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Daumen drücken für die Jungs aus Liechtenstein:

Kommentar EM-Qualifikation

Auf geht’s, Liechtenstein

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Das wird bestimmt eine lustige Veranstaltung im Juni 2020, zumindest eine sehr reiseintensive. Ein Kommentar.

Die Europameisterschaft im kommenden Jahr findet bekanntlich in Asien statt, zumindest ein Teil davon. Warum nicht, wenn Italien die kontinentalen Spiele ausrichten darf und Dänemark, Schottland und Ungarn, um nur einige der zwölf Länder aufzuzählen, warum nicht auch Aserbaidschan, schon immer europäischen Ideen sehr aufgeschlossen, Kaukasus oder Alpen, ist doch egal, Hauptsache, der Ball (Rubel) rollt.

Das wird bestimmt eine lustige Veranstaltung im Juni 2020, zumindest eine sehr reiseintensive, die Deutschen müssten, sofern sie sich qualifizieren, vermutlich auch mal in Bukarest spielen, vielleicht danach in St.Petersburg, oder sie spielen in Dublin oder in Rom. Immerhin hätten sie zwei Spiele sicher in München. Es wird also eine EM der ziemlich weiten Wege geben und fein austarierten Reisekostenversicherungen.

Immerhin dürfte alles dabei sein, was Rang und Namen hat, bei 24 Teams ist das keine Kunst. Wer sich nicht gänzlich ungeschickt anstellt in der bis September dieses Jahres dauernden Qualifikation, darf mitmachen; und selbst Jogis Jungs sollten trotz der Niederlande in Gruppe C mit einem Ticket spekulieren - auch der Zweite einer der insgesamt zehn Gruppen kommt durch. Von 55 Teams qualifizieren sich 20, eine echte Herausforderung sieht streng genommen anders aus.

Echt kompliziert wird es ohnehin, wer herausfinden will, wie später die EM-Gruppen zusammengesetzt werden. Zu den 20 qualifizierten Teams gesellen sich weitere vier, die am Tag der Auslosung im Dezember noch nicht feststehen. Vier zusätzliche Starter können sich über die Nations League, noch so ein Wettbewerb, den niemand braucht, qualifizieren, es sei denn, sie haben sich über die Quali qualifiziert. Dann schlägt die Stunde der Nachrücker; vielleicht Liechtenstein.

Es drohen bis Juni 2020 viele Spiele mit wenig sportlichem Reiz. Wenn nahezu alle dran teilnehmen sollen, verwässert ein einstmals hochspannender Wettbewerb dramatisch. Und bei der WM in Katar dürfen wohl 48 Nationen teilnehmen. Liechtenstein könnte es packen, spätestens dann.

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