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Enttäuschte Lilien-Profis: Foto: dpa
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Enttäuschte Lilien-Profis:

Darmstadt 98

Darmstadt 98: Ein Knall als Ende aller Träume

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Weil Tim Skarke den Ball am Tor vorbeischießt, verliert Darmstadt 98 den Elfmeterkrimi in Kiel.

Es schien nicht enden zu wollen, dieses Elfmeterschießen, nicht mehr viel, und selbst die beiden Torwächter hätten als Schützen rangemusst. 18 Versuche aus elf Metern brauchte es, damit im DFB-Pokalachtelfinale zwischen Holstein Kiel und Darmstadt 98 ein Sieger gefunden war - zum zweiten Mal in Folge nach dem Sensationscoup gegen den FC Bayern setzten sich die kühlen Norddeutschen im Nervenkrimi vom Punkt durch. 7:6 (1:1,1:1) hieß es am Ende für die Kieler Sportvereinigung Holstein gegen den Sportverein Darmstadt 98, für den Marvin Mehlem, Mathias Honsak und – letztlich entscheidend – Tim Skarke verschossen. Der Versuch des Flügelspielers knallte neben dem Kasten gegen die Bande.

Das Spiel hatte mehr als zwei Stunden zuvor schon mit einem Feuerwerk begonnen, nicht im übertragenen Sinne, sondern wahrhaftig. Unweit des Stadions ließen Kielers Fans pünktlich zum Anpfiff einige Raketen in die Luft steigen. Auf dem Rasen zündeten die beiden Teams dagegen nur zögerlich. Zwar lupfte KSV-Stürmer Fabian Reese früh einen Ball aufs Tornetz der Gäste (2.), und auch der Schuss des Darmstädters Honsak klatschte gegen den Pfosten (9.), danach aber verfingen sich die Teams mehr und mehr in ihren eng angelegten taktischen Korsetten.

Die Trainer, vor allem der Darmstädter Markus Anfang, waren quasi durchgehend damit beschäftigt, die ausgetüftelten Spielideen lautstark an ihre Schützlinge weiterzugeben. So entwickelte sich zwar ein intensiver erster Abschnitt, die ganz großen Chancen blieben jedoch aus. Beide Mannschaften versuchten, die eigenen Fehler zu minimieren, was bis zur 58. Minute gelang. Da unterschätzte der Lilien-Profi Immanuel Höhn einen langen Ball, ließ Kiels Janni Serra entkommen, der vor Marcel Schuhen die Nerven behielt und den Ball wunderbar über den Darmstädter Torwart hinweg zum 1:0 ins Netz hob.

Die Südhessen, die bis dahin kaum schlechter agiert hatten, erhöhten nun das Risiko. Sie wollten unbedingt zum ersten Mal seit 1987 wieder ins Viertelfinale einziehen, und nicht wie vor fünf Jahren erneut in der Runde der letzten 16 scheitern – damals mit 0:1 gegen den FC Bayern.

Die Lilien also wechselten nun in der Offensive ihr Personal, brachten Mehlem und Skarke, seltsamerweise aber vorerst nicht ihren besten Torjäger Serdar Dursun. Der 29-Jährige schien beim Warmmachen nicht glücklich ob seiner ihm von Trainer Anfang verordneten Reservistenrolle. Und wandelte den Groll nach seiner Einwechslung in der 80. Minute prompt in ein Tor um. Kaum auf dem Rasen, schoss der Stürmer den Ball ins Netz (86.), nicht gerade unhaltbar schien der Versuch, Dursun und den anderen Darmstädtern war’s verständlicherweise egal. Es ging in die Extrazeit, eine ereignisarme, so dass das Spiel aus elf Metern entschieden werden musste. Unter anderem vom Fehlversuch des bemitleidenswerten Tim Skarke.

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