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Jogi Löw, Trainer der DFB-Elf.
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Jogi Löw, Trainer der DFB-Elf.

Nationalmannschaft

EM 2021: Jogi Löw geht volles Risiko - spielt Leistungsprinzip bei DFB-Auswahl keine Rolle?

  • Sascha Mehr
    VonSascha Mehr
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Jogi Löw vertraut immer wieder den gleichen Spielern beim DFB, obwohl diese regelmäßig enttäuschen. Ein Leistungsprinzip ist nicht zu sehen. Hat das Folgen?

  • DFB-Trainer Jogi Löw grübelt über seinen Kader für die EM 2021.
  • Der Bundestrainer lässt mehrere Spieler links liegen, die hervorragende Leistungen im Klub zeigen.
  • Zahlreiche formschwache Spieler werden trotzdem immer wieder für die DFB-Elf nominiert.

Frankfurt – In wenigen Monaten steigt das größte Fußball-Event Europas: die EM 2021. Ursprünglich sollte sie bereits 2020 stattfinden, doch aufgrund der Corona-Pandemie entschied sich die UEFA, das Großereignis um ein Jahr zu verschieben.

Die deutsche Nationalmannschaft von Trainer Jogi Löw konnte sich souverän für das Turnier qualifizieren, doch bei den Titelkämpfen gilt die DFB-Elf nicht als Favorit - zu durchwachsen waren die Leistungen in den vergangenen Jahren, mit dem Ausscheiden in der Vorrunde der WM 2018 als Tiefpunkt.

EM 2021: Jogi Löw grübelt über Kader der DFB-Elf

Wie der Kader der DFB-Elf bei der EM 2021 aussehen wird, ist derzeit noch völlig unklar. Bundestrainer Jogi Löw hat bis zur Entscheidung noch ein paar Länderspiele Zeit. In der Vergangenheit fiel Jogi Löw immer wieder mit umstrittenen Nominierungen auf. Dem Bundestrainer wird von einigen Experten und Fans unterstellt, dass das Leistungsprinzip in der DFB-Auswahl nicht gelte. Bastian Schweinsteiger, einstiger Chef im Mittelfeld der deutschen Nationalmannschaft und mittlerweile TV-Experte, kritisierte Jogi Löw Ende vergangenen Jahres. „Ob man Müller und Boateng, die am Triplegewinn 2020 des FC Bayern München maßgeblich beteiligt waren, komplett weglässt? Wenn ich Bundestrainer wäre, wären Boateng und Müller in der Nationalmannschaft. Aber ich bin nicht der Bundestrainer“, sagte Schweinsteiger in Richtung DFB-Coach Jogi Löw.

Das Duo des FC Bayern München, das am kommenden Spieltag im Top-Spiel bei Eintracht Frankfurt zu Gast ist, zeigt in der aktuellen Saison starke Leistungen und würde der DFB-Elf sehr wahrscheinlich direkt weiterhelfen können. Ähnliches gilt für Mats Hummels, der ebenfalls nach der schwachen WM 2018 aussortiert wurde von Bundestrainer Jogi Löw. Wenn es bei der DFB-Auswahl nach dem Leistungsprinzip gehen würde, wäre das Trio bei der EM 2021 dabei.

EM 2021: Jogi Löw ignoriert derzeit besten deutschen Stümer

Ähnlich verhält sich die Situation bei dem derzeit treffsichersten deutschen Stürmer, Kevin Volland. Der seit Beginn der aktuellen Saison für den AS Monaco spielende Angreifer erzielte zwölf Treffer in 23 Spielen und bereitete weitere acht Treffer vor. In anderen Nationen wäre der 28-Jährige gesetzt, in der DFB-Elf spielt er dagegen keine Rolle. Die Hoffnung auf eine Nominierung von Jogi Löw hat er längst aufgegeben. „Ach, wenn man 2016 sein letztes Länderspiel gemacht hat, danach seine beste Zeit hatte und immer unter den deutschen Top-Scorern war, dann ist das eigentlich ein klares Zeichen. Klar, jeder Spieler ist geil darauf, in der Nationalmannschaft zu spielen; ich bin auch dankbar für die zehn Länderspiele, die ich machen durfte. Aber nach vier Jahren macht man sich keine allzu großen Hoffnungen mehr“, sagte der Angreifer im November letzten Jahres in einem Interview mit dem „Kicker“.

Im Gegensatz dazu erhalten regelmäßig Profis eine Nominierung für die DFB-Elf, die weit entfernt sind von ihrer Normalform und teilweise selbst im Verein keine ausreichende Spielpraxis erhalten. Borussia Dortmund befindet sich derzeit in einer Krise und Führungsspieler wie Marco Reus und Emre Can können keinerlei Impulse setzen. Mannschaftskollege Nico Schulz ist sogar weit entfernt davon, zu regelmäßigen Einsätzen zu kommen. Doch alle drei werden stets nominiert von Jogi Löw und haben gute Chancen auf eine Teilnahme an der EM 2021.

EM 2021: Jogi Löw hält an formschwachen Profis in der DFB-Elf fest

Antonio Rüdiger und Jonathan Tah sind weitere Beispiele, dass das Leistungsprinzip in der DFB-Elf nicht gilt. Rüdiger stand beim FC Chelsea über mehrere Monate auf dem Abstellgleis und Tah ist alles andere als ein Leistungsträger bei Bayer 04 Leverkusen. Beide Verteidiger fallen im Dress der DFB-Auswahl immer wieder mit bösen Aussetzern und Fehlern auf und können der Defensive keine Sicherheit geben. Bei Bundestrainer Jogi Löw stehen sie trotzdem hoch im Kurs und können sich gute Chancen auf einen Kaderplatz für die EM 2021 ausrechnen. (smr)

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