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Deutschland gegen Ungarn
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Dem „Regenbogenflitzer“ droht nun eine Strafe.

Europameisterschaft

EM 2021: „Regenbogenflitzer“ droht Strafe

  • Joshua Schößler
    VonJoshua Schößler
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Bei dem Spiel Deutschland gegen Ungarn war ein Flitzer mit Regenbogenflagge auf das Spielfeld gelaufen. Ihn erwartet eine hohe Strafe, aber er hat Unterstützer:innen.

München – Vor dem Anpfiff der EM-Partie zwischen Ungarn und Deutschland sorgte dieser Mann für Aufsehen: Ein Flitzer rannte mit einer Regenbogenflagge über das Spielfeld. Nun sind weitere Details über den „Regenbogenflitzer“ bekannt.

Der 18 Jahre alte Mann stammt aus Frechen in der Nähe von Köln. Er sei politisch sehr engagiert und habe zwei Mal den Wettbewerb „Jugend debattiert“ gewonnen, wie der TV-Sender RTL berichtet. Allerdings hat seine Aktion bei der EM 2021 ein teures Nachspiel: Ihn erwartet nun eine hohe Geldstrafe wegen Hausfriedensbruch. Wie hoch diese ist, steht noch nicht fest.

EM 2021: Regenbogenflitzer erwartet eine hohe Geldstrafe

Unterstützer:innen sammeln indes auf der Plattform Gofundme.com Geld für den „Regenbogenflitzer“. 5000 Euro sollen bei der Aktion unter dem Namen „Spende für den REGENBOGENFLITZER“ zusammenkommen. Bereits nach einem Tag wurde die Summe erreicht .

Der Aktion war eine große Kontroverse vorangegangen. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte einen Antrag bei der UEFA gestellt, das Olympia-Stadion in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen. Im ungarischen Parlament war kurz zuvor ein Gesetz gebilligt worden, das die Informationsrechte von Jugendlichen im Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt. Mit dem in Regenbogenfarben leuchtenden Stadion hatte man ein Zeichen für Weltoffenheit, Toleranz, Respekt und Solidarität mit den vielen Menschen in der LGBTIQ-Community setzen wollen. Doch es kam anders.

EM 2021: Das Spendenziel von 5000 Euro ist bereits erreicht

Die UEFA lehnte den Antrag ab – mit der Begründung: Die Regenbogenfarben seien ein politisches Signal und müssten deshalb abgelehnt werden: „Die UEFA ist gemäß ihrer Satzung eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieses speziellen Antrags – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen nationalen Parlaments abzielt - muss die UEFA diesen Antrag ablehnen“, teilte der Verband mit.

EM 2021: UEFA hatte die Regenbogenbeleuchtung des Stadions zuvor untersagt

Diese Entscheidung ging nach hinten los. In den sozialen Medien wurde ein breiter Sturm der Empörung losgetreten. Der Dachverband des Christopher Street Days wollte zusammen mit Partnern wie Amnesty International den Fans 11.000 Regenbogenfahnen zur Verfügung stellen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hatte seinen Besuch des Spiels kurzfristig abgesagt.

In diesem Zusammenhang ist die Aktion des „Regenbogenflitzers“ wohl zu betrachten. Zu teuer dürfte ihm seine Aktion dank der Spender:innen nicht zu stehen kommen. Leon Goretzka setzte nach seinem Tor zum 2:2 ebenfalls ein Zeichen in dieser Debatte. (Joshua Schößler)

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