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Halbfinale

EM 2021: Lob für deutschen Schiedsrichter - ausgerechnet aus England

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Nach dem EM-Halbfinale zwischen Italien und Spanien wird dem deutschen Schiedsrichter Felix Brych viel Beifall zuteil.

London - Es war ein spannendes Halbfinale in Wembley zwischen Italien und Spanien. Am Ende zogen die Italiener ins Endspiel der EM 2021 ein, durch einen Sieg im Elfmeterschießen. Einer der Akteure, der kaum aufgefallen ist, und gerade deshalb eine gute Leistung zeigte: Schiedsrichter Felix Brych aus Deutschland.

Brych zeigte insgesamt drei Gelbe Karten und entschied in den 120 Minuten 35 Mal auf Foulspiel. Der renommierte englische Times-Journalist Henry Winter schrieb: „Es wäre großartig, falls dieser fantastische, ruhig-kontrollierte Schiedsrichter Felix Brych in London bleiben könnte. So drei bis vier Jahre.“

Felix Byrch mit souveräner Spielleitung.

Gary Lineker adelt Schiri Felix Brych

Byrch ist für seine Spielleitung im Gastgeber-Land England schon kurz nach Ende der Partie dann auch von ganz prominenter Stelle gelobt worden. „Großartiger Referee“, twitterte der frühere englische Fußball-Nationalspieler Gary Lineker nach dem Spiel. „Ich liebe es, wie die Referees bei diesem Turnier den Spielfluss ermöglichen. Sie geben nicht alle paar Sekunden für den leichtesten Kontakt einen Freistoß, wie wir es in der Premier League sehen.“

EM 2021: Schiedsricher geben dem Spiel Raum

Es könnte aber sein, dass sich Lineker da eher auf sein Bauchgefühl als auf Fakten verlässt. So weist Alex Feuerherdt vom renommierten Schiedsrichter-Podcast „Collinas Erben“ darauf hin, dass sich die Anzahl der gepfiffenen Fouls in der Premier League kaum von denen bei der EM unterscheidet. So wurden in der englischen Topliga in der Saison 2020/2021 pro Spiel durchschnittlich 21,8 Fouls gepfiffen, bei der EM lag die Zahl mit 22,98 sogar knapp darüber. Allerdings so gering, dass es faktisch kaum wahrnehmbar ist.

Italienische Medien mit Kritik an Byrch

In italienischen Medien gab es hingegen auch Kritik an der Leistung von Brych. „Karten und einige Pfiffe: Der Deutsche Brych überzeugt nicht. Keine spielentscheidende Szene, aber eine generelle Richtung, die nicht voll überzeugt, vor allem bei der Bewertung von Fouls“, schrieb die Gazzetta dello Sport. Tuttosport war weniger streng: „Hat sich zu oft auf Diskussionen mit Spieler eingelassen, die nach Entscheidungen gegen sie protestiert haben. Darüber hinaus keine ausschlaggebenden Entscheidungen und wenige Fehler.“

Dessen ungeachtet hat Felix Byrch seine Sache im Halbfinale tatsächlich gut gemacht. Für ihn war es der fünfte Auftritt bei dieser EM. Der 45 Jahre alte Münchner hatte zuvor die Viertelfinalpartie England - Ukraine (4:0), das Achtelfinal-Spiel Belgien - Portugal (1:0) sowie die Gruppen-Begegnungen Finnland - Belgien (0:2) und Niederlande - Ukraine (3:2) geleitet. Für den langjährigen Bundesliga-Referee ist dieses Turnier damit erfolgreicher als die WM 2018, als er vom Weltverband FIFA nach einem Vorrundenspiel nicht mehr nominiert worden war und enttäuscht abreiste. Ob er auch ein Kandidat für das Endspiel ist, entscheidet die UEFA zeitnah. (Stefan Krieger/dpa)

Rubriklistenbild: © Justin Tallis/dpa

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