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Eintracht-Coach Adi Hütter. Wieder ein Schlüsselspiel.

Bundesliga

Der Kampf um die Champions-League-Teilnahme

Eintracht Frankfurt sollte in Leverkusen punkten, um weiterhin Hoffnung auf die Teilnahme an der Champions League zu haben. Den Gastgebern geht es ähnlich.

Aufstrebende Leverkusener gegen müde Europacup-Fighter  von Eintracht Frankfurt: Zum Abschluss des 32. Spieltags der Fußball-Bundesliga kann die Eintracht einen Riesenschritt Richtung historischer erster Champions-League-Teilnahme machen. Nach rauschenden Europa-League-Nächten reist der Tabellenvierte aber mit niedrigem Akkustand ins Rheinland, wo Gastgeber Leverkusen seine Aufholjagd fortsetzen und nach Punkten mit der Eintracht gleichziehen will.

Eintracht-Trainer Adi Hütter: "Bayer ist unter Zugzwang"

Den Druck vor dem Sechs-Punkte-Spiel um die Königsklasse-Millionen am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) schiebt Frankfurts Trainer Adi Hütter dem Gastgeber zu. "Bayer ist unter Zugzwang. Für sie ist es ein absolutes Big Game", sagte der Österreicher. "Diese Chance" wolle sein Team "nutzen und auf Sieg spielen". Gelingt dies, würde die Eintracht zumindest Leverkusen im Kampf um Platz vier frühzeitig ausstechen.

Die Favoritenrolle liegt aber bei Bayer, denn während die ausgeruhte Werkself zuletzt mit drei Siegen in Folge Topform bewies, holten die Vielspieler aus Frankfurt im selben Zeitraum nur noch zwei Liga-Zähler. Der aufopferungsvolle Europa-League-Auftritt vom Donnerstag gegen den FC Chelsea (1:1) hinterließ weitere tiefe Spuren.

Gezeichnet von einer Kopfverletzung und einer Zehenstauchung konnte Mittelfeldrackerer Sebastian Rode seinen Zustand nach dem Halbfinal-Hinspiel nur noch mit einem Wort umschreiben: "Kaputt". Für Hütter sah der Antreiber aus, als "hätte er einen Boxkampf über 12 Runden hinter sich". Ob Rode am Sonntag auflaufen kann, war zunächst unklar, der seit Wochen fehlende Sebastien Haller wird laut Hütter nicht rechtzeitig fit.

"Natürlich spielt uns das ein bisschen in die Karten", sagte Leverkusens Kai Havertz mit Blick auf die hohe Frankfurter Belastung dem kicker. Für Bayer wäre der erste Champions-League-Einzug seit drei Jahren gleich in mehrerlei Hinsicht wichtig: für die Klubkasse, das Renommee, und um die umworbenen Juwele Havertz (19) und Julian Brandt (22) vielleicht noch ein Jahr am Rhein zu halten.

Ihr Spiel wollen die Leverkusener gnadenlos darauf auslegen, Frankfurts Energielevel zügig zu leeren. "Wenn wir schnell spielen, den Ball laufen lassen, wird es bei den Frankfurtern irgendwann einen Bruch geben", ist sich Havertz sicher. Dann werde "man merken, dass sie nicht mehr hinterher kommen." (sid)

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