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Bundestrainer Jogi Löw
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Bundestrainer Joachim Löw am Spielfeldrand. (Archivfoto)

Bank statt Startelf

EM 2021: Stürmer-Star vor DFB-Degradierung – Jogi Löw plant anderweitig

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Im DFB-Team gilt Timo Werner als Sturm-Hoffnung. Doch nach einer schwachen ersten Saison in London könnte er bei der EM 2021 unter Jogi Löw nur die Bank wärmen.

Frankfurt – „In Deutschland wurde ich gehasst“. Es waren harte, auf sich selbst bezogene Aussagen, die Timo Werner nach dem für den FC Chelsea so wichtigen 2:1-Sieg in der Premier League gegen Leicester City tätigte. Das ist knapp eine Woche her. Der FC Chelsea, das ist die neue Heimat Werners, der im Sommer 2020 RB Leipzig den Rücken kehrte.

Benannte Aussage war auch Ausdruck Werners über seine durchwachsene erste Saison auf der Insel. Frustration ist das Stichwort. Wurde er von den eigenen Fans gegen Leicester besungen, so sei derartiges in Deutschland nie vorgekommen. Doch auch die Lieder in England auf Werner sind (noch) eine Rarität, der Blondschopf trifft zu selten und verstolpert zu häufig. Das bringt ihn vor der EM 2021 in eine schwierige Lage – und seinen Bundestrainer auch.

EM 2021: Werner droht im DFB-Team unter Jogi Löw die Bank

Zwölf Tore in 51 Spielen, das ist die Bilanz von Werner aus dem ersten Chelsea-Jahr. Nicht verheerend schlecht, gut ist sie aber auch nicht. Vor allem dann nicht, wenn man sich die zahlreichen vergebenen Großchancen in der vergangenen Saison vor Augen führt. Stolperer mit dem FC Chelsea gegen den FC Porto, Stolperer mit Chelsea gegen Real Madrid, Fehlschuss im DFB-Dress gegen Nordmazedonien. Wer Beispiele für kläglich vergebene Großchancen von Werner anno 2021 sucht, wird nicht lange durch YouTube stöbern müssen.

Nun steht in gut drei Wochen die EM 2021 an, Bundestrainer Joachim Löw hat Werner in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen – natürlich: Werner ist schließlich noch immer die größte Sturm-Hoffnung. Das erste Jahr bei einem neuen Klub, noch dazu bei einem derart großen, kann schon mal schwierig sein. Das ist normal. Normal ist aber auch, dass im Profi-Fußball (meistens) nach dem Leistungsprinzip verfahren wird. Und nach diesem droht Werner bei der EM (hier gibt es den Spielplan zur EM 2021) ein Platz auf der Bank.

EM 2021: Jogi Löw nominiert Volland – Fingerzeig in Richtung Werner?

Zahlen lügen bekanntlich nicht. Umso bitterer für Werner, was die Zahlen anno 2021 aussagen. Zwölf Minuten gegen Island (3:0), 13 Minuten gegen Rumänien (1:0), 34 Minuten gegen Nordmazedonien (1:2): Die Einsatzzeiten Werners für die deutsche Nationalmannschaft in diesem Jahr sind überschaubar – und liefern einen Fingerzeig Richtung EM. Löw baut im Sturmzentrum aktuell offenbar lieber auf andere. Serge Gnabry zum Beispiel, der in besagten Spielen die Rolle des Mittelstürmers übernahm.

Sagt Timo Werner, wo es lang geht: Bundestrainer Joachim Löw.

Hinzu kommt, dass auch Werners Chelsea-Kollege Kai Havertz durchaus diese Position spielen kann. Und dann wäre da eben noch Kevin Volland, die Überraschung des EM-Kaders. Auch er hat im vergangenen Sommer den Gang zu einem internationalen Top-Klub gewagt, der AS Monaco. Doch anders als Werner ist Volland vollends eingeschlagen. Seine Bilanz: 18 Tore in 40 Spielen. „Nachdem wir in dieser Saison gesehen haben, was er in Frankreich geleistet hat, ist er wieder dabei. Er ist körperlich stark, hat viel Durchsetzungsvermögen und mit seiner Torgefahr wird er uns bereichern“, erklärte Löw die Volland-Nominierung daher bei der Bekanntgabe des EM-Kaders. Verdrängt also vielleicht sogar der Neuling Werner?

EM 2021: Werner, Müller, Volland – Der Platz im DFB-Team wird enger

Fakt ist, dass Löw weiterhin auf Werner vertraut. „Timo ist ein brandgefährlicher Spieler, der eine unglaubliche Schnelligkeit hat. Er hat bei uns auch sehr viele Tore geschossen“, betonte der scheidende Bundestrainer unlängst im März. Grundsätzlich sei er sehr zufrieden mit Werner. Eine Startelf-Garantie liest sich jedoch anders.

Hinzu kommt, dass mit Rückkehrer Thomas Müller der Platz in der DFB-Offensive ein gutes Stück enger wird. Und selbst Müller scheint die Startelf im DFB-Team keineswegs sicher. Den nächsten Fingerzeig wird Löw voraussichtlich am 2. und 7. Juni liefern. Dann geht es für die Nationalmannschaft zum Test gegen Dänemark und Lettland. Vielleicht ja auch mit Werner als Mittelstürmer. (nc)

Für die EM 2021 ist Jogi Löw über seinen eigenen Schatten gesprungen. Doch nach der EM ist für ihn als Bundestrainer Schluss. Hansi Flick wird sein Nachfolger als Bundestrainer.

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