Erling Haaland

Erling Haaland: Die richtige Dosis für den Hochbegabten

  • vonBenedikt Ophaus
    schließen

Der Dortmunder Erling Haaland muss als einziger Stoßstürmer im Kader mit seinen Kräften haushalten. Im Spiel gegen Mainz 05 soll der Torrekord dennoch angegangen werden.

Auf Erling Haaland ist Verlass. Seine Bilanz für Borussia Dortmund: Zwölf Bundesligaeinsätze, elf Tore – obwohl der junge Norweger dabei viermal nur als Joker ran durfte. So wie am vergangenen Sonntag beim 1:0-Sieg in Düsseldorf. Der Kopfballtreffer Haalands in der Nachspielzeit bescherte dem BVB die sichere Qualifikation für die Champions League.

Haaland hatte zuvor zwei Begegnungen aufgrund einer Innenbanddehnung im Knie verpasst. „Es ist ein Segen, wenn du solche Spieler auf der Bank hast“, sagte Sportdirektor Michael Zorc. Trainer Lucien Favre würde seinen Angreifer schon am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) im Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten 1. FSV Mainz 05 nur allzu gerne wieder von Beginn an bringen. Der Schweizer sagt aber auch: „Er muss verstehen, dass es manchmal unmöglich ist, immer drei Spiele in einer Woche zu machen. Man hat Verletzungen oder ist nicht frisch. Es ist wichtig, dass er die Frische hat.“

Torrekord gegen Mainz?

Steht der Torjäger nicht auf dem Rasen, liegt die Verantwortung meist auf den deutlich schmaleren Schultern von Thorgan Hazard und Julian Brandt, die im Wechselspiel das Sturmzentrum besetzen sollen. Technisch sind die beiden Leichtgewichte zwar begabter, die Abschlussqualität von Haaland aber bringen sie natürlich bei weitem nicht mit. Für Favre, der noch in der Hinrunde kein Freund einer Verpflichtung eines Stoßstürmers zu sein schien, ist das offensichtlich mittlerweile keine Dauerlösung mehr. Am Montag bestätigte der Dortmunder Trainer, dass er sich einen zweiten gelernten Angreifer im Kader wünscht: „Ich denke, das ist klar. Erling ist 19, es ist normal, dass er manchmal müde ist. Wenn man eine Englische Woche hat, kann man das nicht allein machen. Haaland hat sich zwei, dreimal verletzt. Wir müssen da aufpassen und dosieren, sonst wäre es gefährlich.“

Vorerst aber wird es vor allem der Winterneuzugang sein, der den gegnerischen Strafraum bearbeitet. Nach dem Königsklassen-Ticket geht es für die Dortmunder angefangen gegen Mainz in den restlichen drei Begegnungen um die Vizemeisterschaft – der Vorsprung auf RB Leipzig beträgt ordentliche vier Zähler – und um den vereinsinternen Torrekord (82 Treffer in der Saison 15/16), den Haaland mit seiner späten Bude in Düsseldorf bereits eingestellt hat. Trainer Favre: „Wir wollen immer nach vorne spielen. Jetzt haben wir noch drei Spiele und auch da wollen wir Tore schießen.“ Ein erholter Erling Haaland bringt dafür sicher nicht die allerschlechtesten Voraussetzungen mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare