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Erst spucken, dann duschen: Referee Frank Willenborg zeigt dem Gladbacher Stürmer Marcus Thuram nach dessen Entgleisung die Rote Karte.
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Erst spucken, dann duschen: Referee Frank Willenborg zeigt dem Gladbacher Stürmer Marcus Thuram nach dessen Entgleisung die Rote Karte.

Eklat in Mönchengladbach

Ekelhafte Spuckattacke

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Gladbacher Stürmer Marcus Thuram spuckt seinen Hoffenheimer Gegenspieler an, was interne Konsequenzen und eine lange Sperre zur Folge haben wird – völlig zu Recht.

Er hat eine ausgezeichnete schulische Ausbildung genossen, er spricht fünf Sprachen, drei davon fließend, er setzt sich vehement gegen Rassismus ein. Marcus Thuram ist ein wohlerzogener junger Mann, der versucht seinem Vater, dem früheren französischen Welt- und Europameister und heutigen Unicef-Botschafter Lilian Thuram, nachzueifern. „Guter Fußballer, guter Mensch“, titelte die FR über Thuram junior vor wenigen Wochen. Dachte man jedenfalls.

Am Samstag vergaß der 23-jährige Angreifer von Borussia Mönchengladbach seine gute Kinderstube. Kopf an Kopf stand er nach 78 Minuten mit dem Hoffenheimer Stefan Posch – und spuckte ihm ins Gesicht. Ekelhaft.

Hinterher bat Thuram um Vergebung. Er wolle sich entschuldigen bei „Stefan Posch, meinen Gegenspielern, meinen Teamkollegen, meiner Familie und allen, die meine Reaktion gesehen haben“. Es habe „etwas stattgefunden, was nicht in meinem Charakter liegt und nie wieder vorkommen darf“, so Thuram, der beteuerte: „Es war ein Versehen und nicht beabsichtigt.“ An Dummheit war die Aktion nicht nur, aber natürlich vor allem in Corona-Zeiten freilich kaum zu überbieten.

Das 1:2 der Gladbacher gegen die TSG geriet völlig in den Hintergrund, wenngleich die Rote Karte für Thuram direkten Einfluss auf die Partie hatte. Die Borussia verspielte ihre Führung in der Endphase noch. Spucker Thuram muss nicht nur ein Monatsgehalt an als interne Strafe zahlen, ihm droht auch eine lange Sperre. „Natürlich akzeptiere ich alle Konsequenzen“, sagte er selbst, während der Gladbacher Trainer Marco Rose sich bereits unmittelbar nach Spielschluss „im Namen des Vereins für die unrühmliche Szene“ entschuldigte. Das gehöre nicht auf den Fußballplatz.

Mitspieler Christoph Kramer, gerade erst wegen mangelnder Beweise vom Spuckverdacht gegen den Frankfurter Sebastian Rode freigesprochen, hielt es allgemeiner. Er sagte: „Meine Mutter hat mir früher als Kind schon gesagt: ‚Gewöhn dir das mit dem Spucken nicht an‘. Das sieht einfach uncool und auch ein bisschen asozial aus. Wenn wir uns das abgewöhnen könnten, wäre das nicht schlecht, das hat nicht die beste Vorbildfunktion.“ Wo er Recht hat.. (mit sid)

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