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Eintracht-Fußballerinnen: Herausfordernde Vorbereitung

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Von: Katja Sturm

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Der Ball rollt wieder: Stürmerin Shekiera Martinez.
Der Ball rollt wieder: Stürmerin Shekiera Martinez. © IMAGO/Eibner

Die Eintracht-Fußballerinnen starten mit dem Training - allerdings ohne 13 Spielerinnen.

Zum öffentlichen Trainingsauftakt der Frankfurter Bundesliga-Fußballerinnen konnten Eintracht-Chefcoach Niko Arnautis und Sportdirektor Siegfried Dietrich am Mittwoch zwar einen großen Kreis an Spielerinnen begrüßen. Aus dem Erstligakader, der die Übungseinheit auf der Sportanlage Rebstock zusammen mit der „Zweiten“ absolvierte, fehlten allerdings gleich 13 Spielerinnen: Zehn, weil sie derzeit mit den Nationalteams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Island bei der Europameisterschaft in England weilen, Leticia Santos, die bei der Copa América in Kolumbien dribbelt, Neuzugang Carlotta Wamser, die sich am Vormittag erkältet abgemeldet hatte, und Kapitänin Tanja Pawollek, die das Coronavirus erwischt hat.

In den verbleibenden fünf Wochen bis zur ersten Pflichtpartie, dem Duell gegen Fortuna Hjörring beim Qualifikationsturnier zur Champions League in Dänemark am 18. August, wird sich die Trainingsgruppe nur nach und nach füllen. Wamser, Madeleine Steck und Camilla Küver, die sich an diesem heißen Nachmittag erstmals nach ihrem Kreuzbandriss im November wieder inmitten ihrer Teamkolleginnen bewegte, könnten sich zudem Ende Juli bei einem Lehrgang der U20 für die Weltmeisterschaften in Costa Rica empfehlen und dann eventuell bis Ende August den Frankfurterinnen nicht helfen.

„Wir sind stolz, dass wir wieder so viele Nationalspielerinnen stellen“, sagt Trainer Arnautis. Aber natürlich sei es dadurch „eine herausfordernde Vorbereitung“. Glücklicherweise habe die Eintracht „ein sehr eingespieltes Team“. Die Hessinnen konnten die Formation, die in der vergangenen Saison den dritten Tabellenplatz in der Liga erkämpfte, größtenteils zusammenhalten. Der zweite Neuzugang ist Stina Johannes, die die zurück nach Wolfsburg gewechselte Nationalkeeperin Merle Frohms als Nummer eins ersetzen soll. Seit dieser Woche stellt sich zudem eine Feldspielerin aus dem chinesischen A-Nationalteam am Main vor.

Dass die neue Saison mit der Premiere auf europäischer Ebene beginnt, findet Arnautis nicht schlimm. Im Gegenteil: Durch diese besondere Aufgabe sei gewährleistet, dass auch die EM-Teilnehmerinnen nach ihrer Rückkehr nicht in das übliche Loch fallen. Eine bessere Motivation, hungrig zu bleiben, kann sich der Pädagoge nicht vorstellen.

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