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Bundestrainer Joachim Löw beim Achtelfinale der EM 2021 gegen England. Von einem Ex-Nationalspieler muss er sich heftige Kritik gefallen lassen.
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Nach dem Achtelfinal-Aus gegen England muss Jogi Löw heftige Kritik gefallen lassen.

Europameisterschaft

EM 2021: Streit unter DFB-Stars? Ex-Nationalspieler vermutet schlechte Stimmung

Deutschland ist im Achtelfinale der EM 2021 an England gescheitert. Ein Ex-Nationalspieler rechnet mit Jogi Löw ab.

London – Die deutsche Nationalmannschaft hat das Achtelfinale der EM 2021 gegen England verloren. Damit ist auch die Ära von Bundestrainer Joachim Löw zu Ende. 15 Jahre war er hauptverantwortlich für das DFB-Team und konnte mit der Mannschaft fünfmal das Halbfinale erreichen und 2014 Weltmeister werden. Die letzten Jahre waren allerdings alles andere als erfolgreich. Beim letzten Turnier, der WM 2018 in Russland, war bereits in der Gruppenphase Schluss.

EM 2021: Ex-Nationalspieler Didi Hamann spricht von „drei verschenkten Jahren“ und greift Jogi Löw an

Ex-Nationalspieler Didi Hamann spricht von „drei verschenkten Jahren“. Man habe sich durch die vorzeitige Vertragsverlängerung vor der WM 2018 die Chance genommen, den Trainer zu wechseln, so Hamann am Mittwoch (30.06.2021) gegenüber dem Radiosender Antenne Bayern. Auch am Zusammenhalt in der DFB-Elf hat er seine Zweifel. Er habe „nie das Gefühl, dass wir da wirklich eine Einheit sind und jeder für den anderen alles tut. Und da muss der Trainer natürlich die Verantwortung dafür übernehmen. Und deswegen ist das Turnier für uns relativ früh zu Ende.“

Die deutsche Mannschaft sei außerdem mit der falschen Taktik in das Achtelfinale gegen England gegangen. „Die Engländer hatten sieben Verteidiger auf dem Platz und deswegen habe ich das nicht wirklich verstanden, dass wir da nicht vielleicht früher versucht haben, da was zu ändern und wirklich die Engländer da mal ein Stück weit unter Druck zu setzen, weil sie sehr viel mehr Respekt hatten vor uns als wir vor ihnen“, so Didi Hamann. Die DFB-Elf habe die Gelegenheit verpasst, die Initiative zu ergreifen. Deshalb sei Deutschland in den letzten 20 Minuten bestraft worden, sagte der ehemalige Nationalspieler.

EM 2021: Didi Hamann kritisiert späte Rückholaktion von Müller und Hummels

Didi Hamann erneuert damit seine Kritik an Bundestrainer Jogi Löw und dem DFB. Die Mannschaft stelle für ihn keine harmonische Einheit dar, sagte der heute TV-Experte der FAZ. „Ich habe den Eindruck, bei uns sind drei Mannschaftsteile auf dem Platz, die nicht miteinander verbunden sind. Da ist von Homogenität, oder von einer guten Chemie, nicht viel zu spüren“. Der ehemalige Nationalspieler glaubt auch an Streit außerhalb des Platzes: „Die Spieler sagen natürlich, der Teamspirit sei super. Doch das sind Phrasen. Die Spieler können ja nicht sagen: ‚Ich habe Zweifel, ob wir wirklich eine Einheit sind.‘ Ich habe bei diesem Turnier vier, fünf Spieler gesehen, da beschleichen mich schon Zweifel, was den Zusammenhalt angeht“, so Hamann.

In diesem Zusammenhang kritisierte Didi Hamann die späte Rückholaktion von Thomas Müller und Mats Hummels durch Jogi Löw. Der Bundestrainer habe der Mannschaft die Möglichkeit verwehrt, als Team zusammenzuwachsen. Einige Spieler „hatten mit Hummels und Müller bisher kaum oder gar nichts zu tun. Sie sind beiden nie wirklich begegnet. Doch wie will man das in zehn Tagen in einem Campo Bavaria aufholen? Wie soll das gehen?“ Wenn die beiden Schlüsselspieler im vergangenen Herbst zurück in die Nationalmannschaft zurückgekehrt wären, hätte Löw der Mannschaft die Möglichkeit gegeben, sich über mehrere Monate hinweg miteinander vertraut zu machen, so Hamann.

EM 2021: „Fehlkonstruktion“ - Kritik an Jogi Löw

Das deutsche Mittelfeld mit den „Sechsern“ İlkay Gündoğan und Toni Kroos ist für Hamann eine „Fehlkonstruktion“. Mit den Beiden könne man nicht gegen die besten Mannschaften bestehen. „Die ganze Mannschaft ist damit nicht in der Balance.“ (Max Schäfer mit dpa/sid)

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