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 Unterschiedsspieler im Unterhaus: Danny Blum treibt den VfL Bochum nach vorn
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Unterschiedsspieler im Unterhaus: Danny Blum treibt den VfL Bochum nach vorn

Tabellenspitze

Ein seltsames Paar

  • Jakob Böllhoff
    vonJakob Böllhoff
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Greuther Fürth und der VfL Bochum stehen ganz vorne in der zweiten Klasse – dank den Ex-Frankfurtern Hrgota und Blum.

Bei der SpVgg Greuther Fürth kennt man das Gefühl, Erster einer Zweitligatabelle zu sein, sehr gut kennt man es sogar. Seit Längerem führt der fränkische Klub nämlich die sogenannte ewige Tabelle des deutschen Profi-Unterhauses an. 140 Punkte beträgt der Vorsprung auf den Zweitplatzierten, Tendenz stark steigend, denn der Zweitplatzierte heißt Alemannia Aachen und sammelt als Viertligist derzeit nur Punkte für die ewige Tabelle der Regionalliga West.

Die Fürther, wie die Aachener ein Urgestein des Profi-Unterhauses, frischen das abgestandene Gipfelglück der ewigen Tabelle dieser Tage mit neuen Hochgefühlen auf. Dank des Derbysiegs gegen Nürnberg (3:2) am vergangenen Wochenende (und natürlich dank anhaltender Gebrechen des Hamburger SV) führen die Fürther ja auch die aktuelle Zweitligatabelle an. „Wir befinden uns auf dem Weg, den wir uns vorgenommen haben“, sagt der Fürther Coach Stefan Leitl, womit jedoch nicht der tabellarische Weg Richtung Bundesliga gemeint ist, sondern jener der fußballerischen Weiterentwicklung. „Unsere Fans träumen nach dem Derbysieg, aber wir träumen nicht“, sagt Leitl, 43, trocken, der seinen Vertrag neulich verlängerte.

Hrgota hier, Blum dort

Ein wenig Optimismus dürften die Franken sich aber auch intern erlauben. Die Mannschaft ist eingespielt, fußballerisch gut und laufstark, verfügt zudem über individuelle Qualität, die in Liga zwei zum gehobenen Niveau zählt. Vor allem das Sturmduo sticht hierbei heraus, das sich aus dem Ex-Frankfurter Branimir Hrgota (fünf Saisontreffer) und Havard Nielsen (drei) zusammensetzt und in Zusammenarbeit mit den Mittelfeldspieler Tom Seguin und Julian Green die offensive Klasse des Teams definiert. Zudem: In jeden ihrer bisherigen fünf Saisonsiege starteten die Fürther mit identischer Anfangsformation, wodurch sich Automatismen mit Tragweite einschleifen. Mit den Fürthern ist jedenfalls bis zum Schluss zu rechnen im Aufstiegsrennen.

Vielleicht gilt das auch für den guten, alten VfL Bochum. „Jetzt dürfen wir uns mal freuen“, sagte Trainer Thomas Reis nach dem 5:0 (1:0)-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf, der den Bochumern den Sprung auf Platz zwei bescherte: „Dann wollen wir aber mit Demut weiterarbeiten“. Zehneinhalb Jahre nach dem Abschied aus der Bundesliga träumt der Traditionsklub aus dem Herzen des Ruhrgebiets, wie die Fürther angetrieben von einem ehemaligen Frankfurter, Flügelspieler Danny Blum, wieder einmal vom Aufstieg. Und macht keinen Hehl daraus: „Wir haben uns jetzt oben etwas festgesetzt, das war unser Ziel“, sagte Mittelfeldspieler Robert Tesche.

Solche Ambitionen sind beinahe naturgegeben bei einem Klub mit großer Erstligatradition, wirklich rechnen konnte man mit Bochum vor der Saison aber nicht. Vor Beginn der Corona-Krise steckte der VfL tief im Abstiegskampf, stabilisierte sich erst danach. Blum, der Dampfmacher auf der rechten Seite, findet deshalb: „Träume sind immer wichtig, aber wir wissen, wo wir herkommen.“

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