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Frankfurts Torwart Kevin Trapp ärgert sich über die 1:0-Führung der im Hintergrund jublenden Mainzer.

16. Spieltag

Eintracht weiter ohne Sieg in Mainz - 2:2 in hitzigem Derby

Zweimal Quaison, zweimal Jovic - in einem unterhaltsamen Derby trennen sich Mainz und Frankfurt 2:2. Damit wartet die Eintracht weiter auf den ersten Bundesliga-Sieg beim Rivalen. Nun geht es für die Eintracht zum Jahresabschluss gegen die Bayern.

Trotz eines Doppelpacks von Torjäger Luka Jovic hat Eintracht Frankfurt auch im elften Anlauf den ersten Bundesligasieg beim FSV Mainz 05 und damit eine perfekte Generalprobe für das Spiel des Jahres gegen Rekord-Champion Bayern München mit Ex-Trainer Niko Kovac verpasst.

Beim 2:2 (2:2) in einem rassigen Rhein-Main-Derby egalisierte der Serbe vor 30.805 Zuschauern mit seinen Saisontoren Nummer elf und zwölf (31./45.+1 Minute) die zweimalige Mainzer Führung durch Robin Quaison (10./36.). Mit 27 Punkten sind die Hessen vor dem Jahresfinale gegen die Bayern Tabellenfünfter. Mainz bleibt mit 20 Zählern im Mittelfeld der Fußball-Bundesliga.

„Unterm Strich ist das Ergebnis verdient. Wir waren ein Stück näher dran. Die erste Halbzeit war spektakulär. Das ist eine Bestätigung unserer guten Vorrunde. Die Mannschaft hat ein klares Gesicht, ein klares Konzept“, lobte 05-Präsident Stefan Hofmann. Frankfurts Torhüter Kevin Trapp sprach von einem „schwierigen Spiel“ und betonte nach dem 24. Pflichtspiel in vier Monaten: „Wir hätten hier gerne gewonnen. Wenn man den Spielverlauf aber sieht, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.“

Die Eintracht leistete ihren Beitrag zu einem fulminanten und hitzigen Derby. Beide Mannschaften sorgten insbesondere im ersten Durchgang für ein hohes Tempo und erspielten sich einige Torraumszenen.

Den besseren Start erwischten aber die Mainzer, die sehr aggressiv attackierten und so den DFB-Pokalsieger in die Bredouille brachten. Das zahlte sich früh aus. Vergab Jean-Philippe Mateta in der sechsten Minute noch eine große Chance aus halbrechter Position, machte es Quaison kurz darauf besser. Von Mateta in Szene gesetzt drosch er den Ball links oben in den Winkel. Vorausgegangen war aber ein leichtsinniger Fehler von Mijat Gacinovic. Eine weitere Chance von Mateta dokumentierte die gute Anfangsviertelstunde der Rheinhessen (13.).

Danach kam aber die Eintracht. Insbesondere die starke Offensive stellte die Mainzer vor Probleme. Dabei saß Vize-Weltmeister Ante Rebic bis zur 71. Minute auf der Bank. Bei einem Kopfball von Sebastien Haller hatte Mainz noch Glück (23.), bei einer sehenswerten Kombination über Jonathan de Guzman und Filip Kostic war es aber dann in Person von Jovic passiert.

Die Antwort folgte prompt. Nach einer Flanke von Jean-Paul Boetius war wieder Quaison für Mainz zur Stelle. Dass die Eintracht-Hintermannschaft dort zu schläfrig wirkte, lag vielleicht auch am Fehlen der verletzten Defensivspieler Makoto Hasebe und David Abraham. Doch im Angriff hatte die Eintracht noch Jovic, der kurz vorm Pausenpfiff per Kopf traf.

Im zweiten Durchgang konnten die beiden Rivalen den Turbo-Fußball nicht mehr aufrecht erhalten. Beide leisteten sich nicht nur Pausen, sondern auch einige Fehlpässe. Die Eintracht hatte durch Haller eine Kopfball-Chance (50.), auf der Gegenseite forderte Mainz nach einer umstrittenen Aktion des Frankfurters Carlos Salcedo vergeblich einen Handelfmeter (75.). Dazu rettete Eintracht-Keeper Kevin Trapp gegen Boetius (80.).

Vor dem Anpfiff hatten die Mainzer eine wichtige Personalie geklärt. Sportvorstand Rouven Schröder verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2022. Schröder arbeitet seit 2016 für die Mainzer.

(Von Eric Dobias und Stefan Tabeling, dpa)

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