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EM-Finale in Wembley

EM 2021: Warum England immer wieder „Sweet Caroline“ singt

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Zum ersten Mal seit 1966 steht England wieder im Finale eines großen Turniers. Und statt „Football‘s Coming Home“ singen die Fans „Sweet Caroline“.

London – Am Sonntag (11.07.2021) trifft die englische Nationalmannschaft im Finale der EM 2021 vor heimischem Publikum in Wembley auf die „Squadra Azzurra“ Italiens. Bereits vor Anpfiff der Partie gilt ein überraschendes Duell als nahezu sicher entschieden: Seit dem Viertelfinalsieg gegen die deutsche Nationalmannschaft hat sich bei den Fans der englischen Elf ein neuer Ohrwurm gegen „Football‘s Coming Home“ durchgesetzt: Neil Diamonds Klassiker „Sweet Caroline“ hat Wembley erobert. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

Zumindest hat die Vorliebe der Fans, die Diamond im Chor vor und nach dem Halbfinale gegen Dänemark begleiteten, dafür gesorgt, dass der 80-jährige US-Amerikaner persönlich eine Videobotschaft aufnahm, um den „Three Lions“ viel Glück zu wünschen und zu betonen, wie sehr ihn die Szenen beeindruckt hätten. Dass sein Song so großen Anklang bei den Massen im Stadion gefunden hatte, das hat Neil Diamond allerdings eher einer Reihe von Zufällen zu verdanken.

Verdrängt „Sweet Caroline“ die Lieblingshymne der englischen Fußball-Fans? Der Ausgang des EM-Finales gegen Italien wird es zeigen.

EM 2021: „Sweet Caroline“ als Spontanentscheidung – Verdrängt ein Schlager Englands Fußball-Hymne?

Der unmittelbarste dieser Zufälle war zunächst laut Berichten der BBC die Tatsache, dass sich Stadion-DJ Tony Parry im Nachgang des siegreichen Viertelfinals gegen Deutschland spontan entschieden hatte, „Sweet Caroline“ statt eines anderen Stadion-Klassikers, „Vindaloo“ von Fat Les, abzuspielen, was bei den Fans sichtlich gut ankam – so gut, dass sogar die Fans der Deutschen Nationalmannschaft mit einstimmten. Vor und nach der Partie gegen Dänemark dröhnte der Schlager dann wieder aus den Lautsprechern und Tausenden Kehlen. Die BBC mutmaßt, dass der „Feel-Good“-Charakter des Neil Diamond-Klassikers nach langen Monaten der Corona-Pandemie und von ihr bedingten Lockdowns gerade zur rechten Zeit kam. Wobei Expert:innen mehr und mehr damit rechnen, dass nach den Gesangseinlagen in vollen Stadien durch die EM wieder neue Ansteckungswellen drohen.

Erstmals als Stadion-Song genutzt wurde das für Neil Diamonds damalige Ehefrau Marcia geschriebene „Sweet Caroline“ Ende der 90er bei einem Baseball-Spiel der Boston Red Sox, nachdem eine Mitarbeiterin des Teams ein Baby namens Caroline zur Welt gebracht hatte. 2003 machte die Mannschaft den Song dann zu ihrem offiziellen Glückbringer und nach dem Anschlag auf den Boston Marathon im Jahr 2013 verkündete Diamond, alle künftigen Erlöse seines Hits an eine Opferstiftung des Ereignisses zu übertragen. Nach den Boston Red Sox ging der Schlager auch ins Stadion-Repertoire der Elf von Nordirland sowie englischen Clubs wie dem FC Arsenal und Aston Villa.

Finale der Fußball-Europameisterschaft: Engländer hoffen auf den Meistertitel

Und auch beim Finalspiel gegen Italien wird er noch mindestens ein letztes Mal durch das Stadion in Wembley schallen, wo die englischen Fans schon allein die erste Finalteilnahme ihrer Elf seit Jahrzehnten vor heimischem Publikum feiern werden. Sollte England das Kunststück gelingen und der Titel wirklich in die „Heimat des Fußballs“ geholt werden, könnte sich aber auch der Klassiker aller englischen Fußball-Hymnen wieder zurück auf Platz Eins kämpfen – immerhin war „Football‘s Coming Home“ von David Baddiel, Frank Skinner und Lightning Seeds seit seinem Erscheinen im Jahr 1996 ganze vier Mal Nummer Eins in den Charts. (Sandra Kathe)

Rubriklistenbild: © Andy Rain/dpa

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