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Erwiesenermaßen der schnellste Spieler der gesamten Bundesliga: Der Mainzer Verteidiger Jeremiah St. Juste (links), hier gegen Frankfurts Stürmer André Silva.
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Erwiesenermaßen der schnellste Spieler der gesamten Bundesliga: Der Mainzer Verteidiger Jeremiah St. Juste (links), hier gegen Frankfurts Stürmer André Silva.

Mainz 05

Enttäuscht und stolz

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Mainz 05 fehlt nach dem 1:1 in Frankfurt nur noch ein kleiner Schritt zum endgültigen Klassenerhalt

Hinterher war die Stimmung im Lager von Mainz 05 nach dem 1:1 bei Eintracht Frankfurt etwas zwiegespalten. Einerseits hatten sie mit dem neunten aufeinanderfolgenden Spiel ohne Niederlage den direkten Abstieg verhindert, andererseits bis kurz vor Schluss geführt und könnten an den letzten beiden Spieltagen noch abgefangen werden und in die Relegation rutschen. Was allerdings nach der formidablen Rückrunde eher Theorie als Praxis sein dürfte.

„Die Spieler sind enttäuscht, aber ich bin stolz auf sie“, sagte Trainer Bo Svensson hinterher und fand das Unentschieden nur „ein bisschen ärgerlich“. Eine Einschätzung, die angesichts der zunehmend drückenden Überlegenheit der Eintracht den Kern traf. Am Ende, gab der Däne zu, sei er sogar froh gewesen, den Punkt noch mitgenommen zu haben. Denn der Kräfteverschleiß seiner Mannschaft war ja unübersehbar gewesen.

Andererseits: Auch eine 2:0-Führung wäre möglich gewesen. Doch denselben Karim Onisiwo, dem mit einem schönen Flachschuss nach prächtiger Vorarbeit von Dominik Kohr die frühe Führung gelungen war, verließen nach 76. Minuten die Kräfte. Da hatte Jonathan Burkardt den Österreicher mit einem präzisen langen Pass geschickt, doch Onisiwo legte sich den Ball zu weit vor, so dass Kevin Trapp klären konnte. „Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken, da sind mir ein paar Gedanken zu viel durch Kopf gegangen und die letzte Ballberührung war nicht optimal“, berichtete der seit Wochen formstarke Onisiwo später. Gleich nach der Chance wurde der Angreifer völlig ausgepumpt ausgewechselt.

Am Ende bekamen die Gäste kaum noch Entlastung in ihre Konter, was auch daran lag, dass die eingewechselten Robert Glatzel und Levin Öztunali keine großartige Hilfe waren. Da hätte man mehr Dampf erwarten können.

Bis auf einen einzigen Zweikampf hervorragend agierte dagegen der Niederländer Jeremiah St. Juste. Das einzige verlorene Duell führte indes zum Frankfurter Ausgleich, was die Leistung von St. Juste indes nur wenig schmälerte. Nebenbei schaffte das rechte Glied der von Alexander Hack bestens organisierten Dreierkette den bislang schnellsten Sprint der gesamten Bundesligasaison: Mit 36,1 Stundenkilometern schob sich St. Juste laut Sky-Auswertung sogar vor die Stars Erling Haaland (36,04) und Alphonso Davies (35,97). Eine Leistung, auf die man durchaus stolz sein darf. Kein Wunder, dass sein Trainer ihn für sein „super Tempo“ besonders lobte.

Letztlich hatten sich die Rheinhessen dank solider Abwehrarbeit den Punkt verdient, wiewohl die Statistiken der Passquote und des Ballbesitzes Minimalbeträge auswiesen. Für Bo Svensson zählte aber vor allem, dass seine Männer „gegen eine Mannschaft mit so vielen hochqualifizierten Spielern so wenige Chancen zugelassen“ hatte.

Nächsten Sonntag gegen Borussia Dortmund kann Mainz 05 den Deckel auf eine Aufholjagd machen, die ihresgleichen sucht. „Der Marathon ist noch nicht vorbei, wir biegen auf die Zielgerade ein“, sagte Sportdirektor Martin Schmidt, „heute haben wir einen großen Schritt Richtung Ligaerhalt gemacht.“

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