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Eintracht zu Gast in Wolfsburg: Auftritt in der großen Arena

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Von: Katja Sturm

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Einst in Wolfsburg, jetzt in Frankfurt: die Nationalspielerin Sara Doorsoun.
Einst in Wolfsburg, jetzt in Frankfurt: die Nationalspielerin Sara Doorsoun. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Eintracht-Fußballerinnen gastieren beim Tabellenführer VfL Wolfsburg - gerade für Frankfurts Sara Doorsoun ein besonderes Spiel.

Den Kontakt nach Wolfsburg hat Sara Doorsoun nie verloren. „Es ist nicht leicht, im Fußball echte Freundinnen zu finden“, sagt die 31-Jährige, die seit elf Monaten für Eintracht Frankfurt aufläuft. Aber in den dreieinhalb Jahren zuvor in Niedersachsen sei ihr das gelungen.

Der Silvestertrip mit einigen der früheren Mitspielerinnen sei schon geplant. Doch an diesem Samstag dürften die Reisebegleiterinnen sich nicht wundern, wenn sie von der temperamentvollen Verteidigerin „angepöbelt“ würden. Um 13 Uhr treffen der VfL und die Hessinnen im Spitzenspiel der Bundesliga aufeinander. Dabei zählt nur, wer Punkte mitnimmt.

Doorsoun hat sich für das Duell des Meisters und Tabellenführers mit dem ebenfalls noch ungeschlagenen Zweiten eine gesunde Herangehensweise zurechtgelegt: „Wenn wir kein Tor zulassen, haben wir mindestens einen Punkt“, sagt die Nationalspielerin. Gegen einen Gegner, der das Oberhaus klar dominiert und nach acht Spieltagen noch keinen Zähler abgeben musste, wäre das bereits als Erfolg zu werten. Zumal die Eintracht überraschend die erste Verfolgerrolle einnimmt. Eher hätte man den Vorjahreszweiten Bayern München auf dieser Position erwartet, doch der hat sein erstes Aufeinandertreffen mit den Wölfinnen hinter sich und nach der Niederlage einen Punkt weniger auf dem Konto als die Eintracht.

Schon mehr als 10 500 Karten sind für die Begegnung verkauft. VfL-Pressesprecher Dirk Zilles geht von bis zu 15 000 Fans in der Arena aus, in die die Gastgeberinnen umgezogen sind. Doorsoun durfte in ihrer Zeit im VfL-Trikot nur einmal in der Spielstätte der Männer auftreten: bei einer Benefizpartie gegen die Eishockeycracks der Grizzlys. Die Ränge seien damals leer gewesen, so richtig zähle das nicht.

Dass es den Gästen sehr schwer fallen dürfte, selbst Treffer im Tor unterzubringen, daran sind sie nicht unschuldig. Die deutsche Nummer eins Merle Frohms, die beim VfL zwischen den Pfosten steht, betont, wie sehr sie in ihren beiden Jahren am Main gereift sei. „Ich habe in Frankfurt wichtige große Schritte gemacht“, sagt die 27-Jährige.

Umso wichtiger wird es für das Team von Eintracht-Trainer Niko Arnautis sein, jede Möglichkeit zu nutzen - nicht die Stärke der Eintracht. Doorsoun: „Es ist eine Qualität, dass wir uns überhaupt Chancen erarbeiten.“ Vielleicht machten sich die Stürmerinnen zu viel Druck. Diesmal, als Underdog anreisend, könne die Eintracht locker aufspielen. Egal, wie das Resultat ausfällt: Doorsoun freut sich darauf, nach dem Abpfiff wieder mit ihren Freundinnen unbeschwert plaudern zu können. Vorher herrscht Funkstille.

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