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Bleibt bis 2025 ein Münchner: Joshua Kimmich.
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Bleibt bis 2025 ein Münchner: Joshua Kimmich.

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Ein Zeichen mit Kimmich

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Der Nationalspieler verlängert bei Bayern und hat die Verhandlungen selbst geführt, weil er sich auch selbst berät: Das ist bemerkenswert und unüblich in diesem Geschäft.

Joshua Kimmich hat seinen Vertrag beim FC Bayern gleich bis 2025 verlängert. Das ist in diesen Zeiten, in denen der nationale Krösus international immer mehr unter finanziellen Druck gesetzt wird, ein Statement. Wie bedeutend die Münchner das selbst bewerten, zeigt die Inszenierung: Die Arena wurde mit den Initialen „JK“ und Kimmichs Rückennummer 6 illuminiert, Boss Oliver Kahn und Sportchef Hasan Salihamidzic präsentierten den neuen Vertrag gemeinsam mit dem Profi im Stadion, Online zeigten die Bayern, untermalt von dramatischer Musik, die Glanzpunkte von Kimmichs Karriere und zählten sechs Punkte der Extraklasse des Führungsspielers auf.

So groß das Getöse im Netz, so klein die Schlagzeilen im Zuge der Verhandlungen. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: Kimmich hat sich im Frühjahr auf eigenes Betreiben hin von seiner schwäbischen Beratungsagentur getrennt. Der 26-Jährige berät sich lieber selbst, was unüblich in diesem Geschäft ist. Auch deshalb, weil die meisten seiner Kollegen den Klub-Managern in Verhandlungen nicht gewachsen sind und es auf einem komplizierten Markt schwerer haben als Weltklassemann Kimmich.

Der kann nicht nur ausnehmende gut Fußball spielen, sondern gehört auch zu den klügsten Köpfen der Ballspielbranche. Er begründete den Schritt damit, er habe für sich entschieden, „dass ich noch stärker für meine Werte und meine Ansichten einstehen und meiner Eigenverantwortung gerecht werden will“. Nebenbei dürfte das beiden Vertragspartnern über die Laufzeit hinweg mehrere Millionen Euro gespart haben, was die Verhandlungen erleichtert haben könnte.

Hinzu kam - anders als etwa beim unter unschönen Nebengeräuschen zu Real Madrid gewechselten David Alaba - die grundsätzliche Bereitschaft Kimmichs, in München zu bleiben. Die Erklärung des Spielers klingt im hochgezüchteten Profifußball wie ein Anachronismus: „Ich habe eine Mannschaft, mit der ich alles erreichen kann, und zudem sind viele Mitspieler zu richtigen Freunden geworden. Darum habe ich überhaupt angefangen, Fußball zu spielen: Weil es Spaß machen sollte.“

Relativ zeitnah wird nun erwartet, dass der FC Bayern sich auch mit Kimmich-Kumpel Leon Goretzka auf eine Ausdehnung des nur noch bis 2022 laufenden Vertrags einigt. Dabei werden die Münchner sich jedoch nicht nur mit dem Spieler selbst, sondern auch mit dem für die Verhandlungen hinzugezogenen Berater Thomas Kroth auseinandersetzen müssen. Fest steht: Weder Kimmich noch Goretzka werden künftig darben müssen.

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