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Jogi Löw
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Bundestrainer Joachim Löw will am Mittwoch (19.05.2021) seinen vorläufigen Kader für die EM 2021 bekannt geben. (Archivfoto)

DFB-Team

EM 2021: Jogi Löw holt Weltmeister zurück – doch ihm droht im DFB-Team die Bank

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Jogi Löw gibt den DFB-Kader für die EM 2021 bekannt. Dabei holt der Bundestrainer auch einen Weltmeister zurück. Ihm droht allerdings die Zuschauerrolle.

Frankfurt – Es hat eigentlich keine Aussagekraft und doch könnte die Rückennummer sinnbildlich für seine Rolle stehen. Am Montag (24.05.2021) gab der DFB bekannt, dass Rückkehrer Thomas Müller nicht wieder seine Rückennummer 13 erhält, sondern ab jetzt die 25 (wie beim FC Bayern München) trägt.

Die 13 prangt stattdessen auf dem Rücken des Gladbachers Jonas Hofmann. Mats Hummels, ebenfalls Rückkehrer vor der EM 2021 in die deutsche Nationalmannschaft, bekommt „seine“ Nummer 5 zurück. Ein Fingerzeig?

EM 2021: Jogi Löw holt Thomas Müller zurück in die Nationalmannschaft

„Alles dem Erfolg untergeordnet“, lautete das Credo von Bundestrainer Joachim Löw auf der Pressekonferenz zur Kader-Bekanntgabe. Kein Wunder, ist doch die EM 2021 das letzte Turnier, bei dem Löw als Bundestrainer an der Seitenlinie winken wird. Als Nachfolger steht bereits Hansi Flick fest. Doch bis dahin soll möglichst noch ein Titel her. Der EM-Titel.

Dafür hat Löw sein eigenes Ego beiseite geschoben und neben Überraschungsgästen wie etwa Kevin Volland auch den „Oldies“ Müller und Hummels den Weg zurück geebnet. Die Entscheidung ist nur logisch. Gerade Müller hat mit 15 Toren und 24 Vorlagen in 46 Pflichtspielen gerade eine echte Sahne-Saison hingelegt. Nun wartet der DFB. Die Frage ist nur: Wo spielt Müller, beziehungsweise spielt er überhaupt?

EM 2021: Droht Thomas Müller ein Bankplatz unter Jogi Löw?

Vor einigen Wochen hatte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus noch beim TV-Sender Sky betont, dass man einen Thomas Müller nur zurück in die deutsche Nationalmannschaft holt, wenn er denn auch von Beginn an spielt. Löw selbst jedoch, was sollte er auch anderes sagen, wollte bei der Kader-Bekanntgabe weder Hummels noch Müller eine Startelfgarantie aussprechen.

Schaut man sich den Kader der Nationalmannschaft samt Löws Aufstellungen der vergangenen Monate genau an, stellt sich in der Tat die Frage, wo er in diesem Konstrukt Müller einfügen möchte. Ein 4-3-3, wie es der Bundestrainer zuletzt häufiger spielen ließ, ist nicht das System des Thomas Müller. An dieser Stelle bedarf es freilich des Einwands, dass einem Thomas Müller das System herzlich egal ist, weil er ohnehin hier und dort und überall auftaucht. Fraglich ist aber, ob das auch beim DFB-Team nahtlos funktioniert.

EM 2021: Nicht im Mittelfeld, nicht im Sturm – wohin mit Thomas Müller?

Im Mittelfeld, dem Prunkstück der deutschen Nationalmannschaft, stehen Löw unter anderem Toni Kroos, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Ilkay Gündogan zur Verfügung. Sprich: vier Mittelfeld-Strategen auf Weltklasse-Niveau für drei freie Plätze. Und dann wäre da noch Müller, vorausgesetzt, Löw plant mit ihm als offensiven Achter.

Thomas Müller (r.) feiert unter Joachim Löw (l.) bei der EM 2021 sein DFB-Comeback.

Auch im Sturm wird es eng. Auf den Flügeln dürften Serge Gnabry und Leroy Sane gesetzt sein, es wäre ohnehin nicht die Parade-Position von Müller. Im Sturmzentrum verfügt Löw mit Timo Werner, Kai Havertz und Kevin Volland über reichlich Optionen. Und auch hier gilt: Die Rolle des klassischen Mittelstürmers taugt Müller nur bedingt. Was also tun?

EM 2021: Müller spielt immer

Grundsätzlich dürfte Matthäus – und wer will einem Rekordnationalspieler schon widersprechen – recht behalten. Löw wird Müller nicht als Maskottchen oder Gute-Laune-Bär zurück ins DFB-Team geholt haben. Müller brilliert beim FC Bayern, zählt nach wie vor zu den besten Fußballern auf diesem Planeten – ein Bankplatz wäre mehr als kurios. Dennoch wird Löw sein zuletzt gewähltes System etwas abändern müssen, will er Müller dort einsetzen, wo er am effektivsten ist: hinter der Spitze.

Auf seine letzten Tage als Bundestrainer wird es Löw wohl kaum wagen, das van Gaal‘sche Credo zu torpedieren: Müller spielt immer. (nc)

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