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Endlich wieder Fans im Stadion, selbst wenn es nicht viele sind.
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Endlich wieder Fans im Stadion, selbst wenn es nicht viele sind.

Kommentar

Ein Spiel für die Seele

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
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Man spürt nun über der deutschen Mannschaft sogar eine gewisse Leichtigkeit. Offenbar tut es ihr gut, dass die Erwartungen in der Öffentlichkeit nicht allzu hoch sind.

Ein 7:1. Wann erzielt man im ernsthaften professionellen Fußball schon mal ein solches Ergebnis? Okay, 2014 im WM-Halbfinale gegen Brasilien. Das mal zur Seite gestellt. Mit dem klaren Sieg gegen Lettland hat der DFB die gute Tradition wieder aufgenommen, dass man im letzten Test vor dem Turnier vor allem etwas für die Seele tut.

Dass ein Weltranglisten-138. nicht als Frankreich-Double taugt, ist klar. Doch zumindest sahen die Letten sportlich aus, was man nicht von allen früheren Anfang-Juni-Gegnern sagen konnte – wir erinnern uns an Malta 2010 in Aachen, das mit einem Reiner-Calmund-artigen Spieler antrat. Trotzdem gewannen die Deutschen damals nur 3:0. Und jetzt 7:1.

Jedenfalls: Von der Stimmung her kein Vergleich zu 2018, als die von Mesut Özil und Ilkay Gündogan ausgelöste Erdogan-Trikot-Affäre die Vorbereitung vom ersten Moment an belastete und das kärgliche 2:1 gegen Saudi-Arabien in Leverkusen die Ahnung aufkommen ließ, dass es bei der WM nichts werden kann mit der Titelverteidigung.

Man spürt nun über der deutschen Mannschaft sogar eine gewisse Leichtigkeit. Es hat den Anschein, als setze die Öffentlichkeit kein klares Ziel à la Halbfinale, Endspiel oder Turniersieg, sondern lasse sich einfach mal durch die kommenden Woche(n) treiben. Hauptsache, das Auftreten der Mannschaft stimmt. Und es geht ja auch um Größeres als das deutsche Abschneiden: um die Rückkehr des Fußballs, der sich wieder nach Fußball anfühlt.

Diese frohe Erwartung war vor allem Markus Söder anzusehen, der sich am Montagabend in die RTL-Länderspielrunde schalten ließ. Von „neuem Lebensgefühl und gegenseitiger Befruchtung“, sprach der bayerische Ministerpräsident im Vorgriff auf die Spiele in München. Er skizzierte den Verlauf der Kurven: Inzidenz sinkt, Zahl der Geimpften steigt. Seine Entscheidung, 14 000 Zuschauer zuzulassen, könnte gut getimt sein im Hinblick auf den 15. Juni, wenn die deutsche Elf gegen die französische spielt.

Und tatsächlich – dies ist eine Erkenntnis aus dem 7:1 gegen Lettland, das 1000 Menschen im Stadion verfolgen durften – wird ein auch nur zu (kleinen) Teilen gefülltes Stadion als beflügelnd empfunden.

Und sein Wetterglück nimmt der Fußball nach den viel zu kalten Monaten März, April und Mai auch in Anspruch. Prognose für kommenden Dienstag, 15. Juni: 26 Grad. Es wird (Fußball-)Sommer.

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