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Joachim Löw
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Bundestrainer Joachim Löw. (Archivfoto)

Deutsche Nationalmannschaft

EM 2021: Jogi Löw hält an seinen Lieblingsspielern fest – trotz ihrer Formschwäche

  • Sascha Mehr
    vonSascha Mehr
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Wenige Monate vor Beginn der EM 2021 gibt es reichlich Sorgenkinder in der DFB-Elf. Jogi Löw hält dennoch an ihnen fest.

  • Bei der DFB-Elf gibt es mehrere Sorgenkinder, wenige Monate vor Beginn der EM 2021.
  • Einige Kandidaten der DFB-Elf sind außer Form oder kein Stammspieler im Verein.
  • Jogi Löw schleift einige schwache Spieler weiter durch in der deutschen Nationalmannschaft.

Frankfurt – Die EM 2021 steht vor der Tür. Mitte Juni wird es ernst für die deutsche Nationalmannschaft, wenn das Auftaktspiel gegen Frankreich ansteht. Direkt der erste Auftritt der DFB-Elf wird richtungsweisend sein, ob ein K.O. in der Gruppenphase vermieden werden kann oder ob es bereits nach der Vorrunde wieder nach Hause geht für die Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw.

Bis zur endgültigen Nominierung ist zwar noch ein wenig Zeit, aber einige Spieler der deutschen Nationalmannschaft bereiten große Sorgen, denn sie sind entweder verletzt, völlig außer Form oder haben keinen Stammplatz in ihrem Klub und dadurch nur mangelnde Spielpraxis. Jogi Löw denkt aber offenbar gar nicht daran, diese Spieler zu ersetzen, sondern schleift sie weiter durch und will sie mitnehmen zur EM 2021. Eine verblüffende Aussage von Löw öffnet plötzlich die Tür für einen bereits aussortierten Spieler. Wir geben einen Überblick über die Sorgenkinder der DFB-Elf:

EM 2021: Timo Werner läuft seiner Form hinterher

Timo Werner (FC Chelsea): In der Bundesliga war der Angreifer vergangene Saison ein gefeierter Star und auch in der DFB-Elf lieferte er Tore am Fließband. Nach seinem Wechsel zum FC Chelsea geriet seine Karriere aber erstmals ins Stocken. Unter Frank Lampard zeigte Werner durchwachsene Leistungen und die immer häufigeren Degradierungen auf die Bank nagten am Selbstbewusstsein. Seinen letzten Treffer in der Premier League erzielte er vergangenen November. Unter dem neuen Coach Thomas Tuchel soll es wieder aufwärts gehen beim deutschen Nationalspieler.

Marco Reus (Borussia Dortmund): Der Offensivspieler steckt tief in der Krise. Vom einstigen Torjäger und Unterschiedsspieler ist derzeit nur wenig zu sehen. Auf einen Bundesligatreffer wartet Reus dieses Jahr noch vergebens. Durch seine schwachen Leistungen in den vergangenen Wochen ist der Kapitän des BVB nicht mehr unantastbar und muss um seinen Platz im Mittelfeld kämpfen. In der derzeitigen Form ist er eigentlich kein Kandidat für Jogi Löw.

Kai Havertz (FC Chelsea): Das deutsche Jahrhunderttalent wollte mit seinem Wechsel zum FC Chelsea den nächsten Schritt in seiner Karriere machen, die in den vergangenen Jahren rasant verlief. Doch auf der britischen Insel ging Havertz die Leichtigkeit verloren. Der Königstransfer des FC Chelsea kam unter Lampard oft nur zu Kurzeinsätzen und ist eher Mitläufer statt Führungsspieler. In 18 Premier League-Partien gelang dem 21-Jährigen erst ein einziger Treffer. Mit dem Wechsel auf der Trainerposition von Lampard zu Tuchel soll es nicht nur beim Verein wieder aufwärts gehen, sondern auch bei Havertz, der sich mit starken Leistungen für Jogi Löw und den Kader für die EM 2021 empfehlen will.

EM 2021: Ist Koch eine Option für die DFB-Elf?

Robin Koch (Leeds United): Er gehörte zu den Aufsteigern des letzten Jahres. Der Lohn für seine Leistungen war die Nominierung durch Jogi Löw für die deutsche Nationalmannschaft und Interesse verschiedener Klubs aus dem Ausland. Er entschied sich für Leeds United und fasste dort direkt Fuß. Seit Dezember fällt er allerdings mit einer Knieverletzung aus. An ein Comeback ist erst in einigen Wochen zu denken. Fraglich, ob er bis zur EM 2021 wieder in die Form kommt, die er benötigt, um sich seinen Platz im Kader der DFB-Elf zu sichern.

Emre Can (Borussia Dortmund): Er hat den Anspruch, Führungsspieler und Leistungsträger zu sein - im Verein und auch in der deutschen Nationalmannschaft. Anspruch und Wirklichkeit klaffen beim 27-Jährigen in der aktuellen Saison aber weit auseinander. Beim BVB hat er seinen Stammplatz verloren und auch bei Jogi Löw ist der Mittelfeldspieler nicht gesetzt. Sein größtes Defizit ist derzeit, dass er offensiv gar kein Faktor ist - den letzten Treffer erzielte er Anfang Oktiober.

Antonio Rüdiger (FC Chelsea): Unter dem ehemaligen Trainer Frank Lampard war der Verteidiger weit weg von regelmäßigen Einsätzen. Zwischenzeitlich stand ein Abgang aus London zur Debatte, der sich aber letztlich zerschlug. Unter Tuchel soll seine Position wieder besser werden und er wieder mehr Spielzeit erhalten. Der 27-Jährige hatte bei seinen Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft immer wieder gravierende Aussetzer und war alles andere als ein Stabilisator in der ohnehin schon wackligen Defensive. Bundestrainer Jogi Löw hält weiterhin an ihm fest.

EM 2021: Süle will in die Startelf der deutschen Nationalmannschaft

Niklas Süle (FC Bayern München): Der Abwehrspieler ist kein unangefochtener Stammspieler mehr beim amtierenden Champions-League-Sieger und findet sich öfter auf der Bank wieder. Wenn er in der Anfangsformation steht, hilft er teilweise als Rechtsverteidiger aus, weil Trainer Hansi Flick in der Zentrale anderen Spielern vertraut. Er muss sich im Hinblick auf die EM 2021 noch deutlich steigern, wenn er bei der anfälligen DFB-Elf der Turm in der Schlacht sein will.

Nico Schulz (Borussia Dortmund): Wieso Jogi Löw den Außenverteidiger immer wieder für die deutsche Nationalmannschaft nominiert, bleibt wohl sein Geheimnis. An den Leistungen von Schulz beim BVB kann es jedenfalls nicht liegen, denn dort spielt der 27-Jährige fast nie. Sechs Einsätze und ganze 138 Minuten stand der gebürtige Berliner in der aktuellen Bundesliga-Saison auf dem Rasen. Es gibt eigentlich kein vernünftiges und plausibles Argument für eine Nominierung von Nico Schulz für die EM 2021.

Leroy Sané (FC Bayern München): Der 25-Jährige läuft seiner Form seit Monaten hinterher und spielt beim FC Bayern München in dieser Saison nur eine Nebenrolle. Negativer Höhepunkt war seine Auswechslung in Leverkusen, nachdem er zuvor erst eingewechselt worden war. Immerhin konnte sich Sané bei seinen letzten Einsätzen etwas steigern und hatte 2021 bereits drei Torbeteiligungen. Von einem überragenden Offensivspieler, der bei der Mannschaft von Jogi Löw für die Überraschungsmomente sorgen soll, ist er aber noch ein ganzes Stück entfernt. Im Gegensatz zu Deutschlands bestem Stürmer wird der Bundestrainer aber nicht auf Leroy Sané verzichten. (smr)

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