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Außergewöhnliche Flugeinlage: Erling Haaland erzielt sehenswert den dritten BVB-Treffer.
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Außergewöhnliche Flugeinlage: Erling Haaland erzielt sehenswert den dritten BVB-Treffer.

Erling Haaland

Erling Haaland: Der Unterschiedsspieler

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Rechtzeitig vor dem Gipfel gegen die Bayern feiert Dortmunds Stürmerstar Erling Halaand ein bemerkenswertes Comeback.

Ja, 14 andere Spieler von Borussia Dortmund haben am Samstag auch noch mitgespielt. Aber nach dem Schlusspfiff stand erstmal einer in der Wolfsburger Arena ganz allein vor der Fankurve: Erling Haaland. Selbst anderthalb Stunden später warteten vor dem Stadion immer noch Menschen mit BVB-Schals auf: Erling Haaland. Und der große Mutmacher vor dem Spitzenspiel gegen Bayern München am nächsten Samstag ist nun wieder: Erling Haaland. Einmal mehr zeigte sich, wie abhängig die Schwarz-Gelben von ihrem Kultstürmer sind, der längst zu einem Markenzeichen der Bundesliga geworden ist..

Nicht umsonst hat Christien Seifert, bald scheidender Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vor einigen Wochen ausgeplaudert, was ihm kürzlich ein ausländischer Vermarktungsprofi ins Ohr geflüstert hätte: „Ich gebe euch einen guten Tipp: Legt alle zusammen und haltet Haaland.“

Vorfreude auf die Bayern

Das Comeback des immer noch erst 21-jährigen Norwegers unterstrich dessen Ausnahmestellung. Mit seinem ersten Tor nach einer hartnäckigen Hüftbeuger-verletzung ließ sich Haaland noch viel weniger Zeit. In der 72. Minute wurde er eingewechselt, in der 73. hatte er seine erste Chance, in der 80. verwertete er per Direktabnahme eine Flanke von Julian Brandt zum erlösenden 3:1 beim VfL Wolfsburg. Dieser Stürmer ist ein Phänomen. Oder wie BVB-Trainer Marco Rose es ausdrückte: „Erling ist ein Unterschiedsspieler.“

Welchen Unterschied es ausmacht, ob Haaland bei der Borussia auf dem Platz steht oder nicht, war in den knapp anderthalb Monaten seines Fehlens gut zu sehen. Mit ihm waren die Dortmunder als eines der spannendsten Teams Europas in die neue Champions-League-Saison gestartet. Ohne ihn stand am vergangenen Mittwoch schon nach dem fünften von sechs Gruppenspielen das Vorrunden-Aus fest.

Ohne ihn war die Stimmung nach dem 1:3 bei Sporting Lissabon sehr angespannt und kritisch. Mit ihm traut man sich beim Bundesligaklassiker gegen die ungewohnt angeschlagenen Bayern am nächsten Samstag (18.30 Uhr) auf einmal etwas zu. „Wir müssen besser werden, um tatsächlich im Mai oben dabei zu sein“, sagte Rose: „Aber das Spiel gegen Bayern München wollen wir vor unseren Fans auch als Spitzenspiel angehen: mit viel Selbstvertrauen und viel Mut.“ Und eines wollte der 45-Jährige nach dem Sieg in Wolfsburg noch einmal festhalten: „Die Rückschläge gab es am Ende des Tages nur in der Champions-League-Gruppenphase.“

Die Statistik gibt ihm dabei recht. Zehn Siege in den ersten 13 Bundesligaspielen einer Saison sind eine Bilanz, die in der Dortmunder Bundesligageschichte nur von einem Team überbote wurde: Jürgen Klopps Meistermannschaft von 2010/11. Und die gilt in der BVB-Historie als Maßstab für so vieles: sportlichen Erfolg, Emotionalität, Identifikation. Haaland allein kann die Dortmunder Defizite nicht beheben. Aber er gleicht schon vieles aus. „Erling ist eine Waffe“, sagte Julian Brandt. „Er gibt uns Energie, das macht auch mit der Mannschaft etwas.“ dpa/hel

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