelfinale gegen Wolverhampton kurz vor Schluss den goldenen Treffer. Der Holländer Luuk de Jong war im Halbfinale gegen Manchester United mit seinem 2:1 in der Schlussviertelstunde der gefeierte Held. De Jong floppte in der Bundesliga in Mönchengladbach und erzielte zwischen 2012 und 2014 in anderthalb Jahren nur acht Tore. Schießt der gebürtige Schweizer Sevilla heute Abend zum Titel in der Europa League?

Update 19.00 Uhr: Der Erfolg von Inter Mailand steht und fällt mit dem Sturm-Duo Romelu Lukaku und Lautaro Martinez. Beide trafen beim 5:0 gegen Donezk im Halbfinale doppelt. Besonders Lukaku hat bei den Nerazzurri nach seinem Wechsel letzten Sommer von Manchester United eingeschlagen wie eine Bombe. Der Belgier erzielte in 50 Pflichtspielen 33 Tore und braucht nur noch einen Treffer um die vereinsinterne Bestmarke von Ronaldo zu knacken. Der Brasilianer kam in der Saison 1997/98 auf 34 Tore und führte Inter 1998 zum letzten Titel in diesem Wettbewerb. Zudem hat Lukaku in der Europa League einen unglaublichen Rekordlauf und traf in jedem seiner letzten zehn Spiele. „Rekorde sind da, um gebrochen zu werden, aber jeder im Team hat sehr hart gearbeitet, und jetzt sieht man den Ertrag: Physisch und taktisch sind alle bei 100 Prozent. Im Moment läuft alles gut, aber wir haben noch ein Spiel vor uns“, zeigt sich Lukaku siegessicher.

Update 18.30 Uhr: Inter Mailand steht erstmals im Finale der Europa League. Der Champions-League-Sieger von 2010 gewann in den 90er Jahren dreimal den UEFA Cup. 1997 setzte es für die Nerazzurri aber eine bittere Finalpleite im Elfmeterschießen gegen Schalke 04.

Europa-League-Finale im Live-Ticker - Sevilla mit dem sechsten Streich?

Update vom 21. August, 18.00 Uhr: Der Countdown läuft! In exakt drei Stunden hat das Warten ein Ende und auf die Fans wartet mit dem Finale der Europa League ein Vorgeschmack auf das Finale der Königsklasse am Sonntag. Der FC Sevilla bekommt es in seinem sechsten Finale in diesem Wettbewerb (inklusive UEFA Cup) mit Inter Mailand zu tun. Beginnt heute eine weitere Ära der Andalusier in ihrem Lieblings-Wettbewerb? Sevilla gewann 2006 und 2007 den UEFA Cup, zwischen 2014 und 2016 gelang sogar der Hattrick in der Europa League.

Den ersten Titel 2006 feierte Sevilla mit einem souveränen 4:0 gegen Middlesbrough, auch damals war schon Vereins-Legende Jesus Navas an Bord. Ein Jahr später siegten die Andalusier erst im Elfmeterschießen gegen Espanyol Barcelona. 2014 gegen Benfica Lissabon waren die Nervionenses erneut im Elfmeterschießen der glückliche Sieger. 2015 folgte ein 3:2 gegen Dnipro aus der Ukraine und 2016 drehte Sevilla einen Pausenrückstand gegen Jürgen Klopps FC Liverpool in einen 3:1-Sieg.

Update vom 21. August, 12.57 Uhr: So langsam kribbelt es! In fast exakt acht Stunden geht es hier los mit dem Finale der Europa League. Dauersieger Sevilla oder Gigant Inter Mailand? Wir sind schon gespannt! Ganz allgemein: Es ist das größte Wochenende im europäischen Klubfußball des Jahres. Schließlich steht am Sonntag auch noch das Finale der Champions League an (hier im Live-Ticker). Alle Infos zur Übertragung finden Sie hier*.

Inter Mailand - FC Sevilla: Europa-League-Finale im Live-Ticker - Wer krönt sich in Köln?

Erstmeldung vom 20. August: Köln - Etwas mehr als zwei Wochen nach dem Start des Europa-League-Turniers*, das mit Achtelfinal-Partien begann, steht am Freitagabend am 21 Uhr das Finale zwischen dem FC Sevilla und Inter Mailand im Kölner RheinEnergieStadion* auf dem Plan. Die Spanier können mit ihrem vierten Europa-League-Titel zum alleinigen Rekordgewinner des Wettbewerbs* avancieren.

Europa-League-Finale im Live-Ticker: Inter Mailand schied in der BVB-Gruppe aus - und überzeugte eine Ebene tiefer

Doch ganz so einfach wird das nicht, denn am Freitag treffen die Nervionenses auf das starke Team von Inter Mailand, das über die Gruppenphase der Champions-League* in die Endrunde der Europa League gelangte. In der Todesgruppe mit dem FC Barcelona, Borussia Dortmund* und Slavia Prag wurde man mit sieben Punkten lediglich Dritter und schied aus der Königsklasse aus.

In der darauffolgenden Zwischenrunde der Europa League* bezwang Inter den bulgarischen Teilnehmer von Ludogorez Rasgrad im Hin- und Rückspiel und zog ins Achtelfinale ein, das man mit 1:0 gegen den FC Getafe für sich entschied. Im Viertelfinale war Bayer Leverkusen ein dankbarer Gegner, gegen Schachtar Donezk folgte im Halbfinale eine 5:0-Gala.

Endpiel der Europa League im Live-Ticker: Sevilla fast ausgeschieden, dann schlug man zwei Premier-League-Klubs

Der FC Sevilla startete hingegen direkt in der Europa League, nachdem man in der Vorsaison auf dem sechsten Tabellenplatz landete. Nach einer nicht allzu schweren Gruppenphase gegen Teams aus Zypern, Luxemburg und dem Aserbaidschan setzte man sich denkbar knapp mit 1:1 auswärts und 0:0 im Heimspiel gegen den rumänischen Herausforderer CFR Cluj durch.

Im Achtelfinale besiegte man den AS Rom mit 1:0 in Duisburg, fünf Tage später folgte ein weiterer 1:0-Erfolg im Viertelfinale gegen die Wolverhampton Wanderers. Das Halbfinale bot Spannung pur, denn die Sevillistas lagen zunächst gegen Manchester United hinten, drehten die Partie gegen das Spitzenteam aus der Premier League* jedoch zu einem 2:1 und zogen ins Finale ein. Sollte man dieses nun gewinnen, so würde man mit vier Europa-League-Titeln als alleiniger Rekordhalter davonziehen. Auch Atletico Madrid holte bisher drei Titel seit der Saison 2009/2010.

Europa-League-Finale im Live-Ticker: FC Sevilla gegen Inter Mailand - Conte und Lopetegui noch ohne Europapokalsieg als Trainer

Die Wege ins Endspiel im RheinEnergieStadion, der Heimat des 1. FC Köln, mögen sehr verschieden sein, doch beide Teams haben sich ihre Finalteilnahme verdient. Ob nun die Mannschaft von Antonio Conte oder die von Julen Lopetegui den kleinen Europacup holt, lässt sich schwer voraussagen. Für beide Trainer wäre es der erste Europapokal-Titel. (ajr) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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