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 Ellyes Skhiri
 war mit seinem Doppelschlag in Dortmund der Matchwinner.
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Ellyes Skhiri war mit seinem Doppelschlag in Dortmund der Matchwinner.

Ellyes Skhiri

Erlöser des Effzeh

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Der Abräumer Ellyes Skhiri bekämpft den Fluch des 1. FC Köln mit zwei Toren bei Borussia Dortmund.

Ellyes Skhiri gehört beim 1. FC Köln zu jenen Spielern, die noch vom ehemaligen Sportdirektor Armin Veh verpflichtet worden sind. Im Sommer 2019 ließ sich der ehemalige Trainer von Eintracht Frankfurt bei dem Transfer des tunesischen Nationalspieler wie folgt zitieren: „Ellyes ist ein lauf- und zweikampfstarker Spieler mit viel Spielübersicht und gutem Passspiel. Er ist mit 24 Jahren auch noch entwicklungsfähig.“ Seit dem Wochenende erscheint Vehs Einschätzung in einem neuen Licht.

Der in Frankreich in der Nähe von Montpellier aufgewachsene Fußballer kam beim 2:1-Erfolg bei Borussia Dortmund vor dem ersten Advent als Erlöser des Effzeh um die Ecke. Sein Doppelschlag sorgte für den ersten Sieg seit saisonübergreifend 18 Spielen. Bei Kopfballverlängerungen von Marius Wolf nach Eckbällen stand der 25-Jährige genau richtig. Der Sechser hat die letzten drei Kölner Tore erzielt – und gewaltig Druck vom Kölner Kessel genommen.

„Das Spiel war eine Schlacht, die den Spielern alles abverlangt hat“, sagte Trainer Markus Gisdol, der sich bei seinen Spielern für eine „abartige Laufleistung“ bedankte. Der Sieg habe gezeigt, dass „wir trotz des Drecksvirus nicht verflucht sind und trotzdem Spiele gewinnen können.“

Gisdol lobte Skhiri nicht nur wegen seiner beiden Tore: „Er hat viel weggearbeitet.“ Vor zwei Wochen in Bremen verzichtete der Coach noch bewusst auf seinen Abräumer. „Er hat die richtige Reaktion gezeigt. Wir haben unter vier Augen gesprochen und die Sachen zusammen analysiert.“ Der Mann des Tages meinte nur: „Wir haben die beste Reaktion gezeigt, für die Fans, für den Klub. Wir leben und kämpfen bis zum Ende.“

Der bis dato letzte Kölner Erfolg in Dortmund gelang 1991, als der heutige Sport-Geschäftsführer Horst Heldt für den Effzeh noch selbst auf dem Platz stand. Über Gisdols und Heldts Verantwortung an der Talfahrt war in der Domstadt gewohnt aufgeregt debattiert worden. Als „Bockmist“ hatte das Fachmagazin „Kicker“ zuletzt die Gesamtlage bezeichnete. Klublegende Toni Schumacher geißelte die „Friedhofsruhe“ auf dem Platz. Ellyes Skhiri hat die Kritiker vorerst zum Schweigen gebracht. (mit sid)

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