Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zwei Darmstädter Topstürmer Phillip Tietz und Luca Pfeiffer.
+
Zwei Darmstädter Topstürmer Phillip Tietz und Luca Pfeiffer.

Zweite Bundesliga

Ein „geiler Fußballtag“ bei Darmstadt 98

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
    schließen

Die Lilien legen den Erfolgslauf fort und fegen locker über Hannover 96 hinweg, auch weil Stürmer Luca Pfeiffer nicht nur körperlich alle überragt.

Es passte alles zusammen am Samstag, die Leistung, das Ergebnis, selbst das Wetter zur einsetzenden Vereinshymne. Wenigen Minuten nach dem 4:0 (2:0) von Darmstadt 98 in der zweiten Fußballbundesliga gegen Hannover 96 breitete sich im nicht leeren wollenden Stadion am Böllenfalltor ein erfüllendes Gefühl aus. Der wolkenbehangene Himmel, der zuvor noch reichlich Wasser hinabgeschickt hatte, riss auf, die Spieler erstrahlten im Licht, und die Lautsprecherboxen trällerten – wie passend – den Lilien-Kulthit: „Die Sonne scheint, ole, ole, ola...“.

Trainer Torsten Lieberknecht, das spürte man, packte es. Er konnte einfach nicht anders, die Emotionen wollten raus. Umrundet von seinen Spielern stimmte er in die Musik ein, hüpfte von links nach rechts, klatschte die Profis ab, schrie, sang, eine ehrliche, mitreißende Freude. „Es war eine ganz besondere Stimmung, die saugt man gerne auf, das genießt man natürlich“, so der 48-Jährige, der kurz drauf während durchs Stadion hallender Lieberknecht-Sprechchöre mit beiden Händen auf seine Spieler zeigte. Sie, wollte er bedeuten, haben das gepackt, nicht ich.

Das ist sicher nicht falsch, aber eben auch nicht ganz richtig: Denn in Darmstadt haben sie in dieser immer noch jungen Saison vor allem eines geschafft: Sich als Team aus dem Sumpf zu ziehen. Nach den ersten beiden Spielen noch standen exakt null Punkte, null eigene Tore sowie fünf Gegentreffer in der Statistik. Corona umklammerte den Klub und drohte damit, ihn für längere Zeit in die Untiefen der zweiten Liga zu schicken.

Drei Spiele später ist beim SVD die Sonne aufgegangen, die infizierten Profis sind zurück, und die Leichtigkeit ist da. Sieben Punkte holten die Südhessen aus den Spielen gegen Ingolstadt, den Hamburger SV und Hannover, sie schossen zwölf Tore und kassierten nur deren drei – Werte eines Spitzenteams. „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, waren wachsam und haben uns diese positiven Momente auch verdient. Ein 4:0-Sieg ist schön, aber auch nur eine Momentaufnahme vor dem, was nun noch auf uns wartet“, sagt Lieberknecht.

Pfeiffer „kann noch mehr“

Im Grunde hatten die Lilien gegen erstaunlich schwache Hannoveraner vor 6000 Fans (7000 wären erlaubt gewesen) stets alles im Griff. Der herausragende Luca Pfeiffer schoss das 1:0 im Sitzen (21.), das 2:0 von Sturmpartner Phillip Tietz (45.+1) bereitete er mit einem herrlichen Solo gegen drei Verteidiger vor. Nach dem Seitenwechsel stockte Fabian Schnellhardt (70.) auf, ehe 96-Profi Luka Krajnc ins eigene Netz traf (87.). Nur einmal hätte das Spiel kippen können, der Darmstädter Torwart Marcel Schuhen parierte jedoch beim Stand von 2:0 einen Handelfmeter gegen Florent Muslija (66.).

„Es war ein geiler Fußballtag, der großen Spaß gemacht hat. Die sieben Punkte zeigen den Charakter der Mannschaft und dass wir uns aus einer schwierigen Situation herausgearbeitet haben“, findet der am Samstag alle überragende Angreifer Luca Pfeiffer. Trotz seiner 1,96 Meter Körperlänge kommt die Leihgabe des dänischen Klubs FC Midtjylland geschmeidig daher, er hält vorne die Bälle, verteilt sie und harmoniert prächtig mit seinem Sturmpartner. „Das Zusammenspiel mit Luca macht von Woche zu Woche mehr Spaß“, sagt Phillip Tietz, während der Chef des Ganzen, Trainer Lieberknecht, gar Steigerungspotenzial erkennt: „Luca ist ein Junge, der noch mehr aus sich und seinem Körper rausholen kann.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare