Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Fußball-EM 2021

Allianz Arena für EM 2021 in Regenbogenfarben: Söder wirbt für „Signal der Freiheit“

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
    schließen
  • Sandra Kathe
    Sandra Kathe
    schließen

Nach der Diskussion um die Regenbogen-Armbinde von DFB-Kapitän Manuel Neuer steht nun die Erleuchtung der Allianz Arena in Regenbogenfarben zur Debatte.

Update vom Montag, 21.06.2021, 16.15 Uhr: Manuel Neuer darf auch das letzte Spiel der EM-Vorrunde gegen Ungarn am Mittwoch mit seiner Regenbogen-Armbinde bestreiten. Das hatte die UEFA am Sonntag (20.06.2021) nach einer Prüfung genehmigt. Nun steht nach dem Wirbel um die Regenbogen-Armbinde von Kapitän Neuer bereits eine mögliche Illuminierung der Münchner EM-Arena im Mittelpunkt der Diskussion. Einen entsprechenden Antrag stellte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am Montag (21.06.2021).

Die Initiative geht auf ein neues Gesetz in Ungarn zurück, mit dem die ultrarechte Regierungspartei um Ungarns Premier Viktor Orbán verhindern will, dass Kinder öffentlich Inhalte über queere Menschen zu sehen bekommen. Oberbürgermeister Reiter begründete den Antrag außerdem mit der allgemeinen Einschränkungen der Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender (LGBTIQ*) im Gegnerland Ungarn.

Deutschland gegen Ungarn bei der EM 2021: Söder unterstützt Regenbogen-Arena

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unterstützt die Initiative. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Allianz Arena beim Spiel in Regenbogenfarben leuchten würde“, sagte er am Montag in Berlin bei der Vorstellung des Wahlprogramms von CDU und CSU und betonte: „Ich fände es ein sehr gutes Signal der Freiheit.“ Regierungssprecher Steffen Seibert betonte außerdem noch einmal die Bedeutung des Regenbogens für die Werte in Deutschland. „Er steht dafür, wie wir leben wollen. Mit Respekt füreinander, ohne die Diskriminierungen, die Minderheiten lange Zeit ausgegrenzt haben“, sagte er am Montag in Berlin.

Die Allianz Arena ganz in Weiß: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unterstützt die Initiative aus dem Münchner Stadtrat, die Arena beim kommenden EM-Spiel gegen Ungarn in regenbogenfarben leuchten zu lassen.

Auch der DFB begrüßte die Aktion, unterbreitete allerdings auch den Vorschlag, die Arena an einem anderen Aktionstag für die Rechte von Schwulen und Lesben Anfang Juli entsprechend zu illuminieren. Für das Turnier gelten für alle elf Spielorte die gleichen Regeln der Stadiongestaltung. Über den fraktionsübergreifenden Antrag soll formell erst am Mittwoch entschieden werden.

Kapitänsbinde in Regenbogenfarben: UEFA prüfte möglichen Regelverstoß gegen Manuel Neuer

Erstmeldung vom Sonntag, 20.06.2021: Berlin – Die Entscheidung von Nationaltorwart Manuel Neuer, zum Zeichen seiner Solidarität gegenüber der LGBTIQ*-Gemeinschaft, bei der EM 2021 eine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben zu tragen, sorgte am Sonntagabend für Wirbel. Laut einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bunds vom Sonntagabend (20.06.2021) prüfte die UEFA für kurze Zeit, ob Neuer seine zuletzt viel gelobte Kapitänsbinde weiter tragen darf oder ob der Torhüter der Deutschen Nationalmannschaft damit die Regeln des Wettkampfs gebrochen hat.

Zur offiziellen Begründung der Überprüfung eines möglichen Fehlverhaltens durch Manuel Neuer hieß es laut DFB: „Die Regularien besagen, dass die offiziell von der UEFA bereitgestellte Binde getragen werden muss“. Die UEFA handelt grundsätzlich bei Botschaften abseits des Sportlichen sehr strikt. In den Statuten des Europäischen Fußballbunds sei es sogar ausdrücklich untersagt „Sportveranstaltungen für sportfremde Kundgebungen“ zu benutzen. Die Proteste gegen Rassismus während der EM hatte der Dachverband zuletzt aber sogar begrüßt.

EM 2021: Ärger um Kapitänsbinde von Manuel Neuer – UEFA ermittelte gegen Nationaltorwart

Und auch zu Neuers Initiative zu einer Kapitänsbinde in Regenbogenfarben zu greifen, äußerte sich die UEFA letztlich positiv: Die Regenbogenbinde werde „als Zeichen der Mannschaft für Vielfalt“ und damit als Einstehen für eine gute Sache bewertet. Das teilte der DFB einige Stunden nachdem die Prüfung bekannt geworden war, via Twitter mit.

Manuel Neuer trage die Kapitänsbinde als „klares Bekenntnis der gesamten Mannschaft für Diversität, Offenheit, Toleranz und gegen Hass und Ausgrenzung“, so die offizielle Stellungnahme des DFB: „Die Botschaft lautet: wir sind bunt!“ Der Verband schreibt sich seit vielen Jahren auf die Fahne, sich gegen Homophobie und Ausgrenzung im Fußball einzusetzen – ein Outing eines aktiven prominenten Fußballspielers gilt unter Insidern allerdings immer noch als Tabubruch. Als einziger ehemaliger Deutscher Nationalspieler bekannte sich 2014 Thomas Hitzlsperger offen zu seiner Homosexualität.

Zeichen der Solidarität oder Regelverstoß? Die UEFA prüfte für kurze Zeit Manuel Neuers Kapitänsbinde in Regenbogenfarben.

Zeichen gegen Homophobie bei der EM 2021: München prüfte Regenbogenbeleuchtung für Arena

Neuer hatte das Kapitänsabzeichen in Regenbogenfarben während der Testspiele unmittelbar vor dem Turnier sowie bei den deutschen EM-Spielen gegen Frankreich (0:1) und gegen Portugal (4:2) jeweils in München getragen, auch weil der Juni „auch im Sport im Zeichen von ‚Pride‘“ stehe. Vor dem Spiel zwischen Deutschland und Ungarn am Mittwoch (23.06.2021) haben bereits mehrere Münchner Stadtratsmitglieder sowie fast 40.000 Unterzeichner:innen einer Petition gefordert, die Münchner Allianz Arena in Regenbogenfarben leuchten zu lassen. Die Initiative geht auf ein neues Gesetz in Ungarn zurück, mit dem die ultrarechte Regierungspartei um Ungarns Premier Viktor Orbán verhindern will, dass Kinder öffentlich Inhalte über queere Menschen zu sehen bekommen. (Sandra Kathe mit dpa)

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare