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Erst Feind, dann Freund

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Von: Manuel Bonke, Hanna Raif

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Werden sich am Freitag öfters über den Weg laufen: Joshua Kimmich (links) und Konrad Laimer.
Werden sich am Freitag öfters über den Weg laufen: Joshua Kimmich (links) und Konrad Laimer. © Robert Michael/dpa

Joshua Kimmich und Konrad Laimer sind bald Mitspieler beim FC Bayern - doch am Freitag sind sie erbitterte Kontrahenten

Diese Woche hielt für Joshua Kimmich ein wenig Abwechslung bereit. Genug hatte der 27-Jährige seit dem Trainingsstart des FC Bayern über das viel zitierte und angeblich nicht eingetretene WM-Loch gesprochen. Da war es ganz nett, dass es vor dem Auftakt gegen RB Leipzig am Freitag (20.30 Uhr/Sat 1 und Dazn) mal um den Gegner gehen durfte, zu dem Kimmich bekanntlich eine besondere Beziehung hat. In der „Leipzigerer Volkszeitung“ sagte der „Ex“: „RB ist unter Marco Rose zurück beim RB-Fußball. Mit Leidenschaft, Mut, Tempo, hohem Pressing.“

Kimmich hat diese Schule zwischen 2013 und 2015 durchlaufen, heute gibt es freilich andere Schlüsselspieler – vor allem Rückkehrer Konrad Laimer. Der 25-Jährige, eigentlich wichtigster Mann im Maschinenraum des Tabellendritten, ist in der Bundesliga zuletzt im September aufgelaufen, wurde mit Syndesmosebandriss schmerzlich vermisst, und ist jetzt heiß auf seine wohl vorletzte Partie gegen den FC Bayern.

Auch wenn der ursprüngliche Plan der Bayern, den Deal vor dem direkten Duell durchzubringen, nicht aufging, ist es ein offenes Geheimnis, dass der Wunschspieler von Julian Nagelsmann ab Sommer in München aufläuft, also konkret: neben Kimmich. Im roten Trikot soll sich dann ein Duo finden, das unterschiedlicher kaum sein, aber sich gut ergänzen könnte.

Dass sich Nagelsmann eigentlich seit dem Sommer „einen echten Sechser“ wünscht, soll keineswegs als Kritik an Kimmich, sondern als Lob für Laimer verstanden werden. Der Österreicher stand in den vergangenen fünfeinhalb Jahren für die DNA des RB-Spiels (Umschalten, Pressing, Balleroberung) und hat sich zu einem Aggressor entwickelt, der in Reihen der Bayern tatsächlich fehlt.

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