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Auf geht‘s: Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder.

Bundesliga

Eine neue Story in Hoffenheim

Der niederländische Coach Alfred Schreuder bittet in Hoffenheim zum ersten Training.

Der neue Trainer Alfred Schreuder sieht die Erwartungshaltung beim Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim als Nachfolger von Erfolgscoach Julian Nagelsmann entspannt. „Hoffenheim hat sehr viel geleistet in den vergangenen Jahren. Aber vielleicht ist meine persönliche Erwartungshaltung noch höher“, sagte der 46 Jahre alte Niederländer nach dem Trainingsauftakt am Samstag: „Wir sind sehr gut aufgestellt, um eine schöne neue Geschichte zu schreiben in Hoffenheim.“

Der Erbe des zum Ligarivalen RB Leipzig abgewanderten Nagelsmann, der unter seinem Vorgänger bereits Co-Trainer bei der TSG war, will an die gemeinsame Zeit anknüpfen. „In vielen Sachen ticken wir ähnlich. Zusammen hat es super geklappt“, betonte Schreuder: „Es ist zu früh, um über Ziele sprechen. Aber wir werden nicht viel ändern in der Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Wir wollen mutig und selbstbewusst, aber auch bodenständig agieren.“

Das erste Training am Samstag verfolgten 350 Kiebitze bei brütender Hitze. Dabei fehlten unter anderem Ishak Belfodil, Stefan Posch, Nadiem Amiri, Kasim Adams und Steven Zuber aus diversen Gründen. Bei der täglichen Arbeit baut Schreuder vor allem auf seinen Bruder Jan-Dirk, der als sein Assistent fungiert: „Er wird mir immer sagen, was er denkt. Er wird mir den Spiegel vorhalten.“

Die Kraichgauer bereiten sich zunächst im Top-Trainingszentrum in der Heimat auf die kommende Spielzeit vor. Vom 18. bis zum 26. Juli beziehen die Hoffenheimer ihr Trainingslager in Windischgarsten (Oberösterreich). Die offizielle Saisoneröffnung ist für den 3. August terminiert, an diesem Tag testet die Mannschaft gegen den fünfmaligen Europacup-Sieger FC Sevilla ihre Form.

Am 10. August steht das erste Pflichtspiel auf dem Programm der neuen Saison. In der ersten Runde des DFB-Pokals muss die TSG beim Drittligisten Würzburger Kickers antreten. Eine Woche später steht der Bundesligaauftakt im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt an.

Die Kasse ist voll

Mit Blick auf die Transferaktivitäten ist die Kasse der Hoffenheimer noch prall gefüllt. Den Verkäufen der Nationalspieler Nico Schulz (27 Millionen Euro/Borussia Dortmund) und Kerem Demirbay (28 Millionen/Bayer Leverkusen) stehen bisher fast nur „Schnäppchen“-Einkäufe (Sargis Adamyan, Konstantinos Stafylidis, Franko Kovacevic, Philipp Pentke) gegenüber. Lediglich der togolesischen Nationalstürmer Ihlas Bebou (zehn Millionen/Hannover 96) hat richtig Geld gekostet.

Zum Auftakt stand auch der kroatische WM-Zweite Andrej Kramaric, um den es immer wieder Wechselgerüchte gegeben hatte, auf dem Übungsplatz. „Absolut ausschließen kann ich das nicht“, sagte Sportchef Alexander Rosen auf die Frage nach weiteren Abgängen. Derzeit umfasst der Kader 30 Profis. „Wenn wir wollten, könnten wir über 100 Millionen Euro aus Spielerverkäufen einnehmen. Trotzdem stehen die wenigsten bei mir im Büro und sagen, dass sie wegwollen“, betonte Rosen.

Der Kader der Hoffenheimer wird sich im Verlauf der kommenden Wochen sicher noch verändern. Zahlreiche TSG-Profis gelten als aussichtsreiche Kandidaten für eine Leihe oder einen Wechsel. „Es wird bestimmt noch etwas passieren. Wir werden eher bei 24 Feldspielern plus drei Torhütern landen als bei den aktuell 28 Feldspielern“, betonte Alexander Rosen: „Wir wissen, dass wir nicht am Ende der Nahrungskette stehen.“ (dpa/sid)

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