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EM 2021

Corona: Karl Lauterbach spricht sich gegen EM-Spiele in London aus

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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In Großbritannien steigen die Infektionszahlen wegen der Delta-Variante des Coronavirus wieder an. Trotzdem sollen EM-Spiele vor Zuschauern stattfinden.

London/Berlin - In Großbritannien breitet sich derzeit die in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus rapide aus und treibt trotz hoher Impfquote die Zahl der Neuinfektionen deutlich in die Höhe. Im Londoner Wembley-Stadion sind in der kommenden Woche zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) der EM 2021 angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli das Endspiel steigen sollen.

Karl Lauterbach: „Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen London als Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft kritisiert. Es sei unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfänden, sagte der Politiker der Mediengruppe RTL/ntv. „Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben“, sagte Lauterbach.

Allerdings sprach er sich dagegen aus, München als möglichen Ersatzort ins Spiel zu bringen. „Es wäre unglücklich, wenn man einen Vorschlag macht, der das eigene Stadion und die eigenen Fans bevorzugt. Wir wären nicht glaubwürdig, wenn wir England vorschlagen, dass die Spiele stattdessen bei uns stattfinden sollen“, erklärte der Politiker.

EM-Spiele im Londoner Wembley-Stadion stehen in der Kritik.

Auch Angela Merkel findet vollbesetzte Stadien bedenklich

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte vor dem Hintergrund der Fußball-Europameisterschaft vor einer Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. „Wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas bin ich skeptisch, ob das die richtige Antwort auf die augenblickliche Situation ist“, sagte die Kanzlerin am Freitag (19.06.2021) vor einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin. Merkel antwortete damit auf die Frage, ob das geplante EM-Finale in London am 11. Juli eine gute Idee sei.

Corona in Großbritannien: Uefa denkt über Verlegung nach

Wie die Tageszeitung The Times unterdessen berichtete, denkt die Europäische Fußball-Union (Uefa) darüber nach, diese Spiele wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und der strengen Quarantäneverordnung in England kurzfristig nach Budapest zu vergeben. Noch soll sich der Kontinentalverband aber um Ausnahmeregelungen bemühen, damit Spieler, Offizielle und VIP-Gäste problemlos ein- und ausreisen können.

Der britische Premierminister Boris Johnson will sich in dieser Sache nicht unter Druck setzen lassen. „Wir werden alles tun, was notwendig ist, um das Land vor Covid zu schützen“, sagte er: „Das wird unsere Priorität sein.“ Man werde „sehen, ob wir einige vernünftige Zugeständnisse machen können, aber Priorität muss die öffentliche Gesundheit haben.“ (Stefan Krieger mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © David Klein/dpa

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