Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

EM-Achtelfinale

EM 2021: „England schickt Löw in Pension“ - Häme nach Deutschland-Aus

England entscheidet das Prestige-Duell gegen Deutschland für sich. So reagiert die Presse auf das Achtelfinale der EM 2021 im Wembley-Stadion.

London – Deutschland ist raus. Im EM-Achtelfinale verlor die deutsche Nationalmannschaft mit 0:2 gegen England. Die „Three Lions“ nutzten ihre späten Chancen, während Thomas Müller die Gelegenheit zum Ausgleich verpasste. Am Ende des Spiels steht die erste Niederlage des DFB-Teams in einem K.O.-Spiel gegen England seit 55 Jahren zu Buche.

Pressestimmen nach Niederlage im Achtelfinale gegen England: Jogi Löw im Fokus

Für Jogi Löw endet mit der Niederlage bei der EM 2021 auch seine Zeit beim DFB. Nach 15 Jahren als Cheftrainer ist Schluss. Der Abgang des Bundestrainers ist alles andere als glanzvoll. Auf das Ausscheiden in der Gruppenphase der WM 2018 in Russland folgt das frühe Ausscheiden in der K.O.-Runde.

„Löw - die zerbrochene Liebe“, titelt die französische Sportzeitung L‘ Équipe nach dem letzten Spiel des Bundestrainers, der die Mannschaft 15 Jahre lang verkörpert habe. Die Badische Zeitung aus Freiburg würdigt trotzdem die Konstanz Löws, der die deutsche Mannschaft bei fünf Turnieren in Folge ins Halbfinale führte und 2014 dem WM-Titel holte. Dennoch werde es eine Weile dauern, bis die negativen Eindrücke der letzten Jahre verblassen und sein Wert für den deutschen Fußball wieder so hell erstrahlen könne, wie er es verdiene. Der Standard aus Österreich titelt trocken: „England schickt Löw in Pension.“

„In Joachim Löw verabschiedet sich ein Gentleman des Weltfußballs“, schreibt die spanische Zeitung Sport. Die Zeitung mit Sitz in Barcelona verweist aber auch auf die historische Bedeutung des Spiels: „Wembley beerdigt das deutsche Gespenst. England schließt die Akte der Komplexe und der frustrierten Hoffnungen.“

Nach Englands Sieg gegen Deutschland: Englische Medien feiern Sieg über „alten Feind“ bei der EM 2021

Darauf konzentrieren sich auch die englischen Medien nach dem Sieg im EM-Achtelfinale gegen Deutschland. „It‘s coming Rome!“, titelt die Sun und freut sich bereits auf das Viertelfinale gegen die Ukraine in der italienischen Hauptstadt. Das „famose“ 2:0 gebe der Nation Hoffnung, sie könnten weiterkommen und wieder ein großes Turnier gewinnen, so die britische Boulevardzeitung. Auch der Daily Mirror träumt von einem weiteren erfolgreichen Turnierverlauf. Der Abend des Spiels war „die Nacht, in der England zum Geschichten-Schreiber wurde - und einer ekstatischen Nation erlaubt, weiterzumachen.“

Nicht nur die englischen Fans im Stadion feiern den Achtfinalsieg gegen Deutschland.

Die Daily Mail wählt einen martialischen Ton: „Bei George, wir haben es geschafft! England explodiert, nachdem wir den alten Feind in Wembley geschlagen und 55 Jahre Schmerz beendet haben.“ Auch die Tageszeitung The Times schließt sich an: „Es ist 55 Jahre her, dass England Deutschland in einem K.o.-Spiel bei einem Turnier geschlagen hat - es war 1966, Sie haben vielleicht davon gehört - und so zählt das 2:0 bei der EURO 2020 nicht nur als Sieg gegen einen alten Feind, sondern auch über eine hartnäckige Neurose.“

Deutschland verliert gegen England: Spanische Stimmen zum Achtelfinale der EM 2021

Die spanische Sportzeitung Marca würdigt die Leistung des eingewechselten Jack Graelish: „Deutschland war bequem auf dem Spielfeld, bis Grealish reinkam und richtig Dynamik reinbrachte.“ Die Tageszeitung As spricht vom „schlechtesten Spiel der EM“ kommt zu dem Schluss, dass auch die englische Leistung nicht zum Titel reichen werde: „Auf diesem Niveau sind weder England noch Deutschland, das nach Hause fährt, auf dem Level, um die EM zu gewinnen.“

Die italienische Tageszeitung La Repubblica spricht von einem verrückten Turnier: „Europa drunter und drüber: Frankreich, Portugal, Deutschland, Niederlande und Kroatien schon draußen. So schreibt das Turnier die Hierarchie neu.“ (Max Schäfer mit dpa/sid)

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/imago-images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare