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Jogi Löw
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Bundestrainer Jogi Löw auf dem Trainingsplatz. (Archivfoto)

DFB

EM 2021: Star-Verteidiger in DFB-Elf unterirdisch – Sortiert ihn Jogi Löw aus?

  • Moritz Serif
    vonMoritz Serif
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Die Abwehr des DFB-Teams scheint noch nicht das Niveau für ein großes Turnier zu haben. Ein Chelsea-Spieler ist und bleibt für Jogi Löw ein Sicherheitsrisiko. 

Frankfurt – Die EM 2021 steht in den Startlöchern und eigentlich lief für die DFB-Elf und Bundestrainer Jogi Löw alles nach Plan. Gegen die Isländer siegte das Team nach einer überzeugenden Leistung mit 3:0. Rumänien wurde in der WM-Qualifikation mit 1:0 geschlagen. Es schien so, als habe der Coach nach dem monatelangen Experimentieren endlich eine Elf gefunden.

Denkste. 1:2 gegen Nordmazedonien. Die Blamage. Die Schande. „Deutschland macht sich wieder lächerlich“, titelte die spanische „AS“. Auch RTL-Experte Uli Hoeneß ging mit dem Team hart ins Gericht. „Meine ganze Euphorie ist verflogen“, sagte der Ex-Bayern-Manager. Er sei kein Freund von Systemwechseln. „Deshalb bin ich überrascht, dass von der Vierer- auf eine offensivere Dreierkette gewechselt wurde“, führte Hoeneß weiter aus.

EM 2021: Antonio Rüdiger könnte für DFB-Trainer Jogi Löw zum Risiko werden

Ein Gesicht der Krise ist Timo Werner, der gegen die Nordmazedonier eine 1.000-prozentige Chance liegen ließ. Doch auch sein Chelsea-Kollege Antonio Rüdiger hat in der Nationalmannschaft noch nicht seinen Stammplatz gefunden. Immer wieder fällt der Abwehrhühne durch Unkonzentriertheiten und technische Fehler auf. Schlimmer noch: Beim Siegtreffer des Gegners ließ er sich einmal mehr leichtfertig überrumpeln und stand häufig alles andere als sicher.

Damit setzte der Verteidiger seine Serie unglücklicher Einsätze im DFB-Team fort. Auch beim 3:3 gegen die Schweiz in der Nations League war Rüdiger einer der Schwächsten. „In Zweikämpfen agiert Rüdiger manchmal zu stümperhaft, so lässt er sich von Shaqiris Hackenpass vernaschen“, schrieb „ran“ damals. Der „Focus“ befand sogar, dass der Chelsea-Spieler ein „Totalausfall“ war. Bei dem historischen 0:6 gegen Spanien war der Ex-Stuttgarter gesperrt, da er gegen die Ukraine (3:1) Gelb sah. Ihm fehle die Spielpraxis, urteilte „T-Online“.

EM 2021: Ist Rüdiger gut genug, um unter Löw zu spielen?

Die Spielpraxis und Rüdiger - das war auch so eine Sache. Unter Tuchel-Vorgänger Frank Lampard wurde der Abwehrmann bekanntlich aus dem Kader verbannt, ehe er ihn nach einer langen Verletzung zurückholte. Ex-Blues-Keeper Mark Schwarzer urteilte damals: „Er ist nicht gut genug, um bei Chelsea zu spielen und hatte genug Möglichkeiten“. Erst unter Thomas Tuchel zeigt Rüdiger wieder konstant gute Leistungen.

Doch im Hinblick auf die EM 2021, die bereits in rund zwei Monaten stattfindet, wird es eng. Jogi Löw weiß selbst, dass er sich keinen Spieler, der ein Sicherheitsrisiko darstellt, leisten kann. Auch keinen Rüdiger, der bereits seit sieben Jahren in der Nationalmannschaft spielt und noch nicht unter Beweis gestellt hat, dass auf ihn dauerhaft Verlass ist. Sollte der Bundestrainer mit seinem Team in der Vorrunde ausscheiden, hätte er nämlich etwas Historisches vollbracht - er wäre als einziger Coach bei einer WM und EM vor dem Achtelfinale gescheitert. Die Rufe nach Mats Hummels und Jérôme Boateng dürften nicht leiser werden. (Moritz Serif)

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