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Borussia Mönchengladbach kämpft um Platz vier - gegen Titelanwärter Borussia Dortmund.

Fußball-Bundesliga

Die Eintracht-Konkurrenten: Wer schafft den Sprung nach Europa?

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Eintracht Frankfurt kämpft um einen Platz in Europa. Ihre fünf Gegner im Check.

Ein Spieltag steht in der Fußball-Bundesliga noch auf dem Programm. Wer aber schafft den Sprung in die Champions League, wer erreicht die Europa League. Beim Schneckenrennen um Europa kämpftEintracht Frankfurt mit fünf Kontrahenten: Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg, TSG Hoffenheim und Werder Bremen. Die FR-Prognose im Überblick: 

4. Borussia Mönchengladbach

Die Spannung könnte wahrlich nicht größer sein in Mönchengladbach. Für die Gastgeber reicht im Finale furioso nur ein Sieg gegen Borussia Dortmund sicher für die Champions-League-Qualifikation, der BVB seinerseits braucht unbedingt drei Punkte, um die Titelchance zu wahren. Mehr Kribbeln geht nicht beim letzten Spiel von Dieter Hecking als Gladbacher Trainer. Zur Einstimmung hat der verletzte Kapitän Lars Stindl die Borussen in einer zehnminütigen Ansprache noch mal richtig heiß gemacht. Im Grunde haben sie am Niederrhein gemeinsam schon mehr erreicht als sie nach der tiefen Delle im Frühjahr erhofft hatten. Dass sie vor dem letzten Spieltag aus eigener Kraft die Königsklasse erreichen können, hat die Laune allseits spürbar verbessert. Pikanterie des Spiels gegen Dortmund: Es ist das letzte für Thorgan Hazard im Fohlen-Hemd vor dem Wechsel des Wiesels mit der unsteten Formkurve zum BVB.

FR-Prognose: Niederlage gegen Dortmund, 5. Platz

5. Bayer Leverkusen

Ende März, Anfang April sah es so aus, als würde Bayer Leverkusen die Puste ausgehen: 1:3 gegen Werder Bremen, 1:4 in Hoffenheim, 2:4 gegen RB Leipzig. Manche Experten glaubten schon, der Peter-Bosz-Effekt sei eingetreten, denn schon bei seinem kurzen Gastspiel bei Borussia Dortmund war der Niederländer erst durchgestartet und dann jäh abgestürzt. In Leverkusen läuft es besser, die Spieler reden nur gut über den ausnehmend sympathischen Bosz. Und die Siege kamen zurück: 2:0 in Nürnberg, 4:1 gegen Augsburg, 6:1 gegen die Frankfurter Eintracht. Deshalb ist die Werksmannschaft wieder dran an den sättigenden Fleischtöpfen - und trotz des mageren 1:1 vom vergangenen Wochenende gegen Schalke 04 dürfte die Bayer-Truppe gut genug in Schuss sein, um Samstag in Berlin zurück zur Torproduktion zu gelangen. Kai Havertz, Julian Brandt und Kevin Volland wissen ja sehr genau, wie das geht.

FR-Prognose: Sieg bei der Hertha in Berlin, 4. Platz

7. VfL Wolfsburg

Für die Niedersachsen ist vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (mit Ex-Wölfe-Coach Martin Schmidt) die Europa League gut greifbar. Augsburg klingt nämlich nicht gerade bedrohlich. Um ein bisschen mehr Zug in die Sache zu bekommen und noch ein paar mehr Fans ins notorisch ungefüllte Stadion zu locken, wird der gesperrte Kapitän Josuha Guilavogui am Samstag zumindest eine Halbzeit lang in der Fankurve stehen, länger wäre wohl zu anstrengend. Derweil sagt der tapfere Trainer Bruno Labbadia, es wäre „toll“, wenn die Europa League erreicht werden könnte, am besten mit Platz sechs und somit ohne die mühseligen Qualifikationsspiele im Vorfeld, die Platz sieben erfordern würde. Wie dem auch sei: Labbadia kann das alles noch so toll finden, er selbst kann nächste Saison die Früchte nicht mehr ernten, die er gepflanzt hat. Sein Nachfolger, der Österreicher Oliver Glasner, ist schon fix verpflichtet.

FR-Prognose: Sieg gegen Augsburg, 6. Platz

8. TSG Hoffenheim

Es wäre übertrieben zu behaupten, in Hoffenheim ginge die Stimmung vor dem Gastspiel in Mainz gerade durch die Decke. Zu blöd hat sich die TSG-Chancentod zuletzt angestellt und dabei wichtige Punkte auf dem Weg nach Europa liegen lassen. Es hat ganz den Anschein, als sei der Stecker gezogen. Der scheidende Trainer Julian Nagelsmann hat schon mal zart durchblicken lassen, dass er manche Entwicklung so nicht toleriert hätte, wäre er nicht sowieso bald weg. Ein bisschen hört sich das nach einem Lame-Duck-Feeling an. Wie dem auch sei. Der Mainzer Kollege Sandro Schwarz hielte es für „geradezu fahrlässig“, die TSG deshalb nicht mehr ernstzunehmen. Ergo: Das zuletzt durchhängende Hoffenheim hat bei den wiedererstarkten Mainzern einen seriösen Gegner zu erwarten, das hat der in Frankfurt beheimatete 05-Coach Schwarz der Eintracht ohnehin versprochen. Klingt verdächtig nach Hochspannung.

FR-Prognose: Unentschieden in Mainz, 8. Platz

9. Werder Bremen

Wahrscheinlich ist der 1:0-Sieg vergangenes Wochenende in Hoffenheim zu spät gekommen für die Bremer, die vor der Saison selbstbewusst einen europäischen Wettbewerb als Saisonziel ausgegeben hatten, sich dann aber ein paar Durchhänger zu viel leisteten. Ohnehin reden die Menschen in der Hansestadt derzeit mehr über die ungewissen Personalien Claudio Pizarro und Max Kruse als über die Minimalchancen für die Europa League. Pizarro würde gern bleiben, aber Werder ziert sich noch, die Bremer würden Kruse gern halten, aber Kruse ziert sich noch. Manchmal ist das Leben ganz schön kompliziert. Zudem sieht es verdächtig danach aus, als könnte derselbe Kruse zum Saisonausklang gegen RB Leipzig wegen hartnäckiger Oberschenkelbeschwerden nicht mitmachen. Dass es auch ohne das Pokerface ganz gut funktionieren kann, dafür lieferte der Sieg in Hoffenheim Anschauungsunterricht.

FR Prognose: Niederlage gegen Leipzig, 9. Platz

Bleibt für Eintracht Frankfurt der 7. Platz. Die Ochsentour also, aber besser als nix.

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